APKMirror Installer verschwindet komplett aus dem Google Play Store

Das war ein kurzes Vergnügen: Gestern hatte ich noch darüber gebloggt, dass der APKMirror Installer für Android TV veröffentlicht wurde – schöne Lösung fürs Sideloading an etwa einer Nvidia Shield TV! Nun gibt es schlechte Nachrichten, denn die App wurde komplett aus dem Google Play Store entfernt. Das betrifft nicht nur die Version für Android TV, sondern auch die reguläre Android-Variante.

Die Begründung von Google, welche die Entwickler erreicht hat, hängt mit der Möglichkeit zusammen Apps via APKMirror Installer zu installieren, wie der Name eben schon sagt.

Mal sehen, die Entwickler wollen der Entscheidung widersprechen. Eventuell kehrt der APKMirror Installer dann also noch zurück. Der aktuelle Status ist jedoch, dass die App nicht mehr über den Play Store zu beziehen ist.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. Ich glaube mal nicht, daß die APK zurückkommt. Hat einen einfachen Grund für Google „Sicherheit“ . Der eigene Store hat eben „PlayProtect“. Dies greift eben nicht wenn man eine APK von APK-Mirror installiert.

    Ob die APK´s von Mirror nun unsicherer sind als die vom Playstore ist glaub müßig zu diskutieren. Fakt ist hier geht es mal wieder um das Prinzip.

    • Der Grünther says:

      Der Grund warum APK nicht mehr verfügbar ist hat mit der Sicherheits nichts zu tun, Google möchte einfach, wie Apple, auch was vom Kuchen abhaben 😉 F-Droid kannst du auch nicht über den PlayStore laden und die ganzen anderen Alternativen für den PlayStore auch nicht soweit ich weiß.

      • Von welchem Kuchen denn?
        Mir ist bisher bei APK Mirror noch keine App untergekommen, für die ich zahlen müsste/sollte.
        Und kostenlose Apps kann ich mir eben von einigen Quellen holen, unter anderem auch von APK Mirror.

    • Richard Rosner says:

      PlayProtect scant even nicht nur Apps aus dem PlayStore. Nach meiner Erfahrung scannt es alle Apps. Denn insbesondere bei Apps aus Drittquellen ist das relevant, da diese nicht unbedingt Googles Bumper durchlaufen haben.

  2. Gut, dass man APKs einfach per Sideload installieren kann – in diesem Fall eben APK Mirror. Von daher ist es zwar doof, aber nicht schlimm, dass sie aus dem PlayStore geflogen sind.

  3. Wirklich überraschend ist das jetzt aber auch nicht. Und insgesamt werden es nur wenige vermissen. Die meisten wissen nicht einmal, dass es sowas gibt, und die, die sich etwas besser auskennen, werden sich anders zu behelfen wissen.

  4. Jonas Müller says:

    Die Richtlinien von Google finde ich in diesem Punkt schon richtig frech:

    „4.5 Sie dürfen Google Play nicht dafür nutzen, Produkte zu vertreiben oder zur Verfügung zu stellen, deren Zweck darin besteht, den Vertrieb von Softwareanwendungen und Spielen für Android-Geräte außerhalb von Google Play zu ermöglichen.“

    Man darf also keine Konkurrenz zu Google Play im Play Store veröffentlichen – und das bei 80%+ Marktanteil. Gleichzeitig wird man beim Sideloading mit allerlei Warnmeldungen abgeschreckt und darf nicht mal die selben APIs nutzen wie der Play Store (z. B. Autoupdates ohne Bestätigung). Für mich ist das eine Ausnutzung der Monopolstellung.

    Aus diesem Grund wünsche ich Epic viel Glück beim Kampf gegen Google & Apple.

    • Richard Rosner says:

      Natürlich darf im PlayStore keine App veröffentlicht werden, die selbst Apps installieren kann, welche nicht von Google überprüft wurden. Sonst könnten sie gleich Bumper und PlayProtect einstellen und alle Apps zur Verfügung stellen, die eingereicht werden. Und natürlich muss man den Nutzer auf die gefahren hinweisen, die entstehen, wenn man Drittquellen für eine App erlaubt.
      Das einzige wo man dir Recht geben könnte, wäre die Nutzung von Auto Updates. Aber da eine Lösung zu finden, die es Stores ermöglichst, die aber nicht viel zu einfach von bösartigen Apps ausgenutzt werden kann, dürfte nicht gerade einfach sein. Aber alles andere hat nichts mit Missbrauch der Marktmacht zu tun. Man kann problemlos Apps aus Drittquellen installieren, in Gegensatz zu iOS auch für unbegrenzte Zeit. Aber natürlich ist es die Pflicht von Google als Hauptentwickler von Android auf mögliche gefahren hinzuweisen

      • naja, also wenn google das Installieren von APKs zulässt, dann sehe ich keinen Grund, warum man Drittanbieter-Appstores verbieten sollte.

        Auch da würde dann eine entsprechende Warnhinweis-Orgie den Nutzer auf sein Handeln hinweisen können. Zusätzlich könnte Google im Konto eine Art „flag“ setzen, dass diese App nicht vom PlayStore kam. (würde ich an deren Stelle sogar noch analysieren, welche Apps Nutzer besonders häufig fremd-besorgen und mir dann überlegen warum sie das tun).

        • „naja, also wenn google das Installieren von APKs zulässt, dann sehe ich keinen Grund, warum man Drittanbieter-Appstores verbieten sollte.“

          Drittanbieter-Stores sind nicht verboten. Kannst dir F-Froid, den GalaxyMarket oder welchen auch immer installieren. Nur eben nicht über den Google PlayStore, teils um die Sicherheit zu gewährleisten, teils sicher auch um mehr Profit machen zu können. Nur – und das ist der glasklare Unterschied: Bei Android DARFST und KANNST du alternative Stores instlalieren – iOS verbietet und unterbindet genau das.

          • Es gibt einen kleinen Unterschied zu zum Beispiel F-Droid: Die Apps von APK Mirror lassen sich alle über den Play Store updaten, das ist bei F-Droid nicht der Fall.
            Die meisten User werden APK Mirror nicht mal kennen. Die User, die damit was anfangen können, wissen sich zu behelfen.
            Für Android TV/Fire TV wäre es mit der App ein wenig bequemer, aber die User wissen eben auch, wie man sich anders behelfen kann. Ging ja vorher, wenn auch etwas umständlich, auch.
            Im Grunde ändert sich doch nichts.

          • Was hat das eine jetzt mit dem anderen zutun? Man muss einfach mal aufhören, iOS und Android in eine Kiste zu werfen. iOS ist ein exklusives nicht offenes Betriebssystem allein für Apple-Devices (iPhones und iPads). Android ist ein quelloffenes Betriebssystem. Niemand ist gezwungen die Play Dienste und den Play Store zu nutzen. Wenn er es tut, sind die vertraglichen Regelungen allerdings recht identisch (wenn auch nicht gleich).
            Immer dieses „Mimimi“ alá „Immerhin geht das, bei iOS aber nicht“. Man kauft sich ein iPhone WEGEN iOS. Genauso wie man sich ein MacBook wegen macOS kauft und nicht um darauf Windows als Standardsystem laufen zu lassen. Der Kunde entscheidet sich in der Regel bewusst für iOS.
            Auf die Idee, alternative Stores nutzen zu wollen, kommen wohl die wenigsten iOS-Nutzer… Wobei das unter Android nicht anders sein dürfte. Ottonormal wird seine Apps aus Play Store ziehen und aus Sicherheitsaspekten ist es wohl auch besser, dass er die Pfoten vom Sideload von Apps lässt.

          • Hast Du das schonmal probiert? Ich habe zwei Alternative Stores. Beide sind nicht in der Lage, einfach mal mehrere Apps zu aktualisieren, weil Google überall Warnmeldungen und Rückfragen vorgeschaltet hat. Wer soll denn so einen Store benutzen? Selbst root hilft hier nicht!

            Weiterhin ist es nicht möglich, Spitzelsoftware wie PlayProtect KOMPLETT zu deaktivieren.

            Denen geht es nur um Kohle. Sonst gäbe es irgendwo einen Knopf, das abzuschalten. Wenn ich das schon höre — „Malware“. Die ganze normale Werbe-Tracker-Verseuchten Standard-Apps im Store sind eine schlimmere Seuche als alle Malware zusammen.

            • Also Aurora Store schafft es mit root mehrere Apps zu installieren/aktualisieren ohne irgendwelche Meldungen von Google afaik.

              • Android 10? Nein. Es gibt keine Fortschrittsanzeige, und jede Installation muss einzeln aus dem Notifier heraus bestätigt werden. Mit root.

                Es gibt irgendwo eine Installer-Lib, die man sich mit Magisk in den Kernel patchen kann, damit geht das. Das ist mir zu heiss. Und genau das will Google.

                • Richard Rosner says:

                  Du verstehst das etwas ganz falsch. Magisk ändert nichts an Kernel. Es du meinst wird das gleiche sein, was es für F-Droid gibt. Eine Helper App, welche nach /system/priv-app installiert wird. Nur Apps, die dort liegen, können solche Funktionen erfüllen wie das automatische aktualisieren von Apps ohne Nachfrage. Alles andere ist nicht möglich und das ist auch gut so

                  • Das ist überhaupt nicht gut so.

                    Jede Funktion des OS muss ersetzbar sein. Es muss möglich sein, den PlayStore zu löschen, durch sagenwirmal F-Droid zu ersetzen, und F-Droid hat die gleichen Rechte und Zugriffe wie der PlayStore, den er ersetzt.

                    Ohne root, versteht sich.

                    Der Vendor des Ökosystems darf nicht mehr Rechte haben als alle anderen Apps auch. Das gilt auch (und gerade!) für Integrationsprüfungen wie PlayProtect. Das muss komplett abschaltbar und ersetzbar sein — und es ist weniger eine technische als eine gesetzgeberische Aufgabe, dass z.B. Bezahlapplikationen oder Netflix keinerlei Features verweigern dürfen.

                    Generell müssen wir komplett weg von Ökosystemen und Vendor-Stores, zurück zu „ich lad mir das runter und installiere es mir mit Admin-Rechten“, wie wir das früher immer hatten.

                    • Ergänzung, weil missverständlich:
                      > Ohne root, versteht sich.
                      …sollte heissen: Man hat selbstverständlich sowieso schon ab Werk root-Rechte, aber sie dürfen nicht nötig sein, um das System zu modifizieren. Ich muss ab Werk eine Google-App komplett löschen und etwas gleich mächtiges installieren können, ohne erst irgendein Unlock-/Wipe-Procedere durchlaufen zu müssen.

                    • Richard Rosner says:

                      Das kannst du gerne machen, wenn du dir eine Custom ROM installierst. Alles andere ist unverantwortlich und sollte auch gesetzgeberisch nicht geändert werden.
                      Die Sicherheit der Nutzer muss nun einmal Priorität haben und 95%+ aller Nutzer sind nicht in der Lage dafür zu sorgen. Das hat Windows sehr viele Jahre lang eindrücklich bewiesen.
                      Und Appentwickler können nicht einschätzen, ob sie es mit einem Nutzer zu tun haben, der sich auskennt oder einem durchschnitts-DAU. Von daher ist die praktikabelste Lösung bei den bisherigen umwegen zu bleiben. Denn das eine schädliche Anwendung auf einem halbwegs modernen Gerät es schaffen wird, root systemless zu installieren und auf diesem Weg auch Änderungen am System vorzunehmen ist praktisch ausgeschlossen oder zumindest extrem unwahrscheinlich. Und wenn du das gemacht hast, kannst du all das machen ohne nennenswerte Nachteile. Und ca 99% aller Apps laufen auf jeden Fall trotzdem weiter.

                      Wenn du Admin auf deinem Gerät sein willst, wirst du dich mit dem PinePhone und ähnlichem zufrieden geben müssen. Beschwer dich dann aber nicht, dass da praktisch keine Apps laufen

                    • Das einzige, was die „Sicherheit der User“ nachhaltig gefährdet, ist die Hoheit der Hersteller über die Geräte. Wie kann man nur so dämlich sein und auf das „Sicherheits“-Gefasel von Apple und Google reinfallen. Was völlig legal an Trackern und Spyware in normalen Apps enthalten ist schlägt jede Malware.

                      Ach, ich vergass… wenn es in den AGB steht, dann ist es ja nicht mehr Spyware, sondern optimierte Einkaufsberatung…

    • Google will keinen Laden im Laden. Das ist verständlich. Schliesslich hat man den eigenen Laden erfolgreich aufgezogen. Stell dich mal mit deinem Würstchenstand ins nächste Restaurant und warte, was der Wirt dazu sagt.

  5. Mal vor Monaten benutzt, weil man irgendwie nur noch so die Apps von deren Seite runterladen konnte. Die war ja gräßlich und dann diese penetrante Werbung.

    • Richard Rosner says:

      Das ist nicht ganz richtig. Die App braucht man ausschließlich für apkm Dateien. Nicht für apk Dateien. Apkm ist das eigene Format der Seite, um App Bundles auszuliefern. Und viele Apps sind nur noch als Bundles to finden. Aus nicht zufriedenstellend geklärten Gründen greift man hier auf ein geschütztes Archivformat zurück, statt simple zip Dateien.

      Allerdings ist die APKMirror App nicht die einzige, die damit umgehen kann. Mindestens „App Manager“ von AndroidDeveloperLB kann dieses und viele andere Formate von App Bundles. Dad Problem ist nur, hier kann man nicht festlegen, welche der Splits installiert werden sollen.

  6. Dann könnten sie ja jetzt ihre App zu einem vollwertigen Store umgestalten, wenn sie ohnehin nicht mehr hr auf die Regeln des Play Store achten müssen.

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