Anker Apex: 12-in-1-Thunderbolt-4-Dock angeschaut

Anker hat vor kurzem ein neues Thunderbolt-Dock vorgestellt, das sich zu den bisherigen Modellen gesellt, jedoch auf Thunderbolt 4 setzt und damit immer noch zu den ersten Zubehörteilen am Markt mit dem neuen Standard gehört. Das Gerät hört auf den Namen Apex und hat es auch auf meinen Schreibtisch geschafft.

Die Frage nach einem Dock stellt sich prinzipiell vor allem dann, wenn man keinen Desktop-PC, sondern ein Notebook als Hauptgerät einsetzt, das obendrein in diesem Fall zumindest mit Thunderbolt-Anschlüssen ausgestattet ist. In meinem Fall ist das ein 2020er MacBook Pro in 16 Zoll. Da Thunderbolt 4 nach unten kompatibel ist, ist das Dock dennoch nutzbar, auch wenn man dann nicht die volle Geschwindigkeit / Bandbreite von Thunderbolt 4 ausnutzen kann.

Eines vorweg: Das Anker Apex ist ein 12-in-1 Dock, das nicht gerade schlanke 300 Euro kostet. Wer also etwas für mal nebenbei sucht, der kann vielleicht hier schon aufhören zu lesen, denn wer in so einem Preissegment zu Hause ist, der wird sich höchstwahrscheinlich weniger mit dem Otto-Normalverbraucher, sondern mehr mit dem sogenannten Pro-User auseinandersetzen wollen. Was gibt es denn hier an diesem Dock so für Anschlussmöglichkeiten?

Das Anker Apex ist mit 1 x Thunderbolt 4 Upstream-Port (90W, 40 Gbps), 1 x Thunderbolt 4 Downstream-Port (15W, 40 Gbps, 8K@30Hz), 1 x USB-C Power Delivery Port (20W, 10Gbps), 2 x HDMI-2.0-Ports (4K@60Hz), 1 x Ethernet-Anschluss (GigaBit), 1 x Speicherkartensteckplatz (SD 4.0 UHS-II), 1 x 3,5mm AUX-Eingang, 2 USB-A-3,1-Gen2-Ports (5V/0.9A, 10Gbps) sowie 2 USB-A-2.0-Ports (5V/0.5A, 480 Mbps) ausgestattet.

Schade, dass man hier „nur“ auf HDMI 2.0 setzt, 2.1 wäre sicherlich schöner gewesen. Einen DisplayPort-Anschluss gibt es nicht, da müsst ihr mit dem Thunderbolt-Anschluss operieren.

Das Netzteil ist 120 Watt stark und treibt das kleine Dock an, sorgt gleichzeitig dafür, dass ihr sowohl einen Laptop mit maximal 90 Watt als auch beispielsweise ein iPad mit 20 Watt laden könnt. Hier wird der Laptop-/MacBook-Besitzer vielleicht das erste Mal aufhorchen, denn größere Laptops kommen nicht selten mit einem 100 Watt starken Netzteil. Kann man das Ding dann trotzdem an einem MacBook 16″ betreiben? Kann man, denn 90 Watt reichen in der Regel im gemischten Betrieb locker aus.

Anker Apex 12-in-1 Thunderbolt 4 Dock Ladestation, 90W für Laptop, 20W Power Delivery, 8K Anzeige,...
  • KOMPATIBILITÄT: Funktioniert mit Windows 10 Laptops, die mit einem Thunderbolt 4 Port (Intel Evo Plattform) ausgestattet sind, sowie mit MacBooks ab macOS 11 (Big Sur). (Nicht kompatibel mit Linux...
  • SMART ERWEITERT: Ausgestattet mit einem Thunderbolt 4 Upstream-Port, einem Thunderbolt 4 Downstream-Port, einem USB-C Power Delivery Port, 2 HDMI Ports, einem Ethernet-Anschluss, einem...
  • NEED FOR SPEED: Gönn dir mit einem 15W Thunderbolt 4 Port und einem 20W USB-C Power Delivery Port enorme Ladeleistung für deine Smartphones und Laptops von bis zu 90W. Genieße gleichzeitig...

Solltet ihr mal eine ordentliche Session mit anspruchsvollen Rendering oder Spielen planen, könnte das Ganze dann schon wieder anders aussehen, denn da kann so ein MacBook oder Gaming-Laptop schon seine 100 Watt ziehen, würde dann also auch auf den Akku ausweichen und dort Strom konsumieren. Wer will, kann das Dock übrigens auch stehend betreiben, dazu muss aber separat noch ein Fuß gekauft werden. Bei dem Preis ist das schade. Schade ist auch, dass das mitgelieferte Thunderbolt-4-Kabel nur 70 Zentimeter lang ist und damit unter Umständen zu kurz, um den Schreibtisch so einzurichten, wie ihr das möchtet. Bedenkt das am besten direkt beim Kauf und legt euch noch etwas Längeres zu.

Angeschlossen wird der Laptop übrigens vorn, was mich persönlich beispielsweise schon mal nicht wirklich begeistert, denn dann steht da permanent das TB4-Kabel nach vorne ab, um dann wieder nach hinten zu gehen, wenn ihr das Dock beispielsweise rechts und den Laptop links in einem Ständer habt. Ich mag keine Kabel auf dem Schreibtisch, daher ziehe ich diese meistens hinten am Tisch entlang, dorthin, wo ich sie brauche.

Ich hatte schon erwähnt, welche Anschlüsse vorhanden sind, aber noch nicht wie diese neben dem TB4-Upstream-Port (Laptop) verteilt sind. Vorn finden sich neben dem Power-Button ein USB-C-Anschluss mit Power Delivery (20 Watt), der Kopfhöreranschluss und ein SD-Karten-Slot. Cool wäre gewesen, wenn Anker darüber noch einen Leser für Mikro-SD-Karten platziert hätte. Hat man aber gelassen.

An der Rückseite sind die zwei HDMI-2.0-Anschlüsse, der TB4-Downstream-Port, der Gigabit-Anschluss und die vier USB-A-Anschlüsse. Ich hätte gerne einen der USB-A-Ports vorn gesehen, da gerade USB-Sticks noch oft USB-A verwenden und vorn angeschlossen werden. Keine Ahnung, ob ich der Einzige mit derartigen Gedankengängen bin, aber es wäre vorteilhaft gewesen. So fummelt man den Stick hinten in das Dock, besonders intuitiv ist das nicht.

In puncto Funktionsweise konnte ich mich während des Ausprobierens nicht beklagen. Schnell und stabil, so wie man das erwartet. Das Dock tat wie erwartet seinen Dienst und bietet dem Anwender eine Menge Möglichkeiten. Der echte Pro mit größeren Video-Dateien oder anderen Files, die es zu transportieren gilt, will wohl auch lieber 10 Gbit statt 1 Gbit beim Netzwerk-Anschluss sehen.

Man ist zwar zukunftsträchtig unterwegs aber mit einem Auge Richtung HDMI 2.0 und dem besagten Gigabit-Ethernet-Anschluss ist das Ganze dann doch etwas komisch. Kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass die Kombi der neueren Anschlüsse nicht mehr oder nicht richtig mit Thunderbolt 4 funktioniert hätte.

Es gilt zu beachten, dass ihr kein M1-Notebook von Apple anschließen könnt und auch Laptops mit Ryzen-CPU gehen aus Ermangelung von Thunderbolt leer aus. So oder so reicht das Teil locker für viele Nutzer aus und wird seine Abnehmer finden. 300 Euro sind dennoch nicht gerade wenig und es gibt in dem sehr großen Bereich unter dieser Marke eine Menge Alternativen.

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11 Kommentare

  1. Christian says:

    Warum geht kein M1-MacBook?

  2. Das teil funktioniert auch an einem Macbook mit M1!!!

  3. Es funktioniert mit Macbook M1 und mit Intel. Nur am M1 ist das Ansteuern von zwei Monitoren über USB-C oder nur über HDMI gleichzeitig nicht möglich. Aber wenn man ein Monitor mit USB-C ansteuert und den anderen über HDMI müsste es funktionieren, laut diverser Berichte im Internet.

    Ich hatte das Anker, aber fand im Vergleich zu den drei anderen Mitbewerbern es schlecht 2 USB-C gegen 2 HDMI auszustauschen, weil die USB-C-Slots sind versatiler!

    Aber zu den anderen 3 TB-Docks die haben auch die gleichen Negativen Dinge wie der hier. Es macht für mich einfach keinen Sinn das Laptop-Kabel vorne reinzustecken!

    Ich habe das Razer Thunderbolt 4 Dock im Test und bin unzufrieden mit den Geschwindigkeiten aber vor allem mit der Energieversorgung, wenn man z.b. eine externe Festplatte andockt! Ich musste erst den Monitor und alles andere abstöpseln, Festplatte einstöpseln und danach erst Monitor etc…. Finde ich unstabil. Da der Kensington und OWC-Dock fast gleich sind zu diesem Razer Dock habe ich mich entschieden, das Dock von Razer zurückzusenden, da es noch nicht ausgereift ist. Ich warte auf weitere TB4-Docks im Markt und dann entscheide ich mich für eins, dass wirklich gut ist und nicht so unausgereift. Vielleicht ein Caldigit TB4 Dock, welches noch nicht angeboten wird.

    Finde die Beiträge hier immer super toll! Auch wenn mich das mit Stadt-bremerhaven immer ein wenig wundert. Aber schätze die Beiträge sehr.

    • Ich habe hier das OWC Thunderbolt 4 Dock, das ist ähnlich wie das Caldigit, hat 3+1 TB4 Ports und kostet rund 230 EUR. Zu finden unter anderem bei Cyberport.

      • Für mich sieht die das OWC TB4 Dock und Kensington SD“irgendwas“ Dock genau gleich aus mit dem Razer TB4 Dock. Daher bin ich bisher davon ausgegangen, dass die die selbe Technik verwenden. War das eine Fehlannahme?

  4. 70cm Anschlusskabel ist doch endlich mal eine ordentliche Länge, wenn man sieht, was andere Hersteller liefern.

    Mein aktuelles Dock hat zweimal USB-C mit 20cm Länge, somit bin ich gezwungen, das Dock inkl. sämtlicher Anschlusskabel für Monitor, Netzwerk usw auf dem Tisch zu legen, was mich total nervt.
    Das da Teil aber im Betrieb extrem warm wird, ist es dort denke ich sogar besser augehoben, als im Kabelkanal unterm Schribtisch.

    • Nimm doch ein USB Verlängerungskabel. Hab ich bei meinen Hub auch gemacht und funktioniert einwandfrei

  5. Zitat: „Da Thunderbolt 4 nach unten kompatibel ist, ist das Dock dennoch nutzbar, auch wenn man dann nicht die volle Geschwindigkeit / Bandbreite von Thunderbolt 4 ausnutzen kann.“

    Das stimmt so nicht! Thunderbolt 3 und Thunderbolt 4 haben die exakt gleiche Bandbreite und somit Geschwindigkeit.

    Übrigens habe ich nicht verstanden, warum man 300 EUR für ein TB4 Dock ausgibt, das nur einen nutzbaren TB4 Port hat (abseits des Upstream Ports). Es gibt „richtige“ TB4 Docks und Hubs für weniger Geld, die 3 TB4 Ports (plus Upstream Port) haben. SIehe z.B. OWC, CalDigit etc.

  6. Hat jemand das ganze schonmal mit einem Surface getestet – in meinem Fall dem Surface 7 Pro?
    Hier ist die Kompatibilität zu anderen Marken meistens eher gering.

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