Amazon Prime Music vor Deutschlandstart?

amazon music artikel musikWas Nutzer in den USA seit längerer Zeit nutzen können, könnte auch bald in Deutschland starten: Amazon Prime Music. Das Interessante daran ist nicht zwingend der Umfang, sondern der Preis. Amazon Prime Music ist nämlich für alle kostenlos, die ein Amazon Prime-Abo haben. Dieses liegt in Deutschland bei derzeit 50 Euro im Jahr und enthält nicht nur Amazon Instant Video, den unbegrenzten Cloudspeicher für Fotos, sondern auch den kostenlosen Versand für viele Produkte.

Hier könnte sich nun Amazon Prime Music einfügen, das Mitte 2014 in den USA gestartete Programm enthielt initial „über eine Million“ Songs, auf welche die Nutzer kostenfrei zum Streaming und Offline-Hören über die Amazon Music-App zugreifen konnten. Hier lassen sich Playlists erkunden, Titel nach Genre erforschen und letzten Endes natürlich auch anhören.

Über den Prime-Button kann die Musik dann in die eigene Library geschoben werden, wer will, der kann sogar das Album oder den Song kaufen. Anhand des Umfangs sieht man erst einmal, dass Amazon hier mitnichten gegen Größen wie Apple Music, Spotify, Google Music, Deezer und Co anstinken kann – was bei dem Preis in Deutschland auch fast als Irrsinn zu bezeichnen wäre. In den USA zahlen Nutzer für die zusammengefassten Prime-Dienste 99 Dollar, wir hierzulande eben knapp 50 Euro im Jahr.

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Auch wenn Netflix, Spotify und Co doch durch den Umfang extrem attraktive Angebote sind, so kosten sie doch zusammengerechnet jährlich einiges mehr (Studenten-Boni oder gemeinsame Nutzung nicht eingerechnet). Dennoch könnte Amazon damit in eine Nische stoßen, die sich ja vielleicht ausweiten lässt. Amazon selber gibt keinen Kommentar zum vielleicht nahenden Deutschlandstart ab, Heise.de berichtet allerdings von Nutzern, die das Angebot kurzfristig nutzen konnten und untermauert dies mit Screenshots. Mal schauen, ob da was kommt – wer etwas findet, darf sich gerne bei uns melden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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32 Kommentare

  1. Ist die Kindle-Leihbücherei wirklich in Prime enthalten? Ich glaube, man kann mit „nur“ Prime nur 1 Buch pro Monat leihen, oder? Auf jeden Fall kann ich obwohl ich bereits Prime-Kunde bin, immer noch Kindle Unlimited für 9,99 €/Monat dazubuchen.

  2. Klingt gut, hoffe es kommt so wie beschrieben.
    Liebe mein Amazon Prime – der schnelle Versand und die Instand Video Plattform sind klasse!

  3. @AndiP: Richtig. Die „Kindle Leihbücherei“ berechtigt zum „Ausleihen“ eines Buches pro Monat aus dem „Leihbücherei“-Katalog. „Kindle Unlimited“ ist eine Flat für beliebig viele Bücher aus dem „Unlimited“-Katalog. Letzteres kostet auch für Prime-Kunden extra und ist von ersterem zu unterscheiden.

  4. Wurde in Amerika nicht auch der Preis erhöht, als Prime Music kam?

    Außerdem finde ich, sollte sich Amazon mal wieder auf den eigentlichen Prime Dienst konzentrieren. Immer mehr Artikel werden zu Plus-Produkten, oder es heißt Prime-Versand 2-3 Tage. Nix mit nächster Tag.

  5. @Patrick:
    Nicht nur das, ein Problem wird es auch, wenn Amazon es durch die günstigere Kombi auf Dauer andere verdängt. Das ist zuviel Macht für einen Konzern.

  6. @caschy und @rob: Ah, OK, danke. Sind also zwei unterschiedliche Produkte. War für mich irgendwie verwirrend. 😉

  7. @Patrick: Also ich kann mich über den Versand nicht beschweren (außer wenn DHL mal wieder Mist baut). Jüngstes Beispiel: Gestern um 15:36 Uhr drei Artikel bestellt, heute morgen alles da.

  8. @AndiP: letzte Woche Donnerstag bestellt, in der Packstation war es am Mittwoch. Lag mehrere Tage im Versandzentrum von DHL.
    Anderer Fall: Sonntag Abend bestellt und ohne Aufpreis hat Amazon per „Same Day“ am Montag geliefert. Also sehr gemischt meine Erfahrungen in letzter Zeit.

  9. Verstehe den Sinn des Angebots nicht so recht. Hört sich nach zum Sterben zu viel, aber zum Leben zu wenig an. Anders als beim Videostreaming erwarten die meisten doch beim Musikstreaming, dass nahezu die gesamte Bandbreite verfügbar ist. Ansonsten geht man halt den klassischen Weg und kauft die Musik. Amazon hat jetzt also ein Angebot dazwischen mit ein bisschen Leihmusik und der Rest muss halt dazu gekauft werden. Ist irgendwie nichts halbes und nichts ganzes. Sollten das Geld mMn besser in das Videostreaming-Angebot stecken…

  10. @Patrick Beobachte ich auch schon seit einiger Zeit. Vor allem bei den Plus-Angeboten stört mich, dass man auch als Prime-Abonnnent 29€ Bestellwert erreichen muss. Selbst bei Waren, die knapp 5€ kosten, gibt es diese Beschränkung. Und wenn die Waren etwa in Polen lagern, dauern die Versandzeiten auch gerne mal mehr als einen Tag.

  11. Ich erwarte, dass mit Amazon Prime Music dann so langsam auch der Preis in Deutschland erhöht wird. Die Sache muss sich für Amazon ja auch rechnen.

  12. @AndiP

    Ich will auch nicht sagen, dass es gänzlich schlechter wurde. Aber mir jedenfalls fällt auf, dass immer mehr Produkte nur noch als Plus-Produkt angeboten werden, bei dem man -auch als Prime Kunde- mindestens für 29€ bestellen muss, oder ein Spar-Abo abschließen muss. Eigentlich nicht tragisch, aber bei Abos gibt es feste Termine, bei mir bspw. Mitte des Monats – also recht unflexibel.

    Oder Prime-Versand angezeigt wird, Artikel auf Lager – aber mit dem Zusatz „aufgrund längerer versandwege 2-3 Tage“, oder so ähnlich. Montag bestellt, Donnerstag Abend versendet – Freitag da (Evening-Express ohne Aufpreis) Finde ich jedenfalls merkwürdig, wenn man „längere Versandwege“ behauptet, das Paket dann aber am 3. Tag auf den letzten Drücker per express versendet.

  13. plantoschka says:

    Denke der Preis von Prime wird hier auch nochmal angezogen. 50€ ist ja geradezu lächerlich wenig für Videostreaming, Audiostreaming, Cloud, Premiumversand etc.

    In USA kostet das 99$ was immer noch fair ist.

  14. Videostreaming: nutze ich sehr selten
    Cloud: nutze ich gar nicht
    Audiostraeming: würde ich ebenfalls gar nicht nutzen

    Also bleibt nur der Premiumversand – und dafür 99$/€ (künftig?) – ist völlig überzogen (fair ist bei mir, wenn ich die Wahl und verschiedene Paketpreise hätte) und würde daher gekündigt.

  15. Können Sie ohne Chromecast Unterstützung gerne behalten… Und sollten sie dafür den Preis anheben werde ich wohl kündigen.

  16. @caschy Ist Prime Music schon im Sonos System integriert?

  17. Besucherpete says:

    Das mit dem Versand von heute auf morgen klappt bei mir schon lange nur selten bis gar nicht. Und nach wie vor wäre Prime für mich nicht interessant, wenn das Video-Streaming nicht dabei wäre. Wenn jetzt noch Musik dazu kommt, ist doch alles gut…

  18. @plantoschka
    Das denke ich nicht, dass Amazon nochmals die Preise anzieht damit würden Sie viele Kunden verlieren für die der aktuelle Betrag von 50 Euro in Jahr für den Expressversand schon die Schmerzgrenze sind. Das Videoangebot nutzt bei weitem nicht jeder.

  19. Also was Prime betrifft habe ich in den letzten 10 Monaten bei allen Bestellungen (5-10 Pakete/Monat) immer am nächsten Tag geliefert bekommen, vorausgesetzt es wurde per DHL geliefert. Bei UPS ging es zwei mal schief :/ Seit kurzem habe ich kein Prime mehr und erhalte trotzdem fast alle Bestellungen am nächsten Tag. Prime Video nutze ich selten, bevorzuge Netflix. Wenn Prime Music kommt würde ich trotzdem stattdessen Google Play Music weiter nutzen. Jedoch finde ich die Möglichkeit unbegrenzt Fotos zu speichern genial. Meine Bilder liegen hauptsächlich bei Google, Amazon dient aber als zusätzliches (automatisches) Backup 🙂

  20. Das wäre allerdings ziemlich cool. Eine moderate Preiserhöhung (20,- z.B.) würde ich dann für vertretbar halten.
    Ich bin gespannt.

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