Android Automotive OS soll Media-Apps und mehr bekommen

Android Automotive OS gibt es schon seit ein paar Jahren. Die Vision von Google ist es – so das Unternehmen selber -, ein sicheres und nahtlos verbundenes Erlebnis in jedem Auto zu bieten. Sie können diese Vision heute mit Android Auto sehen, das es Millionen von Nutzern ermöglicht, Apps, die sie auf ihren Smartphones verwenden, in Autos zu integrieren.

Mit der Entwicklung der Display-Technologien und der zunehmenden Vernetzung von Autos gibt es für Entwickler noch mehr Möglichkeiten, „für innovative Fahrzeugerlebnisse zu bauen und ein neues Publikum zu erreichen„. Google behauptet, dass man schon kurz nach dem Start von Android Automotive OS eine steigende Nachfrage von Autoherstellern feststellen konnte.

Vor kurzem gab Polestar bekannt, dass sie ihr erstes Elektrofahrzeug (Polestar 2) mit Android Automotive OS ausliefern, und dies ist das erste von vielen, die kommen werden. Als die ersten Autos auf den Markt kamen, habe Google von Entwicklern, Anwendern und Herstellern „laut und deutlich“ gehört, dass der Konsum von Medien wie Musik oder Podcasts einer der wichtigsten Anwendungsfälle während der Fahrt ist.

Aus diesem Grund gab man nun bekannt, dass Medien-App-Entwickler in der Lage sein werden, neue Unterhaltungserlebnisse für Android Automotive OS und den Polestar 2 zu erstellen, beginnend mit der Google I/O. Mit einer Vielzahl von Bildschirmgrößen, Eingabemethoden, OEM-Anpassungen und regionalen Fahrsicherheitsrichtlinien ist die Erstellung von eingebetteten Anwendungen für Autos im Maßstab 1:1 ein komplizierter Prozess, den Entwickler selbstständig durchführen müssen.

Um diese Komplexität zu bewältigen, baue Google auf dem gleichen Android Auto Framework auf. Über die Medien hinaus benötigen die Benutzer laut Google die Fähigkeit, zu navigieren und mit anderen zu kommunizieren (über Anrufe, Nachrichten). Mit Android Automotive OS und dem Google Play Store wolle man es Entwicklern ermöglichen, Apps in diesen und anderen Bereichen zu erstellen. Auf der Google I/O werde man dementsprechend Sessions halten und Details zum neuen Android Auto zeigen, welches einen Android Automotive OS Emulator enthält.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. Und als nächstes. Absturz Android car bei 200km.

    • René H. says:

      Ja klar, aber das spielt keine Rolle. Es ist ja nur das OS des Infotainmentsystems. Wichtig ist nur, dass das Android auf der Headunit sauber getrennt ist vom sonstigsten Fahrzeug-Netzwerk.

    • Bei Android einen Absturz? Schon lange nicht mehr erlebt ehrlich gesagt. Lust wäre eher wenn es wie ein iPhone ausgeht wegen Überhitzung weil es in der Sonne geparkt wurde :D.

      Aber Spaß bei Seite, zu dem Thema gibt es irgendwo einen deutschen Test eines Teslas, bei dem der Autopilot bei 100+km/h abstürtzt. Betrifft aber, wie von René H. gesagt, nur das Infotainmentsystem, der Autopilot lief weiter und auch alle anderen Funktionen. Nach kurzem Neustart war das Infotainmentsystem auch wieder da. Schön ist etwas anderes und das sollte auf keinen Fall passieren, alleine schon, da es Fahrer ablenkt, aber solange das Infotainment vom „Fahrzeug-Netzwerk“ getrennt ist, ist das ganze nicht weiter kritisch. Hoffen wir nur, dass dies bei Android auch der Fall ist (gehe ich aber auch von aus).

  2. Ingo Podolak says:

    Wenn ich sehe wie oft das Navi bzw Entertainmentsystem in meinem Dienst Golf abstürzt ist Android Auto dagegen sehr sehr sehr viel stabiler.
    Mal abgesehen davon das Google Maps das bessere Navi ist.

  3. Klingt gut. Für die Autohersteller. Die können jetzt noch öfters neue Autos verkaufen, weil du nämlich alle zwei Jahre neue Software bekommen kannst… Wenn du das Auto drumherum mit kaufst.

    Ob von den Autoherstellern einer auf die Idee kommt, die für das Infotainmentgedöns notwendige Hardware modular zu gestalten, damit man bei zu alter Hardware diese einfach im DIN Schacht austauschen kann, wenn die aktuelle Hardware für die neuere Software nicht mehr ausreicht? Vermutlich nein. Falls doch, wird man von dem Geld, was das dann kosten wird, vermutlich einen Jahreskleinwagen bekommen können.

    Ich bin für meinen Fiat schon länger dran, zu überlegen, da eines von diesen China-Autoradios mit richtigem Android zu verbauen. Gibts teils recht günstig. Nur leider keine genauen Angaben, was da für Hardware (meist ist nicht mal der Hersteller der CPU benannt, oder die Menge des RAM) verbaut ist. Hätte den Vorteil, dass man mit dem richtigen Gerät auch weiterhin die Lenkradtasten verwenden kann, wenn man eins mit OBD Stecker nimmt. Und die können häufig sogar ein Bord-WLAN aufspannen, welches mit einer SIM Karte Internetzugriff bietet (mal ab von der dürftigen Infrastruktur hierzulande). Einen Media-Server könnte man auch drauf laufen lassen, damit die Kids auf langen Fahrten auch mal was auf dem Tablet an der Kopfstütze schauen können.

    Einige der Modelle haben sogar CAN BUS Unterstützung. Da kannste dann die dollsten Spielerein mit machen. Kenn wen, der hat sich sowas in seinen Golf gepackt und kann nun mit dem Blinker die Tracklist skippen. Man sollte natürlich wissen, was man tut, wenn man an den Steuercodes via CAN BUS herumspielt. Und ich glaube, der TÜV sollte das vielleicht auch nicht erfahren.

    • Wenn ich sehe wie lange ich bei Mercedes Updates zu echt kleinem Preis bekomme nach der Garantie… Sehe ich das Problem hier nicht. Und bei wirklich alten Autos dann? Wie du sagtest, Autoradios anderer Hersteller. Ich selbst würde hier zu so einer nordischen Firma greifen (letztens noch Werbung dafür gehabt), aber wüsste auch nicht was gegen „China Radios“ spricht. China ist ja nicht mehr das gleiche wie „Billige Qualität“ :).

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