Android: So setzt Google die EU-Vorgabe für Standard-Suche und -Browser um

Wir hatten es schon einmal als Thema: Google muss Nutzern in der EU einen Auswahlbildschirm zeigen, damit diese sich für eine Such-App und einen Browser entscheiden können. Erinnert euch irgendwie an Windows? Richtig. Und so wird der Spaß aussehen:

Diese neuen Bildschirme werden angezeigt, wenn ein Benutzer nach Erhalt eines bevorstehenden Updates zum ersten Mal den Google Play Store öffnet. Es erscheinen zwei Bildschirme: einer für Suchanwendungen und einer für Browser, die jeweils insgesamt fünf Anwendungen enthalten, einschließlich der bereits installierten. Apps, die nicht bereits auf dem Gerät installiert sind, werden aufgrund ihrer Beliebtheit aufgenommen und in zufälliger Reihenfolge angezeigt.

Benutzer können auf diese Weise beliebig viele Apps installieren. Wenn eine zusätzliche Such-App oder ein Browser installiert ist, wird dem Benutzer ein zusätzlicher Bildschirm mit Anweisungen zur Einrichtung der neuen App angezeigt (z.B. Platzieren von App-Icons und Widgets oder Einstellen von Standardeinstellungen). Wenn ein Benutzer eine Suchanwendung vom Bildschirm herunterlädt, wird er auch gefragt, ob er beim nächsten Öffnen von Chrome die Standardsuchmaschine von Chrome ändern möchte, so Google.

Die Bildschirme werden in den nächsten Wochen eingeführt und gelten sowohl für bestehende als auch für neue Android-Smartphones in Europa.

 

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caschy

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11 Kommentare

  1. Versteh ich nicht. Außer Qwant sind das im ersten Screen doch auch alles Browser. Wenn zwei Screens kommen und man wählt jeweils was aus hat man am Ende schlechtestenfalls drei Browser auf Chrome Basis und Google Search. 😀

  2. Wenn ich mir ein VW kaufe (ich werde mir nie ein VW kaufen, aber mal angenommen), dann will ich mir auch aussuchen konnen, beim ersten Mitorstart ob ich Diesel, Benzin, lpg, cng, Strom, h2o tanken will. Was ein Schwachsinn! Die EU wird langsam zum einen Affenzirkus!

    • Ja, furchtbar. Da macht die EU was gegen ein Monopol. Was ein Affenzirkus. Und wenn jemand, wie ich, weiterhin Google nutzen will, muss ich zwei mal auf einen Knopf drücken. Frechheit von der EU.

      Vielleicht bist du zu jung dafür, aber damals, in den 2000ern, gab es das unter Windows auch. Den Internet Explorer nutzt heute kaum noch jemand, damals hatte er ein quasi Monopol.

      Aber wir wissen ja : das beste, was in einer Marktwirtschaft passieren kann, sind Monopole. Und nein, es ist nicht so, dass jetzt schon jeder Depp selbst einen anderen Browser installieren kann. Ob du es glaubst oder nicht, die meisten Menschen sind dazu tatsächlich nicht wirklich in der Lage.

      Aber hey, immerhin mal wieder ein bisschen EU-Bashing betrieben.

      (Sage ich, als zufriedener Nutzer von Chrome und Google)

      • Née, dafür bin ich nicht zu jung. Habe es bei Windows miterleben dürfen. Und was hat es jetzt bewirkt? Jetzt hat Chrome Monopol und nicht der Internet Explorer. Soll die EU es wieder regeln? Lass doch den Markt regeln. Freie Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage. Der regelt sich schon von alleine. Der Chrome ist dazu noch der sicherste Browser. Wenn jemand Paranoia hat, dann soll er sich ein Aluhut aufsetzen und hoffen dass bald wieder Mittelalter kommt.

        Die Leute die keinen Browser installieren können muss man schulen oder den Computer verbieten. Mein Vater ist bald 60 und er kann sich ein Browser installieren, er besitzt ein iPhone und ein Android Tablet. Nein er hat nicht studiert, ist Hausmeister. Und?
        Wegen wenige, die ihr Hirn nicht nutzen, alles ins Internet stellen, Facebook, Instagram und Co. und sich hinterher wundern. Oooh, warum sind jetzt alle Fotos weltweit von mir unterwegs, wie kann dass denn passieren.

        Die letzten Dinosaurier die nicht verstehen wie die moderne Welt funktioniert sitzen in der Politik. Die jetzige Generation soll man schon in der Schule unterrichten. Aber das kriegen die Politiker auch nicht hin, denn Schule ist Ländersache. Wollen was EU weit durchsetzen, bekommen aber nicht mal ein Land unter Kontrolle.

        Und ja ich habe was gegen die EU und die Politik von heute. Weil jahrelang am Volk vorbeiregiert wurde/wird. Wir wählen die Politiker damit diese UNSERE Interessen vertreten! Und dass was derzeit abgeht ist Diktatur!

        • Yo, die EU ist eine Diktatur. Träum weiter. Oder schau dir mal die Diktaturen dieser Welt an. Da gibt es keine Opposition. Da kann man nicht so einfach schreiben „Affenzirkus [Land deiner Wahl]“ – dafür gibt’s direkt Druck vom Staat. Sei froh, dass du das hier darfst: Deine Kritik frei äußern, egal wie schwachsinnig deine Aussagen sind. In der Demokratie, in der wir Gott sei Dank leben, musst du aber auch ertragen wenn die Mehrheit anderer Meinung ist und eine andere Partei wählt als du. Statt von angeblicher Diktatur zu jammern.

          Ach ja, sei froh, dass die EU deine Rechte als Konsument stärkt und dann einschreitet, wenn die Marktmacht eines Unternehmens zu groß ist und von ihm missbraucht wird.

          • Ich bin froh hier leben zu dürfen. Habe nie das Gegenteil behauptet.

            Die Demokratie die wir haben, ist keine 100%ige Demokratie. Was ist wenn ich CDU wählen will aber nicht die Merkel? Richtig, geht nicht. Warum nicht? Weil dass andere entscheiden wer oben sitzen darf.
            Wurde je einer von uns gefragt ob wir den Euro wollen, die Energiewende, DSGVO oder diesen Artikel 13 der jetzt 17 ist? Nee, keiner von uns wurde gefragt. Tolle Demokratie.
            Ich gebe dir Recht. Diktatur war übertrieben von mir. Aber du musst auch einsehen dass überall da, wo der Staat regelt, nichts bei rauskommt. Der beste Beispiel derzeit die Banken. Bundesbank geht an der Börse so runter. Commerzbank aus dem DAX geflogen. Jetzt werden diese fusionieren. Und dann? Wenn zwei kranke ein Kind zeugen, was kommt dabei raus? Bankenstresstest eingeführt, frage mich wieso Italien kurz vor der pleite steht? Bewirken die Regulierungen nichts oder wie?
            Man muss die kleinen Unternehmen mehr entlasten. Dann können diese auch wachsen, dann bekommen die Riesenkonzerne aus USA auch Konkurrenz aus Europa. Versuch mal als Firmengründer Geld von der Bank zu bekommen. Kannst voll vergessen. Das Risiko ist für die Bank zu groß. Vom Staat vorgeschrieben, wie hoch das Risiko sein darf.

            Es wird noch schlimmer kommen. Z. B. Der uploadfilter. Wer soll das in der EU anbieten? Da wird Google oder Facebook ein Dienst anbieten der das überwacht. Dann wird wieder rumgemeckert. Großkonzerne aus USA überwachen uns. Oder glaubst du jemand wird diesen Blog manuell überwachen? Geht garnicht, in einer Stunde muss das Kommentar gelöscht sein. Auch um drei Uhr nachts! Die Autoren hier sollen sich auf die Berichte konzentrieren und nicht auf die Terrorkomentare. Diese wollen auch mal Urlaub haben.

            Die Haßkommentare kommen daher dass die meisten Bürger merken dass die öffentlich rechtliche Sender nur Stuss melden. Und dafür zahlt jeder 200€ von uns im Jahr. Schon mal rechachiert was der Klaus Kleber bekommt? Mach das mal. Deswegen wird der Hass immer größer. (aber das ist eine andere Geschichte)

            Da fällt mir noch was ein. Altenpfleger, diese Berufsgruppe möchte den älteren von uns helfen besser durch das Leben zu kommen. Was auch vollkommen in Ordnung ist. Aber ein Altenpfleger muss 30% seiner Arbeitszeit mit Bürokratie verbringen, weil es wird alles vom Staat ja so gut geregelt und reguliert. Kein Wunder dass diesen Beruf kaum einer ausüben möchten.

            Einfach laufenlassen. Wenn die Bank pleite geht, dann geht diese halt pleite. Daraus wird eine neue Bank entstehen, diese wird die alten Fehler nicht mehr machen!

            • Ich kann es nicht ab, wenn irgendwer wieder mit der Selbstregulierung des Marktes kommt. Der Markt reguliert sich überhaupt nicht selbst. Er kennt kein friedliches Miteinander oder ein Gewissen. Der Markt fordert vielmehr Sklaverei oder Aufopferung und beziffert den Wert eines Lebens ganz rational.

              Wir haben eine soziale Marktwirtschaft, die sozialer sein könnte und darauf hinarbeiten könnte den Planeten zu erhalten. Wirtschaftsliberalismus hingegen beschränkt sich niemals nur auf den Aspekt der Wirtschaft. Im Gegneteil es entsteht Anarchie.

              Länder wie die USA oder Japan reiben an allen Ecken und Enden den Mittelstand und die einfachen Leute finanziell auf. Menschen nehmen für Bildung Hauskredite auf. Viele staatliche Sektoren werden privatisiert. Die Menschen arbeiten mehr, haben aber weniger Freizeit (Urlaub) und es gibt kaum Feiertage. Außerdem haben sie keine vernünftige Alters- oder Gesundheitsvorsorge und pro Stunde verdienen sie in vielen Fällen sogar weniger. Klar ist allerdings, dem reichen oberen Prozent geht es im selbstregulierten Markt enorm gut. Es hat mehr Mittel zur Verfügung, als es in 1000 Jahren je brauchen wird.Mit moderner autonomer Technik wird man sogar dafür sorgen können Millionen sich auflehende arme Schlucker liquidieren zu können oder frühzeitig wegzusperren.

              Tatsächlich ist man zu reich und beginnt die ansässige Demokratie vollkommen zu kontrollieren. Finanziert Wahlkämpfe, Lobbyismus, stellt die Mehrheit der Politiker. Heute existiert in vielen Nationen zwar kein Adel mehr, aber dafür adelt Geld jetzt. Wenn ich mir die Zustände anderer Länder so anschaue kann ich nur bemerken, dass wir in den vergangenen Jahrzehnte schon immer liberaler wurden, immer mehr privatisiert haben, immer mehr Kontrolle an die Wirtschaft abgaben und es der Mehrheit finanziell schlechter geht.

              Wir brauchen keinen liberaleren Markt. Bevor wir so wie in den USA leben, würde ich einem Regime nach chinesischem Vorbild eher zustimmen. Fakt ist, dass sich dort wo sich die Macht derzeit konzentriert, immer mehr Leuten klar wird, dass sie Demokratien nicht länger benötigen und diese zu chaotisch bzw. kostspielig sind und vermutlich künftig neue Herrschaftsstrukturen dank des Fortschritts etabliert werden können, bzw. teilweise auch millitärisch Durchsetzungsfähig sind.

  3. Bob (der andere) says:

    Na ja, wie soll’n ’se das auch großartig anders machen? Dem Gesetz ist wohl genüge getan.

    Mal ’ne andere Frage (OT):
    Wie ist eigentlich der Stand der Dinge von wegen vorinstallierte Google-Dienste auf Android-Geräten? Die Hersteller sollten da doch wohl für die Google-Dienste zahlen, wenn sie die werkseitig installieren wollen (es sei den man nimmt [wie bisher] alle Google Dienste zum Vorzugspreis von 0,00 $/€).
    Ich hatte ja gehofft, es kämen Geräte auf den Markt ohne Googles-Spy-Software.
    Aber offensichtlich traut sich kein Hersteller ein Gerät ohne vorinstallierten PlayStore zu bringen (und das theoretisch auch noch billiger)

  4. Äh, also dass iOS überhaupt gar keine Möglichkeit bietet den Standard Browser anzupassen (es ist immer Safari) ist für den Gesetzgeber kein Problem, aber Google welche die Wahl des Browsers erlauben wird nun gezwungen dies auf eine bestimmte Weise zu machen?

    Einfach nur unglaublich.

    • Das liegt daran, dass Google als Marktführer seine Marktmacht missbraucht. Apple verdient zwar am meisten Kohle, ist aber bei weitem kein Marktführer. Deshalb dürfen sie das. Das kannst du scheiße finden, aber so funktioniert das Wettbewerbsrecht.

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