Apple App Store ermöglichte 2019 Umsätze von mehr als 500 Mrd. US-Dollar

Apple gibt an, dass mit dem App-Store-Ökosystem des Herstellers im Jahr 2019 ein Gesamtumsatz von mehr als einer halben Billion US-Dollar erreicht werden konnte – anders ausgedrückt mehr als 500 Mrd. US-Dollar. Dies habe eine Studie der Analysis Group bewiesen. Am erfolgreichsten seien Apps für den mobilen Handel, digitale Waren und Services sowie In-App-Werbung gewesen.

Diese Meldung kommt zu einem spannenden Zeitpunkt, denn kürzlich leitete die EU-Kommission eine Untersuchung gegen Apple ein, da die Vorgaben des Unternehmens für Entwickler, die ihre Apps in Apple Store anbieten wollen, wettbewerbswidrig sein könnten. Apple stellt es natürlich ganz anders da: „Da Apple lediglich eine Provision aus den abgerechneten Leistungen mit digitalen Gütern und Services erhält, fließen mehr als 85 Prozent der insgesamt 519 Milliarden Dollar ausschließlich an Drittentwickler und Unternehmen aller Größenordnungen.“

Da steckt aber natürlich mehr dahinter, denn Anbieter wie Spotify bemängeln das Abrechnungssystem von Apple, das auch bei Abonnements greift. Stein des Anstoßes ist dabei auch, dass Apple Entwicklern explizit untersagt iPhone- und iPad-Nutzer über alternative günstigere Kaufmöglichkeiten außerhalb der Apps im App Store zu informieren. Aber allein 413 Mrd. US-Dollar der insgesamt 519 Mrd. US-Dollar, die 2019 erwirtschaftet wurden, sollen ohnehin auf den Verkauf von physischen Gütern und Diensten entfallen.

Innerhalb dieser Kategorie generierten M-Commerce-Apps den Großteil der Verkäufe, von denen der größte Anteil mit 268 Milliarden US-Dollar auf den Einzelhandel entfiel. Zu den Apps im Einzelhandel gehören nun solche, die digital den stationären Handel abbilden. Also beispielsweise auch Rossmann, adidas oder virtuelle Marktplätze, auf denen aber mit physischen Gütern gehandelt wird. Der Handel mit Lebensmitteln ist jedoch nicht mit eingeschlossen, dieser wird in einer eigenen Kategorie dargestellt.

Reise-Apps, darunter Expedia. Lufthansa und GetYourGuide waren für 57 Milliarden US-Dollar verantwortlich. Die App-basierte Vermittlung von Fahrten mit Privat-PKWs, darunter Uber und Lyft, machten einen Umsatz von 40 Milliarden US-Dollar aus, und Apps zur Lieferung von Lebensmitteln, darunter REWE, sorgten für 31 Milliarden US-Dollar.

Das Transaktionsvolumen und der Umsatz mit digitalen Gütern und Services belief sich wiederum auf 61 Milliarden US-Dollar. Diese Kategorie umfasste unter anderem Apps für Musik- und Video-Streaming, Fitness, Bildung, E-Books und Hörbücher, Nachrichten und Zeitschriften sowie Dating-Dienste. Spiele stehen wiederum für die Art von Apps, die 2019 am häufigsten heruntergeladen wurde.  Ein Titel, der besonders herausgestochen ist, war „Mario Kart Tour“, das am häufigsten heruntergeladene Spiel des letzten Jahres.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Zum Thema Abrechnungssystem & Abonnements: Calimoto
    https://calimoto.com/de/hilfe/konto-und-kauf/kaeufe-uebertragen

    • Markus M. says:

      Übersetzt bedeutet das: „Wir haben weder Lust noch das know how ein eigenes Bezahlsystem und Kundenverwaltungssystem zu programmieren und zahlen lieber Apple oder Google 30% des Umsatzes dafür. Du, lieber Kunde hast dann halt Pech gehabt und musst doppelt löhnen.“

      Dass es übergreifend funktioniert zeigen ja Netflix und Spotify.

      • Pilotfish says:

        Die haben sich das aber hart erkämpft und nur durchgesetzt, weil Apple Angst hat, dass irgendwann ein Gericht das Geschäftsmodell kippt.

        Für die meisten anderen Entwickler lässt Apple das nicht zu. Apple ist da knallhart.

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