AFP, SMB 1, SMB 3 und automatisches Mounten von Netzlaufwerken

macos sierraSeit Jahren lasse ich meine Netzlaufwerke beim Start des Betriebssystem automatisiert mounten. Das ist kein Hexenwerk und über eine Batchdatei unter Windows oder via Script / Workflow unter macOS schnell erledigt. Ich habe aus irgendeinem Grunde unter macOS lange auf das Protokoll SMB gesetzt und ich kann mich gar nicht mehr erinnern, warum dies der Fall ist. Kurioserweise ist es aber so, dass bei vielen Nutzern eines Mac in Verbindung mit einem Netzlaufwerk AFP immer noch schneller ist – obwohl dieses Protokoll bereits 2012 eingestellt wurde. Fall ihr ein NAS habt, welches diverse Protokolle unterstützt, ihr zudem noch einen Mac euer Eigen nennt, dann probiert das Ganze mal selber aus.

AFP war schneller in Verbindung mit einem Synology NAS als SMB1 oder SMB 3. Testaufbau: Synology NAS am Gigabit-Switch, dieser am Router und dazu ein Mac im WLAN. Testdatei war ein Container mit 15 GB, den ich mal auf ein Netzlaufwerk geschoben habe. Die Ergebnisse sind in Screenshot-Form unten angehangen:

SMB1:

smb1

SMB3:

smb3

AFP:

afp

Wer aus irgendwelchen Gründen auf SMB angewiesen ist, sollte zumindest auf SMB3 umschalten, bei einem Synology-NAS findet man dies in der Systemsteuerung unter Dateidienste > Windows Dateidienst >“Erweiterte Einstellungen“.

bildschirmfoto-2016-12-03-um-13-02-05

Und zum Abschluss: Das automatische Einbinden von Netzlaufwerken unter Windows und macOS habe ich hier im Blog 2009 schon beschrieben, wahrscheinlich habe ich schon so lange die Mount-Datei im Einsatz. Funktioniert natürlich immer noch, doch ich hab das Ganze nun mal unter macOS mit dem Skript-Editor gelöst. Die dort erstellten Scripte kann man ebenfalls selbstablaufendes Programm in den Autostart des Systems wuppen.

bildschirmfoto-2016-12-03-um-13-26-01

Sieht dann so aus:

tell application „Finder“

try

mount volume „afp://192.168.0.2/music“

mount volume „afp://192.168.0.2/Netzwerkordner“

mount volume „afp://192.168.0.2/photo“

mount volume „afp://192.168.0.2/video“

end try

end tell

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caschy

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29 Kommentare

  1. Tobias Timpe says:

    Du kannst auch einfach dein Netzlaufwerk selbst in die Startup-Items reinziehen. Ist wesentlich praktischer.

  2. Mich würde interessieren wie sich NFS im verglich zum Windows Protokoll SMB und zum eingestellten AFP schlägt.

  3. @Georg

    Bei mir macht es in Sachen Geschwindigkeit keinen großen Unterschied, ob ich NFS oder SMB nutze, aber finde jetzt AFP nun auch nicht merklich fixer, sodaß ich aus Geschwindigkeitsgründen keines der 3 Protokolle bevorzugen würde.
    Allerdings finde ich die Verbindung über SMB am Mac sehr unzuverlässig, weshalb ich hier immer noch auf AFP setze.

  4. Was ist mir WebDAV? Wie ist die Performance hier? Finde ich persönlich am unkompliziertesten, weil es halt http ist, aber ich habe spontan keinen Performance-Vergleich finden können.

  5. DancingBallmer says:

    AFP wurde doch für die Time Machine gebraucht, d.h. musste sowieso auf der Synology aktiviert sein. Dementsprechend hatte ich AFP für den Mac und SMB für Windows/Android aktiviert. Größere Zugriffsprobleme hatte ich bisher noch keine, dementsprechend hat das für mich gepasst. Ansonsten habe ich mir über die Protokolle keine weiteren Gedanken gemacht, die Geschwindigkeit war für mich ausreichend. Ich tausche aber auch nicht täglich mehrere GB an Daten mit der NAS aus.

  6. AFP ist nicht eingestellt, das ist falsch. Wird zBsp immer noch für Time Machine gebraucht (nicht zuletzt wegen UNIX Hardlinks).

    Apple hat seit Mavericks Samba aus OS X entfernt (wegen GPLv3) und eine eigene SMB-Impementierung entwickelt. Seitdem ist SMB das Standard Netzwerkprotokoll. Ausser für Time Machine, Volumes lassen sich zwar per SMB-Adresse ansprechen und einbinden, nutzen aber trotzdem AFP.

    AFP ist im Vergleich zu SMB1 schneller weil es weniger komplex ist. MS hat mit SMB2/3 an der Effizienz gearbeitet.

  7. Autominuten geht auch ohne Skript. Einfach das bereits gemountete Laufwerk in den Syatemeinstellungen –> Benutzer in die Startobjekte ziehen. Fertig.

  8. Maximilian Rink says:

    AFP auf vernünftigen FS (Solarish oder BSD) ist langsamer als SMB
    Nur auf crap-boxen, auch NAS genannt, ist es hin und wieder schneller, da SAMBA halt recht komplex ist für ne kleine Box und halt 100% Userspace ist.

  9. die Geschwindigkeiten sind etwas niedrig…ich bekomme locker ~100MB/s über Kupfer und ~50MB/s via AC-WLAN von meinem Synology NAS. Wobei es Windows Clients sind und das WLAN natürlich nicht von einer Fritzbox bereitgestellt wird, sonst wären solche Geschwindigkeiten kaum möglich….
    und all das via SMB.

  10. @1of16: Wie du siehst, habe ich 50 auf WLAN 😉
    @Napfekarl: für mich keine Option

  11. Ich habe 120 MB/s mit meinerm iMac – LanKabel – Synology 415+

  12. Vielmehr ist bei Gigabit LAN auch net drinne 🙂

  13. is: tell application „Finder“
    should: „Finder“

  14. Unter linux gibt’s autofs. Mountet netzlaufwerke erst bei Zugriff auf den mountpunkt. Etwas das ich unter windows so richtig vermisse.

  15. Das Automount funktioniert schon eine Weile nicht mehr unter Sierra. Darüber gibts auch zig Forenbeiträge im Netz.

    https://forums.developer.apple.com/thread/51045
    http://apple.stackexchange.com/questions/253940/macos-sierra-finder-doesnt-automatically-authorize-network-mapped-folders-on-lo

    Das Problem ist, dass man per „Enter“ das Mounten bestätigen muss, weil im „Volume“ Ordner gemountet wird. Da haben sich die Rechte in Sierra wohl geändert.
    Wenn man das Ganze umleitet in ein Folder im Home Verzeichnis besteht das Problem nicht. Das finde ich persönlich aber weniger schön. Falls dennoch jemand eine Lösung hat, immer her damit.

  16. @Stephan Römer: Ich verrate dir die Lösung: Netzlaufwerke rechts im Dock ist keine. Behoben ist das Ganze mit 10.12.3 – derzeit in Beta 4. Seit Beta 2 ist der Kram zum Glück wieder wie früher. Frag mich, ob die bei Apple kein Netz nutzen, das ist sehr peinlich.

  17. Alter Schwede, okay, dann kann ich mich ja freuen, dass es bald wieder ein funktionierendes Automount gibt. War mir nicht klar, dass die Meisten hier die Beta schon am Start haben

  18. Und ja, das mit den Netzlaufwerken im Dock hatte ich auch schon probiert. Funtzt alles nicht. In der Tat sehr peinlich…!

  19. Mit der neuen DSM beta lässt sich Time Machine auch per SMB2/3 nutzen

  20. @caschy: Ich habe anfangs (als ich auf MAC umgestiegen bin) auch ein Mountscript verwendet, allerdings hatte ich dann immer wieder das Problem, dass die Verbindung nicht mehr bestand wenn ich von meinem Schreibtisch weg bin und von LAN auf WLAN gewechselt habe. Dann musste ich das Script wieder ausführen.

    Auch wenn ich den MAC aus dem Standby geholt habe, dass gleiche Thema.

    Erst als ich mir ein entsprechendes Tool geholt habe waren diese „Probleme“ gelöst.

    Zum Thema Netzwerkshares unter Benutzer den „Autostartprogrammen“ hinzuzufügen ist keine elegante Lösung, da nach jedem Bootvorgang alle Shares ein mal mit dem Finder geöffnet werden.

    Grüße.

  21. Falls ihr auch das Problem habt, dass Netzlaufwerk-Shortcuts (z.B. Ordner auf einem Netzlaufwerk) in der Finder-Sidebar ständig verschwinden checkt mal das Tool hier https://github.com/brgmn/fssrt Habe ich irgendwann mal gebaut, um die Netzlaufwerk-Shortcuts nicht ständig zu verlieren. Damit kann man sie wenigstens mit einem Klick wiederherstellen.

  22. @ Torsten: Welches Tool verwendest du da? Ich habe das selbe Problem unter Sierra. Ich mounte die Freigaben beim booten mit Mountfs und alles ist erst mal OK. Aber nach Standby oder Benutzerwechsel sind die Freigaben im Finder (manchmal, oder auch nur teilweise) verschwunden oder manchmal auch auf den falschen Benutzer gemountet.
    Mounten mit Autostart finde ich auch eher nicht so elegant. Zumal es bei mehrfachem Benutzerwechsel dann auch gerne mehrfach mountet.

  23. Einer ne gescheite Mountlösung im Einsatz, welche sauber mit gecrypteten userhome unter Ubuntu funzt? Ohne das ich die Passwörter irgendwo unverschlüsselt im cleartext haben muss?

  24. @Markus: Drive Mounter findet man im AppStore, ist zwar nicht kostenlos aber mir war es das Wert.

  25. @caschy, @1of16:

    Was für ein Hardware Setup habt ihr? Ist der NAS direkt am Router? Ich komme über WLAN bei weitem nicht an Übertragungsraten von ~50 MB/s. Der NAS hängt allerdings auch über ein Powerline am WLAN-Router.

    • @Florian: Über nen Gigabit-Switch, ja. Aber ich denke, dass es bei dir echt das DLAN ist. So etwas ist – je nach Anbindung & Verkabelung – echt übel.

  26. NanoPolymer says:

    Habe bei mir auf dem Mac einen Unterscheid von 10 MB zugunsten AFP.
    Die Laufwerke kann man auch einfach via Automator mounten lassen. Geht aus meiner Sicht noch einer so.

  27. Interessant was andere für Geschwindigkeiten haben. Ich ärgere mich seit Monaten:

    DS716+ und per Gbit Lan

    AFP ca. 33MB/s und per
    SMB3 39MB/s. (Testdatei 5,37Gb und Zeit gemessen, 2:20bis 2:44)

    Ich ärgere mich die Pest weil ich eigentlich irgendwas bei 100MB/s erwarten würde. —>Limit der Festplatten im NAS.

    Bei mir ist das „Volume“ (Ressourcen Monitor in der DS) ausgelastet—100%
    Das gibts auch schon andere Foren, wo das Problem auftaucht…
    Durchgängig 60MB/s wären ja auch ok…

  28. Nutze OSX 10.11. gensu wegen den oben genanten Problemen und frag mich warum alle möppern wenn beim Umstieg was nicht klappt….

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