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Apple App Store: Zahlreiche Entwickler zahlen zukünftig 15 % statt 30 % Provision

Apple hat Neuerungen für Entwickler bekannt gegeben. Konkret geht es um Geld. Das neue „App Store Small Business Program“ kommt der überwiegenden Mehrheit der Entwickler zugute, die digitale Waren und Dienstleistungen über den Store verkaufen, und bietet diesen eine reduzierte Provision für bezahlte Apps und In-App-Käufe. Entwickler können sich für das Programm und eine ermäßigte, 15-prozentige Provision qualifizieren, wenn sie im vorangegangenen Kalenderjahr bis zu 1 Million US-Dollar an Einnahmen erwirtschaftet haben.

Während die umfassenden Einzelheiten laut Apple Anfang Dezember veröffentlicht werden, sind die Teilnahmekriterien des Programms recht flott erklärt:

Entwickler, die bis zu 1 Million Dollar im Jahr 2020 für alle ihre Apps verdient haben, sowie Entwickler, die neu im App Store sind, können sich für das Programm und die reduzierte Provision qualifizieren.

Wenn ein teilnehmender Entwickler den Schwellenwert von 1 Million US-Dollar überschreitet, gilt für den Rest des Jahres der Standardprovisionssatz.

Wenn das Geschäft eines Entwicklers in einem zukünftigen Kalenderjahr unter die Schwelle von 1 Million US-Dollar fällt, kann er sich im darauf folgenden Jahr erneut für die 15-prozentige Provision qualifizieren.

Der Standardprovisionssatz des App Stores von 30 Prozent gilt weiterhin für Apps, die digitale Waren und Dienstleistungen verkaufen und einen Erlös von mehr als 1 Million US-Dollar erzielen, definiert als die Einnahmen eines Entwicklers nach der Provision.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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26 Kommentare

  1. Sehr schöne Sache, der ganze Druck durch Epic hat anscheinend doch etwas gebracht, zwar nicht für Epic aber für viele andere. Hoffentlich ziehen die anderen Marketplaces nach.

    • Naja die Änderung dient dem Zweck die legitime Kritik von Epic & Co. auf Distanz zu halten, in dem es die Bedingungen für umsatzschwäche Entwickler anpasst.

      ..statt auf die Kritik einzugehen und entweder die Plattform zu öffnen oder ihre Steuer wesentlich zu reduzieren.

      Deshalb legen sie auch nicht offen, wie viel Umsatz die Veränderung betrifft. Es wird wohl ohnehin nicht so viel sein.

      Ist dementsprechend eigentlich alles wie immer. Evil BigTech ist evil. *g

      • Eine Reduzierung um 50% für vermutlich einen Großteil der Anbieter im App Store ist in deinen Augen nicht wesentlich? OK, kann man so sehen, wenn man es möchte. Ich persönlich halte das schon für eine Menge.

        • „Ein Großteil der Anbieter im App Store“ sagt erst Mal gar nichts. Umsatz ist ja nicht gleichverteilt.

          Also das ist halt eine Marketingformulierung die genau diese Emotion hervorrufen soll, die du da gerade zum Ausdruck bringst ohne sie tatsächlich materiell zu rechtfertigen.

  2. Finde es bisschen schade, dass das nur für große Entwickler so ist. Jedem kleine Indie Entwickler ist das in prinzip ein Tritt in den Arsch

  3. Oh, hat Apple angst vor Gericht doch zu verlieren? Anders ist dieser Schritt nicht zu bewerten, hat Apple doch ansonsten immer auf die 30% beharrt und entsprechend Argumentiert (ja, abgesehen von Schwergewichten wie Amazon, die in Augen Apples gleicher waren als der Rest). Naja, ich hoffe die zuständige Richterin wird sich durch diese Nebelkerze nicht beeindrucken lassen.

    • Böses Apple. Wirklich böse!
      https://support.google.com/googleplay/android-developer/answer/112622?hl=de

      Quasi jeder Store nimmt 30%
      Microsoft, GOG, XBOX Store, PS Store, Nintendo eShop – im Retailbereich will auch Amazon 30% und viele andere Marktplätze auch. GOG ist da mit 25% etwas günstiger und EPIC sticht halt mit 12% raus.
      Epic will sich quasi dass, was sie selbst mit ihren Store nicht einnehmen, auf anderen Wegen wieder reinholen/sparen. Alles Kalkulation.

      Sobald der Marktanteil da ist, wird man dann sicher auch die Gebühren hochfahren. Die Investoren wollen ja Geld verdienen.

      • Ergänzend: Epics Politik ist darauf ausgerichtet, möglichst viele Exklusivtitel zu sammeln, was letztlich darauf hinausläuft, dass in anderen Stores diese Titel nicht zu kaufen sind und man gezwungen wird, zu Epic zu greifen, wenn man jenes Spiel spielen möchte.
        Total liberal.

        • Das ist etwas, was auch Reddit nicht begreifen will: Apple kann auch dann die eigene Macht missbrauchen und zu hohe Preise ausrufen wenn andere Unternehmen das auch tun.

          Genau wie Kinder schlagen auch dann schlecht ist, wenn alle anderen Eltern ihre Kinder auch schlagen.

          Ich glaube allerdings viele haben das schon verstanden und tun nur so, weil sie eigentlich Hooligans für die entsprechende Marke sind und einfach gern so tun als sei da irgendwas groß Kontrovers an der Erkenntnis.

          • Wer ist dieser Reddit? ist der wichtig?

            Und jo, schlechter Vergleich ist schlecht. Die Diskussion gibt’s auch nur bei Apple.

            • Du entgleist doch aktiv. Du weißt sehr genau was reddit ist und du erwähnst erst nicht, warum der Vergleich schlecht ist. Vermutlich, um keine inhaltliche Antwort darauf zu ermöglichen.

              > Die Diskussion gibt’s auch nur bei Apple.

              Naja, Google & MS sind als Plattform viel offener, ist da also kein so großes Problem, oder? Ich hab zumindest noch nie den Microsoft App Store verwendet.

              Apples iOS ist in Sachen Offenheit eher so auf einer Höhe mit Spielekonsolen. .. und da ist ja nun auch niemand glüchlich drüber.

              Hab aber tatsächlich noch nie einen PlayStation Hooligan gesehen der anderen im Internet auftischt, es sei ganz toll, dass Sony die Plattform so stark einschränkt. 😀

              • iOS ist offen genug. Wer nicht in den App Store will bietet eine Web App an. Schau dir mal die von Spotify an. Die ist richtig gut.

                • Webapps sind ein gutes Stichwort. Ich hab ein ungenutztes iPad bei dem ich die Möglichkeit suche, einen Browser mit richtigem Werbeblocker zu installieren. Nicht bloß so eine halbgare URL-Filter Lösung, sondern richtig mit kosmetischen Filtern.

                  Das geht soweit ich weiß einfach nicht. Bekommt die Plattform nicht auf die Reihe. Liegt jetzt halt so lange in der Schublade. Von „offen genug“ kann dementsprechend keine Rede sein.

      • Google und Microsoft erlauben Sideloads, GOG ist ebenso nur eine von viele Plattformen auf denen man kaufen kann. Der AppStore ist für Millionen von Geräten ein Monopol. Also was ganz anderes. PS/XB/NSW sind dann wieder ähnlich, wobei man auch phsyische Versionen günstiger bekommen kann und der Store nicht die einzige Quelle ist. Also alles nicht ganz mit dem AppStore vergleichbar.

        • Epic klagt ja nicht nur gegen Apple, sondern aus dem selben Grund auch gegen Alphabet, sprich Google. Mit der selben Begründung. Man störe sich an den Gebühren und Google bzw. Alphabet nutzt seine Stellung aus. Dabei nehmen Google und Apple dieselben Gebühren, wie jeder andere Store auch.
          Und nein. Apple mag das eigene System beherrschen, aber eben nicht den Smartphone-Markt. Sprich als Entwickler muss man sich halt entscheiden. Nutze ich das System und greife auf diesen Teil des Marktes zu, oder sage ich, dass ist mir zu teuer.

          Bei Apple gibt es nebenbei bemerkt die qualitativ besseren Anwendungen, besser unterstützt und Entwickler verdienen auch eher Geld, als bei Android. Apple-User sind nämlich eher bereit, für gute Anwendungen auch Geld zu bezahlen. Klar. Wer 1000 Euro für ein Smartphone ausgibt, hat im Zweifel auch mehr Geld, als jemand der für 300 Euro ein Mittelklasse-Android holt.

          Die ganze Diskussion ist einfach absurd und das Argument des „Monopols“ hinfällig. „iOS“ ist kein eigener Markt.

          Und: Die fehlende Möglichkeit des Sideloads ist ein Sicherheitsaspekt und vom Kunden in der Regel auch gewollt. Wer sich für iOS entscheidet, macht dies bewusst. Es dient im Kern nicht, damit Apple schön mitverdient, sondern um das System halt möglichst einfach zu halten und zu kontrollieren, was auf die Geräte kommt. Da wird Apple seiner Verantwortung eher gerecht, als Google.

          Aber nvm. Epic ist der Robin Hood der Armen.

          • > Die ganze Diskussion ist einfach absurd und das Argument des „Monopols“ hinfällig. „iOS“ ist kein eigener Markt.

            Wieso nicht? Wo wir den von uns betrachteten Markt kartellrechtlich in Grenzen fassen ist doch am Ende den den öffentlichen Entscheidungsträgern überlassen. Das ja nicht Gott gegeben oder so. Was sollte die davon abhalten, iOS als Markt zu begreifen?

            Erst „die anderen sind auch böse“, dann „Apple ist kein Markt“, dann „den Nutzern Kontrolle zu geben, das wollen die doch eh nicht.“ Klasse.

            Gleich kommt sicher noch „Konkurrenz zu Apple Produkten verwirrt die Nutzer nur“ und „Geräte sollten nur von Apple selbst repariert werden dürfen, das wollen die Kunden so!“.

            Das sind doch alles bloß Pro-Apple-Talkingpoints, wie aus einer Liste zum Abhaken. 😀

          • Apple und iOS haben gerade im Westen, Europa und USA, defintiv eine Marktbeherrschende stellung. das sollte jedem klar sein. Wer nicht im AppStore gelistet ist, der verdient fast kein Geld auf Mobile. Es ist praktisch ein Monopol und gehört reguliert. Apple soll seinen Anteil bekommen, 30% sind aber viel zu viel. Entweder runter mit der Marge oder das System für alternativen öffnen. Es gibt nun mal dinge, die regelt die Wirtschaft nicht von selber. Sicherheitsaspekt ist Augenwischerei, Android ist praktisch genauso sicher, bevormundet den Kunden aber nicht.

            Hat nichts mit Robin Hood zu tun, Epic gibt einen Anstoss in die richtige richtung und Apple ist nun mal der strengste und geldgierigste von allen (Aber ja, alle sind geldgierig).

    • Angst wegen Gericht nur weil Epic einen auf Fake Robin Hood macht? Eher nicht. Apple hat die Konditionen im App Store öfter mal verändert. Und eine Ausnahme für Amazon gab’s auch nicht.

      • „Fake Robin Hood“ ist wohl so etwas wie „Crooked Hillary“. Ob sich das durchsetzt wenn man es einfach oft genug wiederholt? 😀

        Epics angebliche Abgründigkeit hat keinerlei Bedeutung für die möglicherweise bestehende Notwendigkeit, Apple zu regulieren.

        Wenn der Teufel persönlich aus den Höllenflammen hervorgestiegen wäre um ein plausibles Argument gegen Machtmissbrauch auf Tech-Plattformen vorzutragen wäre auch nicht wichtig, dass es der Teufel vorgetragen hat. So funktionieren Argumente nicht.

        • Ob sich das durchsetzt geht mir sonstwo vorbei. Und eine Firma regulieren, weil sie Preise hat, ist schon witzig. Erst recht wenn alle Anbieter die gleichen Preise haben.

          Wenn der Teufel Currywurst und Kartoffelsalat ohne Ananas mitbringt, dann schon.

    • „ Oh, hat Apple angst vor Gericht doch zu verlieren?“
      Habe ich auch als erstes gedacht.
      Entweder findet Apple seine Preispolitik fair und verteidigt sie oder aber …..

      Insofern sollte man Epic dann doch etwas dankbar sein dass sie wenigstens etwas Druck aufbauen konnten bzw. der Streit so hohe Wellen geschlagen hat, dass sich Gerichte und die Öffentlichkeit der Sache angenommen haben.

  4. 1 Mio. Umsatz scheint für Entwickler ja keine so große Hürde zu sein. Muss mein Bild der armen Entwickler wohl mal überdenken…

    • Ja für große Entwickler-Studios ist das keine so große Hürde.
      Sie meisten Solo Entwickler sind unter der 1 Mio und profitieren ja daher von der geringeren Abgabe.

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