OnePlus Buds Z2: Neue TWS-Kopfhörer mit ANC offiziell

Mit den OnePlus Buds Z2 erreicht nun die aktive Geräuschunterdrückung auch die „günstige“ TWS-Reihe („Z-Reihe“) von OnePlus. Jene war bislang den Buds Pro (hier mein Testbericht) vorbehalten. Die Buds Z2 sind – wie auch der Name verrät – der offizielle Nachfolger der OnePlus Buds Z. Der Kostenpunkt der Nachfolger fällt aber nicht mehr ganz so günstig aus, wie noch bei der ersten Generation. Aber der Reihe nach.

Bei den Buds Z2 setzt OnePlus auf 11-mm-Treiber. Verbaut sind drei Mikrofone, welche Gesprächen und der aktiven Geräuschunterdrückung bieten. Jene soll Geräusche von bis zu 40 dB ausblenden können. Klingt quasi identisch zum Pro-Modell und so bietet man auch eine Dolby-Atmos-Unterstützung in Verbindung mit einem OnePlus-Smartphone. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt über Bluetooth 5.2, so sind Latenzzeiten von 94 ms möglich. Gegenüber den Buds Z schrumpft der Stiel um 15 Prozent. Sie sind IP55-zertifiziert, das Gehäuse selbst mit IPX4.

In Zusammenspiel mit dem mitgelieferten Ladecase sind bis zu 38 Stunden Hörzeit möglich. Binnen zehn Minuten Aufladezeit sind 5 Stunden Abspielzeit möglich. Kabgelgebunden, die drahtlose Auflademöglichkeit der Buds Pro ist auch zur Preiserhöhung in der Z-Reihe nicht spendiert worden.

Mit 99 Euro fallen die Buds Z2 nämlich ein gutes Stück teurer aus. So bekommt man im Angebot nur für wenige Euro mehr die doch spürbar hochwertigeren Pro-Modelle. Die Buds Z2 sind ab dem 20. Dezember in Europa in zwei Farben erhältlich: Pearl White sowie Obsidian Black. Letztgenannte Farbvariante ist jedoch im Dezember Amazon-exklusiv und landet ab Januar auch im OnePlus-Store.

Ersteindruck der Buds Z2 – kurz notiert

Wie andere OnePlus-TWS-Kopfhörer, so bieten auch die Buds Z2 Unterstützung von Googles Fast Pair, welche eine direkte Verbindung ermöglichen, ohne sich durchs Bluetooth-Menü zu wühlen. Unter Android 12 gibt es ein Widget für das OnePlus Shelf für den Schnellzugriff auf die Modi, ansonsten leider etwas versteckt verborgen in den Bluetooth-Einstellungen. Auf OnePlus-Smartphones sind die Einstellungen ins System integriert, für andere Nutzer gibt es die Hey-Melody-App.

Das glänzende Ladecase – ein Fingerabdruckmagnet – der Z2 ist nicht ganz so mein Fall, da bevorzuge ich den edlen matten Look der Buds Pro. Während die Form recht ähnlich ausfällt wie bei den Galaxy Buds, so ist das Ladecase doch einen Tick höher, aber dennoch kompakt genug, um jenes entspannt zu transportieren. Die Verarbeitung von Case und Buds sind hochwertig, aber es ist dennoch ein Unterschied zum Pro-Modell oder den Nothing-Kopfhörern festzustellen. Jene Modelle fassen sich einfach wertiger an.

Der Sitz der Buds Z2 Pro ist angenehm, sodass auch längere Tragezeiten keine Probleme darstellen. Mit aktivierter Geräuschunterdrückung sind mehrstündige Musiksessions kein Problem. OnePlus gibt auf dem Datenblatt hier bis zu 5 Stunden an, wobei bis zu 7 Stunden ohne ANC möglich sein sollen.

Zum Kern: Der Sound fällt klar und druckvoll aus. Für die kleine Bauform kommt da auch einiges an Bass durch. Im Vergleich zum Vorgängermodell drängt sich jener nun aber nicht mehr so in den Vordergrund, sondern der Sound ist allgemein ausgeglichener und so kann man durchaus auch in den Mitten und Tönen seine Stärken ausspielen. Auch Lautstärke ist für die Z2 kein Problem – ich wollte die Kopfhörer nie auf volle Lautstärke aufdrehen. So ist es sicherlich auch eine Option für Personen, die gerne etwas lauter hören. An den Buds Z2 stört mich ihr Grundrauschen. Aktive Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus fallen ähnlich zum Pro-Modell aus: durchschnittlich. Tiefe, monotone Geräusche werden zuverlässig unterdrückt, aber ansonsten ist man hier weniger performant unterwegs. Auch der „Saugglocken-Effekt“ vom Pro-Modell ist leider vorhanden. Der Transparenzmodus ist bei Musik in Normallautstärke mit kaum Effekt.

Die Steuerung erfolgt identisch zu jener bei den Buds Z2 über Antippen der Touch-Fläche. Das funktioniert einfach und zuverlässig. Ein bis zu dreifaches Tippen lässt sich in den Einstellungen bzw. der Hey-Melody-App mit entsprechenden Funktionen belegen. Ein Berühren und Halten ist dem Modi-Wechsel vorbehalten. Hier könnt ihr aber festlegen, zwischen welchen Modi ein Wechsel erfolgen soll. Auch das Hören mit einem Ohrhörer ist möglich (Mono Modus). Hierbei spielt es keine Rolle, welcher von beiden eingesetzt ist. Beim Herausnehmen wird Musik auf Wunsch pausiert, das funktioniert auch zuverlässig bei mir.

Für den neu aufgerufenen Preis der Z-Reihe lohnt es sich fast auf ein Angebot des Pro-Modells zu warten. Für denselben UVP wären sonst wohl auch die Nothing ear (1) eine Option. Jene empfinde ich als einen Tick hochwertiger und angenehmer im Ohr, eine gefühlt bessere passive Dämpfung bei etwas leichterem Sitz und einen ähnlichen Klang.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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