Amazon Travel soll ab Januar 2015 Hotels vermitteln

Amazon ist eine der vielfältigsten Unternehmen, mit denen wir heute zu tun haben. Versandhändler, Content-Anbieter, Hardware-Hersteller – und bald auch Hotelvermittler? Skift berichtet, dass Amazon Anfang 2015 eine Hotel-Buchungs-Seite starten will. Die Amazon Travel Seite soll am 1. Januar online gehen und zu Beginn Hotels anbieten, die wenige Fahrstunden von New York, Los Angeles und Seattle entfernt sind.

amazon.de

Die Informationen über Amazon Travel stammen von drei Hoteliers, zwei haben bereits mit Amazon einen Deal abgeschlossen, einer ist noch in der Überlegungsphase, wird aber wohl auch teilnehmen, wie er sagt. Deshalb sind auch die groben Konditionen bekannt, die man als Hotelier akzeptieren muss, um bei Amazon Travel zu erscheinen. Amazon erhält für die Vermittlung 15 Prozent der Buchung, wobei dieser Anteil nicht in Stein gemeißelt sein soll.

Neben der Gebühr, die Amazon für Hotels erhebt, hat der Händler natürlich auch den Vorteil, den Kunden direkt das passende Zubehör für seine Reise anzubieten. So kann noch gezielter auf Produkte verwiesen werden, die vielleicht zur eben über Amazon gebuchten Reise passen.

Dass Amazon am Reisegeschäft interessiert ist, zeigen auch Stellenausschreibungen in Boston und New York. Hier sucht Amazon Manager für den Reisemarkt. Ob eine Ausdehnung auf weitere Regionen geplant ist, ist bisher nicht bekannt, Amazon verweigerte auch eine Stellungnahme zu dem Thema. Man darf gespannt sein, wie sich das entwickelt. Jede momentan erfolgreiche Firma strebt nach neuen Geschäftsfeldern, um weiter zu wachsen und einen möglichst großen Bereich an Kunden zu erreichen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Irgendwie macht mir sowas zunehmen „Angst“
    Bald nutzen wir nur noch Onlinedienste von drei vier großen Unternehmen die immer mehr Märkte beherrschen, weil kein Konkurrent mehr mithalten kann. Und alle stammen aus Übersee

  2. @Luco
    Die Vermutung habe ich auch aber nicht mehr „mithalten“ sehe ich anders. Die deutschen Unternehmen kriegen es einfach nicht auf die Kette serviceorientert zu arbeiten. Bestell mal etwas bei nem deutschen Shop (gibt auch positive Ausnahmen) oder hab ein Problem mit der Post oder DHL, da kriegste echt ne Meise.
    Die Amis beherrschen nicht die Märkte weil sie so groß und mächtig sind (die haben übrigens auch klein angefangen) sondern weil die Märkte einfach kampflos überlassen werden. Schau dir einfach mal den Tolino an, da hat die Buchbranche nach 10 (!!!) Jahren mal angefangen etwas gegen Amazon zu tun…

  3. @Luco. Ist nicht das Problem der US Anbieter. Die deutschen Anbieter sind einfach zu blöd ein gutes Produkt auf die Beine zu stellen. Die jammern lieber rum und je nach Branche schreien sie nach der Politik. Das ihr Produkt ggfl. totaler Dreck ist, dass wollen sie nicht einsehen.

    Andere Anbieter verbessern es. Ich warte gerade wieder auf eine Bestellung, in einem deutschen Onlineshop, seit letzten Samstag. Ware war mit „Sofort lieferbar“ angegeben. Antwort auf eMail? Fehlanzeige.

    Warum soll Amazon das nicht anbieten? Ich bin beruflich sehr viel unterwegs, weltweit. Mit Flugbuchung und Hotelbuchung habe ich zig mal im Jahr zu tun. In der Regel 2-3 Flüge / Woche und auch Hotelbuchungen. Wenn das Amazon-Angebot gut ist, dann werde ich es auch einmal probieren. Je nach Hotelkette und Status nutze ich die Website des Hotels direkt, oder Booking.com Agoda, Expedia und abund zu auch einmal Airbnb. HRS hat normal keine guten Preise, zumindest in den Ländern, in denen ich oft bin.

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