Apotheken können vor Zertifikatserstellung nun Chargen prüfen

Ab heute sollen deutsche Apotheken weitere Möglichkeiten nutzen können, gefälschte Impfpässe zu erkennen. Ab sofort können die mehr als 18.000 Apotheken bei der Ausstellung der digitalen Impfzertifikate eine neue Funktion zur Chargenprüfung nutzen, um Impfpassfälschungen schneller erkennen zu können, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Die Apotheken werden immer häufiger mit gefälschten Impfpässen konfrontiert. Dagegen wollen wir angehen. Bisher konnten nur Identitäts-, Vollständigkeits- und Plausibilitätschecks vorgenommen werden. Mit der Chargenprüfung steht den Apotheken nun ein weiteres wirksames Instrument zur Verfügung, um Kriminelle und Urkundenfälscher zu stoppen“, sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV).

Gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das die Impfstoffe chargenweise freigibt, hat der DAV eine Möglichkeit entwickelt zu prüfen, ob eine im Impfpass genannte Chargennummer zu den in Deutschland verimpften Dosen der COVID-19-Impfstoffe passt und ob die COVID-19-Impfung tatsächlich im Zeitraum zwischen Freigabe- und Verfallsdatum erfolgt ist. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) bietet allen Apotheken seit Sommer dieses Jahres über sein Verbändeportal und die Telematik-Infrastruktur (TI) einen Zugang auf den Zertifikatsserver des Robert-Koch-Instituts an.

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39 Kommentare

  1. Kommentare offen. Mutig

    • Wieso mutig? Jeder Kommentar wird vor Veröffentlichung geprüft. Wer sich nicht an die Netiquette hält, darf und kann nicht hier posten.

  2. das wird auch anscheinend Zeit. Unverständlich nur, dass man da erst jetzt drauf kommt

    • Das ist ein kaum brauchbares Tool um wirklich sicher Fälschungen zu erkennen. Damit fliegen nur die dümmsten Fälscher auf.
      Es ist wohl klar, dass unsere bisherigen Impfungen im Winter 2022 keine Gültigkeit mehr haben werden. Ich hoffe dass bis dahin eine neue zentrale Datenbank mit Impfnachweisen geschaffen wird. Wir sollten also nochmal bei Null anfangen und alle Boosterimpfungen im nächsten Jahr sicher nachweisen können. Es haben einfach viel zu viele Leute einen gefälschten Nachweis.

      • >die dümmsten Fälscher

        Bei Impfgegnern, Querdenkern und Qanon-Spezialisten scheint mir nicht das hellste Licht zu brennen. Wird also den ein oder anderen Fälscher aufdecken.

  3. Richtig gut!

  4. Eigentlich müsste die Chargenprüfung vor der Zertifikaterstellung vollautomatisch erfolgen. So haben die Apotheken zusätzlichen Aufwand und tragen vermutlich auch das Risiko, wenn sie die Chargenprüfung nicht genutzt haben. Es ist so oder so ein Unding, dass die Zertifikate nachträglich erstellt werden müssen und nicht jede impfberechtigte Stelle die Zertifikate sofort nach der Impfung ausstellen muss. Naja, Neuland…

    • Man muss ja froh sein, wenn die Ärzte überhaupt Impfungen anbieten…

    • Damit hatte ich kein Problem. Direkt bei der Impfung beim Hausarzt gab es das Zertifikat dazu.

      • Und damit dann direkt in die Hände der Leute zu geben die Passwörter wie 0815 oder User123 selbstverständlich halten!

    • Die Prüfung soll und darf eben nicht vollautomatisch sein! Das wäre dann Bürokratie direkt in Software umgesetzt. Wir sind nicht alle in Deutschland geimpft (ich zum Beispiel) und diese System kennt weder amerikanische Chargennummern noch die aus Frankfreich. Und deswegen brauchen wir Menschen dazwischen!

      Zu den Apotheken. Die bekommen für diese Aufgabe Geld, 18 Euro meines Wissens. Da kann man diesen Arbeitsschritt verlangen. Wenn das System nicht halbautomatisch nutzbar ist, ist es untauglich. Ich hoffe, dass genau das auch hier beachtet wurde.

      In der Praxis läuft dass dann hoffentlich so „Uch. Ein Impfkärtchen. Die Chargennummer kennt das System nicht. Oh. Ein amerikanischer Pass! Ja. Dann macht das aber Sinn. FREIGABE!“ 🙂

      Und das mit der Trennung hat Gründe die ich nicht kenne. Wahrscheinlich weil man Last von Impfzentren und Ärzten nehmen wollte. Macht inzwischen weniger Sinn. Außer? Man ist Württemberg. Da müssen sich Ausländer einen QR-Code in der Apotheke holen. Über Arzt und Impfzentrum wäre das wieder schön doof.

      Ein Risiko haben die Apotheken bei vernunftgemäßer Ausführung nicht, aber ein gute Einnahmequelle.

        • Jein, es gibt zwar die Pappkärtchen, aber dort wo du geimpft wurdest, bekommst du schon seit jeher vom Anbieter der dich geimpft hat einen QR-Code. Und der enthält alle Informationen, inklusive Chargennummer.

          • Japp. Sind Kärtchen, mit gleich vier Slots (schlau) für Impfungen und Erinnerungsterminen. Die wollten was praktisches für alle im Land. Ich vermute in Deutschland wird Ähnliches gemacht, falls man den Impfpass nicht dabei hat. Aufkleber irgendwo drauf und ab in die Apotheke?

            Der Unterschied ist wie „Digitalisiert“ wird. In Europa gibt es einheitliches Zertifikat, was in einen analogen QR-Code mündet. Papier, Plastik oder auf dem Bildschirm. Dazu zwei einheitliche Apps und eine Prüfapp. Kein Geschwurbel mit Blockchain oder NFC. Das alles europaweit akzeptiert!

            Amerika? Allein in New York State habe ich vier verschiedene Corona Apps gezählt. Jetzt aber festschnallen – Seit Anfang August 2G! Und die Inzidenz liegt jetzt noch in New York bei 30! Die haben agiert, statt zu reagieren.
            Corona-Warn-App wird übrigens akzeptiert, natürlich nur mit ID.

            Ungekehrt sollte man ein stabiles Nervenkostüm haben, wenn man als Ausländer von Hamburg, über Frankfurt und Stuttgart nach München reist. Irgendwo zwischendrin gilt der Impfpass nicht mehr, dann braucht man FFP2, aber nicht im Fernverkehr, aber nicht das Personal und da haben Fußballstadien auf, hier ist aber um 22 Uhr Zapfenstreich. Und den Leuten dann erklären, dass sie sich in einer Apotheke eine QR-Code holen müssen.

            PS: Fun Fact, auf Grund von Geoblocking durch Apple und Google kommt man teilweise nicht vorab an die Corona-Apps diverser Staaten!

            • Bei den Impfungen wurde auch immer gesagt das man das Pappkärtchen am Besten fotografiert, das würde als Nachweis dann reichen. Zusätzlich bekam man auch den QR-Code (bei mir von CVS), der ja international gültig ist

              Aber ja, einheitliche Lösungen gibt es hier nicht.
              Ich wohne in Florida und hier darf man per Gesetz nicht mal gefragt werden ob man geimpft ist, wie z.B bei Kreuzfahrten.

              Was ich auch nie verstanden habe warum die WHO nicht eine Impf-App anbietet. Es gibt ja auch andere Krankheiten gegen die man geimpft werden kann, z.B Malaria. Damit hätte man hier eine einheitliche Lösung.

        • Jein, zum Kärtchen gibt es schon seit jeher auch einen QR-Code. Der enthält alle relevanten Informationen, inklusive Chargennummer.

      • Das Zertifikat wird ja eigentlich nur von der Apotheke ausgedruckt. Der eigentliche Ersteller ist das RKI, Ob es rechtens wäre für Impfungen außerhalb von DE oder der EU nachträglich ein Impfzertifikat zu auszustellen müsste man hinterfragen. Ob es sich beim ausländischen Impfpass um eine Fälschung handelt wäre wohl schwieriger nachzuweisen. Damit wäre dem Impfbetrug Tür und Tor geöffnet. Aber vielleicht ist das eine neue Masche?

    • Krümelmonster says:

      Das muss man differenziert betrachten. Ein Hausarzt kann viel mehr Personen „durchschleusen“ für Impfungen, wenn er nur das gelbe Heft beklebt, unterschreibt und stempelt. Würde er für jeden Impfling auch noch das Zertifikat anfordern, würde das mehr Personal binden. Und die Hauptaufgabe, nämlich die eigentliche Impfung, die ist ja erfüllt und auch ein Nachweis wurde erstellt.

      Insofern sehe ich das gelassen und in den Impfzentren wurde ja bis zuletzt auch direkt ein Zertifikat ausgestellt, zumindest bei uns. Da ist aber die Organisation anders ausgerichtet, da dort ausschließlich die Impfung vorgesehen war.

      • Da ist Nichts differenziert zu betrachten. Wenn das Ausstellen eines Zertifikats zum Impfakt gehört, dann müssen die Impfstellen eben so verfahren und nicht nur irgendwelche Aufkleber in ein gelbes Heftchen kleben. Personalaufwand hin oder her. Hier geht es um den fälschungssicheren Nachweis einer Impfung im Bezug auf eine Pandemie. Die Covid19-Impfung wird ja auch nicht mit anderen Impfungen gleichgesetzt, sonst wäre eine allgemeine Impfflicht ja kaum ein Problem.

  5. Jonas Wagner says:

    „Können“ – schade. Sollten sie auch verpflichtend bei jedem Impfpass machen.

  6. Christoph Krause says:

    Ist es nicht traurig, dass so etwas nicht schon seit Anfang gemacht wurde?
    Jetzt müsste nur noch geprüft werden, ob die Ausstellung der Impfung vor der Herstellung des Impfbuches geschehen ist.

    #Neuland

  7. D.h. wer „richtig“ gefälscht hat, d.h. die passende Charge zum passenden Datum im Pass kleben hat, kommt nun einfacher durch, da die Apotheke bei erfolgreicher Prüfung der Chargennummer ein positives Feedback bekommt!?

    • Auch wenn es schwerfällt: Das ist eher unwahrscheinlich. Übrigens haben Aufkleber von Biontech ein Sicherheitsmerkmal und bei Moderna einen QR-Qode, der nicht nur die Chargennummer enthält.

      • Meine Frau arbeitet in einer Apotheke, ich erläutere kurz wie das da abläuft. Am Anfang hat Spahn gesagt pro QRCode bekommt die Apotheke 18€. Da haben sich die Apotheken gefreut und sich die Software besorgt. Dann hat Spahn den Preis von 18€ auf 6€ gesenkt. Die Apotheken haben jetzt voll den Hals deswegen, stellen die QRCodes trotzdem aus, die Software ist ja da.
        Über der Apotheke wo meine Frau arbeitet ist ein Hausarzt. Dieser impft rund um die Uhr, hat solche Aktionen wie 24Std. impfen von Freitag abend bis Samstag abend. Er kassiert pro Impfung Geld vom Staat. Zum QRCode schickt er die Leute in die Apotheke. Dann kassiert die Apotheke auch noch 6€ vom Staat. Der Arzt will nur impfen, er sagt so viel Geld in der kurzen Zeit hat er noch nie veedient.
        Letztendlich dreht sich alles nur ums Geld.

    • Ja und nein. Die Chargennummern sind teilweise dynamisch. Also nur weil auf dem Etikett der Flasche mit dem Impfstoff die Charge 12345 steht heißt das noch nicht dass du auch die 12345 im Impfpass stehen hast, sondern vielleicht die 1D3K4.

      Ich bin in einem Impfzentrum tätig und zumindest für einen der beiden aktuell verimpften Hersteller ist das Usus. Da drucken wir die Aufkleber selbst und haben eine Impfpass-Chargennummer für einen Zeitraum von 1-5 Tagen (das legt der Hersteller zufällig fest). Im Hintergrund kannst du immer noch sehen, zu welcher Produktionscharge die Nummer dann tatsächlich gehört.

      In der Theorie sollte das also viel leichter auffallen. Wenn wir die 1D3K4 vom 01.12.-03.12. verimpft haben und du damit am 11.12. geimpft worden sein willst, ist der Impfpass zumindest mit Stempel vom Impfzentrum zu 99,99% gefälscht. Es besteht natürlich immer noch die Möglichkeit dass jemand gepennt und die alten Kleber nicht vernichtet und eingeklebt hat oder die Impfung vom Hausarzt kommt (Bei denen läuft das bestimmt anders, die bekommen mal 1-2 Vials Impfstoff. Da werden die keine Labels selbst drucken.).

      Was noch dazu kommt: es gibt in allen (bayerischen) Impfzentren den digitalen Impfpass direkt zur Impfung dazu. Das wissen auch die Apotheken. Bei uns werden die hellhörig, wenn jemand mit einem Stempel von uns kommt und ein Zertifikat möchte. Die rufen auch hin und wieder mal an und fragen nach, ob das so passt. In 9/10 Fällen hat dann der Drucker mal die Seite verschluckt oder das Zertifikat wurde versehentlich mit abgeheftet. Aber wir mussten auch schon weitergeben, dass wir die Daten so nicht im System haben.

    • Grumpy Niffler says:

      Das Problem war schon immer, dass Impfpässe nicht sehr fälschungssicher sind – mussten sie bis vor kurzem ja auch nicht sein. Eine gut gemachte Fälschung ist kaum erkennbar.
      Um das zu verhindern, hätte es zu jeder Dosis bzw. Viole einen Verifizierungscode geben müssen. Damit hätte man dann genau überprüfen können ob die Viole zum Stempel passt und wie viele Zertifikate für eine bestimmte Viole schon erstellt wurden. Das hätte man aber halt proaktiv in der Impflogistik machen müssen. Da von vornherein klar war, dass Impfungen für Teilhabe am öffentlichen Leben irgendwann erforderlich sein werden, ist mir ein Rätsel warum man soetwas (meinetwegen auch nicht pro Viole sondern pro Lieferung oder was weiß ich) nicht implementiert hat und auch für die Booster-Impfungen, zu deren Beginn die Fälschungsproblematik ja schon hinlänglich bekannt war, weiterhin keine Änderungen erfolgen.

  8. Ein Unding das man überhaupt das Zertifikat in der Apotheke bekommt. Ich kenne 2 Personen die so mit einem gefälschten Impfausweis an ein Zertifikat gekommen sind. Das Problem daran, die Ausweise stammen von einem Impfgegner Arzt und sind im Prinzip legal.

    Mittlerweile denke ich das jeder zur Impfung gehen sollte der es kann. Nachdem mehrer Leute die ich kenne erkrankt waren und auch in Intensiv lagen.

  9. Ich war ziemlich naiv am Anfang der Pandemie. War ich doch echt überrascht, dass man Impfpässe blanko überall kaufen kann. Ist fast so wie nen Blanko Führerschein Dokument. Ist ja nur für Karneval 😉

    • Krümelmonster says:

      Das waren doch alle. Das Impfbuch war vorher zwar auch manchmal wichtig, aber niemand hat das als hochsensibles Dokument betrachtet. Es war eben das „Tagebuch“ für Impfungen und für den ein oder anderen auch mal für bestimmte Reisen nötig. Fälschungen war da schlicht uninteressant. Meins habe ich auch mal verloren und mir irgendwann vor 3-4 Jahren beim Hausarzt ein neues ausstellen lassen, bzw. so die üblichen Impfungen, die man alle 10 Jahre mal braucht, einfach nachgeholt, da der Status unbekannt war.

      Die Wichtigkeit des Dokuments kam ja erst 2020 auf, aber da durfte man nicht einfach alles alte für ungültig erklären und mal eben etwas neues aus dem Boden stampfen.

  10. Warum sollte es jemand nur vorgeben geimpft zu sein? Der hat ja dann überhaupt keinen Schutz! Verstehe ich nicht, schlimmste Pandemie aller Zeiten, kostenfreie Impfungen zur Verfügung und dann freiwillig ungeschützt ins offene Messer laufen wollen… Ich bin fassungslos!

    • Bitte beim Thema bleiben. Dies soll KEINE Diskussion zur allgemeinen Thematik des Corona-Impfens werden! Gebt Schwurblern und Aluhut-Trägern keine Bühne!

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