App.net: geplanter Twitter-Konkurrent sammelt über 750.000 Dollar ein und kann starten

Dalton Caldwell – zuvor schon verantwortlich für PicPlz und imeem – hatte ein Problem damit, wie sich der Dienst Twitter entwickelt. Ebenso wie Facebook sucht man auch bei Twitter nach einem tragfähigen Geschäftsmodell und scheint es in der Werbung gefunden zu haben. Seiner Meinung nach sollten aber nicht die Interessen der Werbetreibenden im Vordergrund stehen, sondern die Interessen der Nutzer. Grund genug für ihn, ein ehrgeiziges Projekt namens App.net anzuschieben, für welches er auf Abonnenten setzt, die jährlich 50 Dollar für einen solchen Dienst zu investieren bereit sind.

Ähnlich wie bei Kickstarter setzt Caldwell also auf Crowdfunding. 500.000 Dollar waren die Summe, die er für den Start zusammen bekommen wollte und die wurde nach eher zähem Beginn dann letzten Endes doch noch locker gerissen – aktuell steht man bei über 780.000 Dollar, die durch verschiedene Backing-Optionen zustande gekommen sind.

Bislang steht lediglich eine frühe Alpha-Version von App.net zur Verfügung – dennoch haben sich zum aktuellen Zeitpunkt über 12.000 Menschen bereit erklärt, diesen Dienst mit wenigstens 50 Dollar zu unterstützen. Da wir hier natürlich auch Social Networks und Microblogging-Services auf dem Schirm behalten wollen, werden wir auch weiterhin einen Blick auf App.net werfen. Seid ihr auch gespannt, was aus diesen ehrgeizigen Plänen erwächst und könntet euch auch vorstellen, für ein solches Projekt eine Abo-Summe zu zahlen?

Quelle: heise.de

 

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10 Kommentare

  1. Also ich sehe da die letzten Monate einen Trend hin zu den kostenpflichtigen Netzwerken und es sollen ja ein paar auf den Markt kommen. Generell finde ich das eher für Firmen interessant die sich nicht nur die € 50,00 im Jahr den Account finanzieren sondern sich auch „Follower“ kaufen wie es jetzt zB bei Facebook der Fall ist bzw. eine Optimierte Werbung.

    Für Privatpersonen kann ich mir nicht vorstellen das solche Netzwerke Sinn machen und glaube daher auch nicht an den Erfolg.

  2. Ist doch einfach nur ne CopyCat, die statt 140 250 Zeichen kann, oder was?
    @ für Mentions, # für Hashtags. Ich weiß nicht. Klar, sind halt logische Zeichen dafür… aber n bisschen billig finde ich es schon…
    Ich finde es cool, dass Leute bereit sind dafür zu zahlen, aber was sind schon 12.000 Nutzer im Vergleich zu Millionen? Und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es Millionen Leute gibt, die für so einen Dienst zahlen würden… Für Facebook würde ja auch keiner Zahlen, nur damit die Werbung rechts verschwindet, oder? 😀

  3. Solch ein Netzwerk ist nicht Massentauglich. Es gibt so viele Leute, die zwar ihren Stream aufmerksam lesen, aber keine ambitionen zeigen selbst etwas zu posten. Diese Leute machen sogar einen relativ großen Teil aus. Leider sind sie nicht bereit dafür 50$ zu zahlen.
    Ich gebe dem Projekt genau ein 2 Jahre bis es wieder verschwindet. Wer will schon Geld dafür bezahlen in einem toten abgeschottetem Netzwerk zu sein.
    Stichwort öffentliche API. Definitiv ein muss sonst sieht es ganz dunkel aus.
    ich habe mir das Netzwerk noch nicht genau angesehen, sehe aber irgendwie nicht den Hauch einer Chance

  4. Sollte Twitter den freien Zugang für externe Clients zu machen und ihn nur noch gegen eine Gebühr gewähren, dann würde ich dafür zahlen. Schließlich sind bereits alle auf Twitter, während man bei Neustartern erstmal lange warten muss.

  5. noch ein neues social network. das ist genau das was wir noch brauchten.

  6. Mit ist aufgefallen das auf Twitter überwiegend nur Leute zu finden sind die etwas anbieten (Podcast, Blog, Firmen etc.) Die „normalen“ User sind da aber nicht so wirklich zu finden.
    Ich habe es mir einmal angeschaut und wollte nur bestimmten Leuten folgen. Dann hat Twitter meinen Account gesperrt, denn man muss eine bestimmte Anzahl Follower haben und einer bestimmten Anzahl im Verhältnis folgen.
    Da ich nur News lesen wollte hatte ich selber keine Follower und damit viel dieses Netzwerk für mich weg

  7. coriandreas says:

    @Risar Was ist denn das für ein Quatsch! Ich habe selbst 4 Twitter-Konten, die keinen einzigen Follower und die maximal 5 Followings haben, darunter bspw. aber auch toptweets_de. Sie laufen und laufen und laufen… Hast Du Dich evtl. für 6 Monate nicht eingeloggt?

  8. coriandreas says:

    Ich habe erst letztens für einen Newbee einen Account bei Twitter erstellt und er hat seit 3 Monaten keinen einzigen Tweet geschrieben, hat 10 Followings, darunter auch toptweets_de und nur einen Follower, und zwar einer meiner 11(!) Twitter-Konten.

  9. Was unterscheidet diesen neuen Dienst von identi.ca?? Das ist 2008 gestartet und hat momentan um die 150.000 Nutzer. Damit dürfte klar sein wohin die Reise für einen kostenpflichtigen Microblogging Dienst geht.

  10. Ich denke hier gehts nicht um einen kostenpflichtigen Dienst sondern um einen kostenlosen. Die 50,- darfst du bezahlen musst aber nicht. Solange genug freiwillige bezahlen ist der Dienst für die Mehrheit kostenlos.

    Die Frage ist nur wie lange der Dienst sich über Wasser halten kann sobald die ersten Geldgeber abspringen.

    Fazit: Eine werbefreie Alternative zu Google und Facebook? Wieso nicht. Ein versuch ist es wert

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