Amazon-Patente: Von der Alexa-Elfe auf der Schulter bis zur trampenden Drohne

Ein Unternehmen wie Amazon, das allein im letzten Quartal 3,9 Milliarden Dollar für den Versand von Waren ausgegeben hat, ist natürlich bestrebt, diese Kosten zu minimieren. Die Überlegungen dazu werden dann gerne patentiert, nicht dass noch jemand anders auf die Idee kommt. Unter den Patenten sind auch Dinge, die Amazon ganz öffentlich gezeigt hat, wie beispielsweise die Lieferung per Drohne.

Aber eben auch solche, die bisher nicht zum Einsatz kommen, dennoch teilweise sehr interessante Denkweisen an den Tag legen. Allerdings beziehen sich ein paar neu aufgetauchte Patente nicht nur auf den Transport von Waren.

Recode hat einmal ein paar Patente zusammengestellt, die Amazon allein im letzten Jahr bewilligt bekam. Eine Drohne macht auch den Anfang, jedoch beschreibt das Patent kein Flugobjekt, das Pakete ausliefern soll. Vielmehr soll es Dash- oder Bodycams ersetzen.

Auch für die Suche nach dem Fahrzeug auf einem Parkplatz würde sich die sprachgesteuerte Drohne nutzen lassen. Klein, immer am Mann und mit Alexa Skills, selbst das Bild zum Patent weckt gewisse Assoziationen mit Elfen aus Märchenbüchern.

Mehr um das Transportwesen geht es mit dem nächsten Patent, ein Lagerhaus in der Luft. Amazon brachte sich schon einmal mit rollenden Lagern ins Gespräch, nun geht es in die Luft. Zeppeline als Warenlager, bestückt von kleineren Fluggeräten. Und auch die gelagerten Waren werden von Drohnen verteilt.

Da Drohnen eine begrenzte Reichweite haben, muss man sich natürlich auch über diese Gedanken machen. Zwei Patente kann Amazon hier vorweisen, einmal das Landen von Drohnen auf Straßenlaternen zum Aufladen. Ein dann noch eine Huckepackaktion auf LKWs.

Letztere Version lädt zwar die Drohne nicht, es spart aber natürlich Energie, wenn die Drohne ein Stück per Anhalter mitfahren kann. Auch kann die Landung auf einem LKW als Notlösung dienen, wenn der Drohne unterwegs der Saft ausgeht.

Auch ein weiteres Patent beschreibt eine Transportmöglichkeit per Drohnen. Mehrere sind es in diesem Fall. So sollen größere Pakete transportiert werden können. Auch wäre es möglich, dass die Drohnen zum Energiesparen zusammen zu einem bestimmten Punkt fliegen, von dem aus sie sich dann verteilen, um Pakete auszuliefern.

Das erst diesen Monat bewilligte Patent eines Highway-Netzwerks für selbstfahrende Trucks könnte eventuell gar nicht nötig sein, denn wie wäre es mit der Auslieferung von Paketen unter der Erde?

Ein Tunnelsystem soll dies ermöglichen, befeuert werden kann es beispielsweise mit Fließbändern. Amazon kann sich eine solche unterirdische Verbindung zwischen Flughafen und Lagerhaus ebenso gut vorstellen wie zwischen Lagerhaus und Endkunde.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Unter Patenten verstehe ich eigentlich etwas anderes. Dies hier von Amazon sind doch bloße nicht sonderlich spektakuläre Weiterentwicklungen von Dingen, die es bereits gibt. Ob so etwas patentschutzwürdig ist? Ich weiß nicht ….

  2. Star Craftler says:

    oh man. da ist nicht mal irgend eine Erfindungshöhe gegeben.
    Die USA Patentanwälte sollten sich was schämen.

  3. Ich geh dann mal mein Paket aus dem Brunnen holen 😀

  4. http://www.cargocap.de

    Autonome Warenbeförderung in Tunneln. Sinnvoll ist sowas schon.

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