Alienware Concept Nyx: Ein Game-Server für die eigenen vier Wände

Alienware, das zu Dell gehörende Unternehmen für Gaming-Hardware, hat über sein Concept Nyx geplaudert. Mehr nicht, denn das Ganze ist bisher nur eine kühne Idee. Bei Alienware habe man sich die Frage gestellt, wie man es den Spielern in einem Haushalt ermöglichen kann, einfach auf ihre gesamte Spielesammlung zuzugreifen und auf jedem Gerät zu spielen, auch wenn sie während des Spiels den Bildschirm wechseln möchten.

Das Concept Nyx sei ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Stellt euch vor, ihr sitzt am Desktop im Schlafzimmer und erkundet Night City in CyberPunk 2077. Die Mitbewohner sitzen an ihren Laptops und Tablets im Wohnzimmer und liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Rocket League. Nun könnte der am Desktop sitzende Spieler auch ins Wohnzimmer gehen und den dort vorhandenen TV nutzen, um einfach weiterzuspielen. Cloud-Gaming? Nun ja, irgendwie schon, außer, dass mit der Cloud nicht fremde Server gemeint sind.

Concept Nyx beleuchtet die Rolle, die das Edge Computing spielen könnte, bei dem die hochleistungsfähige Spielverarbeitung zu Hause erfolgt und über das lokale Netzwerk gemeinsam genutzt wird. Da die Verarbeitung vor Ort erfolgt (statt auf entfernten Servern), könnte sie geringere Latenzzeiten, eine größere Bandbreite und eine bessere Reaktionsfähigkeit bieten – und damit letztlich einige der Leistungsmängel der derzeitigen Alternativen wie Cloud-Gaming beheben.

Laut Alienware arbeite man daran, vier parallele Streams anzubieten und eben auch an Möglichkeiten, wie man intelligent zwischen den Geräten umschalten kann und wie man auf eine zentrale Bibliothek mit all seinen Spielen zurückgreifen kann, unabhängig davon, wo man sie gekauft hat. Das Spielen auf Concept Nyx soll so mühelos sein wie der Zugriff auf Lieblingsmusik, Fernsehsendungen und Filme.

Klingt für mich irgendwie ein bisschen nach einem Plex für die eigenen Spiele, egal, wo ich diese gekauft habe. Ein Streaming-Server für Games. Eine größere Aufgabe als man denkt, angesichts der ganzen Stores und Stöcke, die Spielern in Sachen lokales Remote-Gaming zwischen die Beine geworfen wird. Dazu die Aufgabe, einen potenten Rechner anzubieten, der bis zu vier Streams anbietet – erscheint fast unmöglich, wenn man noch das lokale Netzwerk dementsprechend stark bereithalten muss.

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9 Kommentare

  1. Klingt für mich wie Nvidia Gamestream.

  2. Ja, oder wie Steam-In-Home-Streaming. Da ist Alienware etwa 5 Jahre zu spät dran.

    • Darüber sind aber nur Spiele aus der Steam-Bibliothek möglich, oder?
      So, wie ich dies hier verstanden habe, soll das Streaming dann ja unabhängig vom Launcher möglich sein. Für mich wäre es allerdings auch recht uninteressant, aber vielleicht gibt es ja einen Markt dafür.

  3. Nette Idee und technisch interessant. Aber ob sich das vermarkten lässt? Wieviele Haushalte haben mehr als 1 (PC-)Spieler? Und wieviele Spieler „wandern“ von einem Bildschirm zu einem anderen? Klar gibt es Situationen in denen man sich vielleicht wüncht, das ginge so einfach. Sich dafür aber einen, vermutlich nicht gerade billigen, Server ins Haus zu stellen. Man könnte argumentieren, das man ja den teuren Rechner nicht mehr braucht…
    Naja, also ich sehe nicht, das sich das verkaufen würde. Dazu müsste es dann auch mit Konsolen funktionieren, was wieder ganz andere Probleme mit sich bringt. Vielleicht in weiter Zukunft als Teil einer Haus-/Wohnungs-KI 😀

    • Es wird einen Markt dafür geben.

      Ich selbst wäre Kunde. Nutze derzeit für mich shadow, der Teenager fängt auch das Zocken an. Noch reicht ihm der Gaming Laptop.

      Trotz sehr guter Anbindung kommt es bei shadow ab und an zu glitches. Wenn ich das Lokal haben kann, nehme ich sofort. Die Rechner sind kein Hexenwerk, gerade wenn man sich anschaut was bei shadow verbaut ist? geht das problemlos.

      Ich hoffe nur das es wenn nicht so grotesk gekapselt ist wie bei NVidia Now – da wird munter zwischen div. Tastatur Belegung gewechselt, nicht einmal Nutzer Namen bleiben gespeichert und es ist teilweise wirklich umständlich. So sehr das ich lieber für shadow zahle.

  4. Meines Erachtens ein Rohrkrepierer. Das Cloud Gaming wächst so stark, dass man kaum eine Zwischenlösung benötigt. Schon heute sind 4k HDR aus dem Browser möglich, wozu braucht man da noch einen Game Server zu Hause? Selbiges gilt für immer mehr Home Server. Preise und Funktionen sind bei allen Cloud Anbietern so attraktiv, dass sich eigene Infrastruktur für immer weniger Anwender lohnt. Selbst ich als Vielnutzer, der mehrere Rechner und Familienkonten verwalte, habe nach und nach viele Funktionen meiner Synology reduziert, Google Fotos etwas funktoniert am Ende dann doch eine ganze Ecke besser als jedes selbst gehostete Produkt.

    Und da Grafikkarten und Konsolen zu vertretbaren Preisen nicht erhältlich sind, spiele ich seit Monaten nur noch bei Stadia. Funktioniert einfach. Da rückt der Wunsch nach einer fetten Extrakarte für hunderte Euros schlagartig in den Hintergrund.

    • Du musst ab die ohne dicke Leitung denken.

      Was nützt alles in der Cloud, wenn du 10 Minuten warten musst bis der Film Stream anfängt nachdem er gestartet wurde?

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