Android Verteilung: Nougat kann Anteil mehr als verdoppeln, Lollipop immer noch führend

Die von Google veröffentlichte Android-Verteilung führt einem Monat für Monat vor Augen, wie es um die Updatefreudigkeit der Hersteller bestellt ist. Das wirft meist kein gutes Licht auf die Hersteller, die jetzt erst so langsam beginnen, ältere Smartphones aus Android 7.0 Nougat zu bringen. Und es gibt immer noch Hersteller, die neue Smartphones mit Android 6.0 Marshmallow veröffentlichen. Das ist nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern sorgt eben auch dafür, dass plötzliche noch mehr Geräte mit einem älteren System in Umlauf sind.

Aber schauen wir einmal auf die Zahlen. Android 7.x Nougat kam in der ersten März-Woche insgesamt auf 2,8 Prozent, wobei Android 7.1 gerade einmal 0,4 Prozent ausmacht. Dennoch bedeutet dies mehr als eine Verdoppelung des Nougat-Anteils im Vergleich zum Vormonat, in dem ein Anteil von 1,2 Prozent erreicht wurde.

Android 6.0 Marshmallow hat ebenfalls zugelegt. 31,3 Prozent der Geräte, die den Google Play Store Anfang März besuchten, waren mit dieser Android-Version ausgestattet. Zum Vergleich: Im Vormonat waren es 30,6 Prozent.

Wenn Anteile gewonnen werden, muss es auch irgendwo Verlierer geben – und so ist es bei Android 5.x Lollipop auch der Fall. 32,5 Prozent sind es in diesem Monat, 32,9 Prozent waren es im letzten Monat. Gut möglich, dass Marshmallow nächsten Monat schon stärkste Kraft wird.

Einen relativ großen Anteil hat auch Android 4.4 KitKat mit 20,8 Prozent. Im Vormonat waren es noch 21,9 Prozent. Android Jelly Bean (4.1.x, 4.2.x, 4.3) kommt noch auf 10,6 Prozent, ebenfalls weniger als im Vormonat mit 13,3 Prozent. Zu guter Letzt kommen die mittlerweile nicht mehr unterstützten Versionen Ice Cream Sandwich und Gingerbread jeweils auf 1 Prozent.

Was weiterhin nicht in der Liste auftaucht: Android 7.1.1 Nougat. Liegt daran, dass Google nur die Versionen listet, die mindestens 0,1 Prozent erreichen…

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Christoph says:

    Dass noch ein Drittel der Geräte auf Android 4.4 und älter festhängt, ist doch die eigentliche Kernaussage.

  2. Erbärmlich

  3. Das ewige Fragmentierungsproblem das immer schlimmer statt besser wird. Zumal demnächst Android O ansteht…

    Die Hersteller verdienen nun mal nichts mit dem updaten der Geräte, sondern nur mit dem Verkauf neuer. Einen Vorwurf kann man ihnen deswegen nicht mal machen, sie denken nur wirtschaftlich. Die Fragmentierung wird man meiner Ansicht nach nur lösen können, wenn Android seinen Open Source Charakter aufgibt.

  4. Nougat hat meine Tweedle-App gekillt. Danke dafür. Nicht.

  5. Die Nougat Verteilung ist wirklich erbärmlich, wenn man bedenkt das es die 7-er eigentlich schon seit August 2016 gibt.
    Habe nun kurz entschlossen ein iPhone 7 gekauft u. Samsung und Co. den Abstinenztritt verpasst. Damit kann ich wohl beruhigt die nächsten 3 Jahre leben.

  6. Wayne.

    Die weit überwiegende Masse interessiert es nicht einmal, welche Androidversion sie haben, solange noch alle Apps laufen, und das tun durch die Play Dienste auch die meisten Apps noch für alle Geräte ab 4.1.x.
    Sicherheitslücken?
    Wir wissen spätestens seit Snowden, mindestens jedoch seit den neuesten CIA-Leaks, dass jeder, der es nur irgendwie möchte, auf sämtliche Geräte kommt. Da werden Lücken genutzt, von denen weiß außer den Betreffenden noch niemand etwas überhaupt, geschweige denn die Hersteller.
    Also kann einem die Fragmentierung bei Android mittlerweile TOTAL egal sein …

  7. Christoph says:

    @NickS: Stimmt. In der Praxis interessiert es kaum jemanden, dass er eine veraltete Version hat. Gemeckert wird höchstens wenn Apps nicht mehr laufen. Bei den neuen Versionen fehlt aber irgendwie immer auch das „Killerfeature“, das man unbedingt haben möchte.

  8. NickS: Nee, kann einem eben nicht einfach egal sein. Denn es ist ein Unterschied ob meine Geräte nur ungepatchte Zero-Day-Lücken hat oder ob bekannte Lücken auf den Geräten drauf sind.
    Gerade Nutzer mit älteren Gerätetypen dürfte das treffen – und für die ist das drängendste Bedrohungsszenario nicht ein Abhören durch dia NSA sondern Phishing- und Drive-by-Angriffe.

  9. Sieht doch gar nicht so schlecht aus, daß über die Hälfte der Anwender ein modernes Android nutzt, und das zähle ich mal ab 5.1, als das Material Design erstmals rund lief und der Umstieg auf 6.0 ähnlich wenige Änderungen zu bringen schien, wie von 7.0 auf 7.1 – angesichts dieser Schwemme billiger Geräte, die niemals Updates bekommen, ist das gar nicht so schlecht, wenngleich seitens Google selbstverständlich noch optimierbar…

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