Adobe: Keine neue Creative Suite – Zukunft liegt in der Creative Cloud

Adobe hat letzten Montag eine bedeutende Wende in ihrer Produktpolitik auf der Messe Adobe Max angekündigt. Wie Microsoft mit Office 365 hat auch Adobe seit einiger Zeit die sogenannte Creative Cloud. Das Prinzip dürfte uns zukünftig sicher noch häufiger begegnen: Die Software kommt nur noch im Abo-Modell , statt dem einmaligem Kauf der Vollversion.

Adobe Creative Cloud

[werbung] Die Gründe für die Entscheidung sollten relativ schnell gefunden sein. Zum einen hat man stetige Einnahmen von allen Nutzern, die sich sonst nur alle paar Jahre einmal eine neue Version gekauft haben, weil sie viele neue Funktionen nicht sofort brauchten. Zum anderen will man natürlich die Software-Piraterie stark erschweren, wenn es keine klassischen Offline-Versionen zum Download oder Kauf mehr angeboten werden. Außerdem möchte man nicht zwei verschiedene Softwareansätze für die Cloud und die lokalen Versionen pflegen, so Adobe.

Ab dem 17. Juni tragen die Produkte wie Photoshop, Illustrator, Indesign & Co nicht mehr den Zusatz CS, sondern CC für Creative Cloud. Die Vorteile laut Adobe liegen natürlich darin, dass ihr alle zukünftigen Updates im Abo automatisch hinzu bekommt, wo ihr früher neue Versionen kaufen musstet. Außerdem sind alle Dateien und Einstellungen auf allen Geräten synchronisiert.

Creative Cloud Apps

Alle Nutzer der Creative Suite 6 können diese natürlich noch weiterhin benutzen und aktuell auch noch erwerben, allerdings kommen hier nur noch Bugfixes und keine neuen Funktionalitäten mehr hinzu. Einiges an Kritik musste man sich ebenfalls von den Nutzern anhören, weil man sich zeitgleich entschlossen hat das Grafikprogramm Fireworks einzustellen.

Klar das Adobe oder auch Microsoft in den Abo-Modellen eine Zukunft sehen, so recht kann ich mich allerdings mit dem Gedanken nicht anfreunden. Profis werden auf lange Sicht keine Wahl haben und das Angebot annehmen müssen. (Einzellizenz 24,59 € pro Monat, die komplette Suite 61,49 € im Monat) Adobe versucht zeitgleich einige Bedenken der Anwender zu zerstreuen, dass man nicht ständig online sein muss oder die selbst erstellten Dateien nach Kündigung des Abos nicht mehr zur Verfügung stehen.

Als letztes kündigte man noch neue Hardware an. Ein drucksensitiver Stift Mighty und das digitale Lineal Napoleon.

Was haltet ihr von Adobes Entscheidung und den generellen Abo-Modellen? Prinzipiell ein zukunftsfähiges Modell für euch oder würdet ihr auch lieber bei dem üblichem Einmalkauf der Vollversion bleiben? [via, via]

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

40 Kommentare

  1. so lange es bei uns nur DSL light (386) gibt sind fast alle Clouddienste uninteressant. Das einzige was ich derzeit nutze ist Dropbox, aber auch hier merke ich sofort wenn ich mehrere Dateien oder eine große hinzugefügt habe.
    Spotify geht gerade so, Webradio meist schon wieder nicht.

  2. Mir gehts wie Dennse. Es ist furchtbar, dass Leute mit schmalbandigem Internet überall nur noch ausgeschlossen werden: Adobe Cloud, Spiele nur noch als Riesendownload etc.pp.

  3. Ich bin voll und ganz gegen dieses Modell. Als hauptberuflicher Fotograf arbeitet ich viel mit Photoshop und auch nur mit Photoshop. Bisher habe ich alle 18 bis 20 Monate mein Upgrade für 250 Euro gekauft. Nun soll ich in einem Jahr 295 Euro zahlen. Da nenne ich einen nicht gerade dezenten Preisanstieg. Zudem kaufe ich dieses Upgrade eigentlich nur wegen des Adobe Camera Raw Moduls, das nur in der aktuellsten Version die aktuellsten Kameras unterstützt. Okay, die Funktionen von ACR sind auch toll und haben sich von Version zu Version verbessert. Das Upgrade war also sein Geld wert.
    Trotzdem finde ich das Abo Modell für den Kunden nicht wirklich überzeugend. Zahle ich nicht mehr, hört irgendwann meine gemietete Software auf zu funktionieren und unter ich kann unter Umständen nicht mehr auf proprietäre Dateien zugreifen. Damit schafft Adobe Abhängigkeiten, die dem Kunden jegliche Handlungsfähigkeit nimmt.

  4. p.s. Das Wort cloud irritiert. Die Software ist weiterhin ja auf dem eigenen Rechner installiert. Nur muss man alle 30 Tage mit Adobe verbunden sein, um quasi sein Abo zu bestätigen. Ob man das Adobe Cloud Angebot nutzt ist jedem selbst überlassen. Die eigentlich Veränderung ist schlichtweg, dass die Software nur noch als Abo angeboten wird.

  5. Photoshoper says:

    Es gibt Rechner die nicht ohne Grund keine Verbindung zum Internet haben. Das ist in der Bildbearbeitung teils durchaus üblich. Diese wird man künftig mindestens einmal im Monat ans Netz lassen müssen, da ansonsten kein CC Programm mehr läuft.

    Mal von Adobe’s Monopolstellung abgesehen, können und wollen sich viele, die Fotografie als Hobby leisten, sicherlich kein Abo zusätzlich leisten.

    Kundenbindung kommt durch ein gutes Produkt und Nähe zum Kunden. Und eben nicht durch ein Abo-Modell. Die Downloads auf einschlägigen Seiten werden sich vermehren, ganz sicher.

  6. Für Agenturen, die viele Plätze ausstatten müssen, ist die Cloud sicherlich lukrativ – die laufenden Kosten sind leichter zu kalkulieren, als unregelmäßige Upgrades. Für bspw. Studenten ist das System aber schlecht: anstatt einmal einen Rabatt von 80% zu erhalten und die Software dann unbegrenzt (sogar kommerziell) nutzen zu können, kommt man nun nur mit aktuellem Studentenstatus in Genuss eines vergünstigten Abos und zahlt danach voll weiter.

  7. Christian says:

    @Photoshoper: Also zumindest für die Rechner ohne (dauerhafte) Internet Anbindung könnte man doch zumindest für den kurzen Moment per Handy oder UMTS Stick eine Verbindung zum Server aufbauen lassen, dann wäre das Problem vom Tisch.
    Und nicht mal alle 30 Tage, denn nach den 30 Tagen läuft die Software wohl noch weitere 180 Tage normal durch (evtl. kommt ein kurzer Nag Screen).

    Aber Caschys Bemerkung daß es keine klassische Download Version mehr geben würde verstehe ich nicht, so gesehen muss ich das Programm ja doch zumindest 1x normal runterladen damit es auf dem Rechner läuft.
    Und ich wette auch die Raubkopierer werden wenig Probleme damit haben, die Server Abfrage zu umgehen oder auf einen Fake Server umzubiegen.

  8. Eigentlich geht es doch nur darum, daß Adobe langsam die Ideen ausgehen, um alle zwei Jahre eine neue Version mit ordentlichem Kaufanreiz auf den Markt zu werfen…

    Bei dem Abo-Modell brauchen die nur kleinere Änderungen zu machen. Oder wenn es Hart auf Hart kommt lassen die das Programm einfach so weiterlaufen. Der Nutzer ist genötigt, Monat für Monat seinen Obolus zu zahlen. Bei dem alten Modell hätten sich die Nutzer sagen können, daß ein Upgrade für viel Geld nicht lohnt und wären bei den alten Versionen geblieben…

  9. Ich sehe da ein ganz anderes Problem. Bei der Aktuelle Diskussion bezüglich monatlichen Traffic und bei Überschreitung diesen. Wenn ich mir jetzt jede Software nur noch runterladen kann ist mein Traffic wenn ich z.b. einen Rechner neu aufsetzen muss wohl am 2ten Tag aufgebraucht und ich hab noch immer nicht jede Software installiert. Die Software Schmieden gehen den weg das man keine Offline Medien mehr herstellen bzw. zur Verfügung stellen will und die Provider das man beten muss, dass man vielleicht dieses Monat mit dem Volumen das man hat auskommt.

    Schöne neue Internet Welt.

  10. Ich denke, wenn diese Wolke ist ein großer Fortschritt und konkrete Schritte zu Adobe und das kann viel besser sein, wenn sie nicht einmal angewandt haben so früh wie möglich

  11. Ich sehe das Problem hier weniger im Lizenzmodell als in der technischen Abhängigkeit.
    Wir hatten bereits das Vergnügen mit einer nicht funktionierenden Lizenzierungsüberprüfung bei Adobe. Weltweit ging für alle (!) FrameMaker-10-Anwender am 1.1.2013 nichts (!) mehr. Das Problem wurde zunächst mit provisorischen Hacks (dieselben, die auch die gekrackten Versionen nutzen …) und dann nach 2-3 Tagen mit einem Update behoben.
    Das gleiche Spielchen im Februar mit Apple. Die haben weltweit allen Macs mit Java 6 diese Java-Installation stillgelegt, weil Oracle Sicherheitsprobleme meldete. Nur kam das Update auch erst Tage später. Solange lief auch hier nichts.
    => Solche Szenarien werden sich mit diesen Cloud-Modellen garantiert häufen. Eigentlich wären da mal ein paar Klagen wegen der Ausfallzeiten fällig. Aber wir sind viel zu tolerant…

  12. wer sich beschwert soll das nicht kaufen, was sinnvolleres dagegen könnt ihr nicht machen.

  13. Dieser Durchbruch ist sehr gut für die Adobe mit diesem Cloud-System eine tödliche Waffe sein wird, um Kunden zu gewinnen und sogar Wettbewerber Angst machen

  14. Höhere Preise und wenn die Server von Adobe mal Schluckauf haben und die 30 Tage ablaufen, ist meine Software auf dem Arbeitsplatz nicht nutzbar. Klasse!
    Nicht umsonst wird doch gerade im gewerblichen Umfeld auf stabile Debian-Versionen für Server gesetzt…werden die gleichen Unternehmen sich dem Risiko einer fremden Cloud aussetzen?

    Auch privat ist das so eine Sache…wenn einfach mal so die Software streikt, weil ich mich mit dem Internet verbinden muss…wo sind da die Vorteile der Cloud?

  15. @matap: Welche Wettbewerber hat denn Adobe noch? Die haben doch mehr oder weniger ein Monopol, sonst könnten die das nicht so durchdrücken…

  16. Wenn ich das richtig verstanden habe ist die Software immer noch lokal installiert und braucht nur gelegentlich eine Bestätigung vom Server?

    Damit wird das Argument der Piraterie sinnlos, denn schlaue Leute werden früher oder später herausfinden, was genau der Server antwortet und werden eine lokal installierbare Version der Server Applikation erstellen

  17. FriedeFreudeEierkuchen says:

    @Johannes: Vermutlich geht es Adobe um eine radikale Form der Kundenbindung. Da man aus dem Cloud-Abo nicht ohne kompletten Funktionsverlust aussteigen kann, ist die Abhängigkeit extrem. Die werden das ohne Zweifel für weitere krasse Kostensteigerungen nutzen.
    Ich kann hoffentlich noch viele Jahre auf meiner CS6 bleiben, da das aktuelle Abo-Modell nur für All-You-Can-Eat-User interessant ist. Wer wie ich nur einen Teil der Produktpalette benötigt zahlt kräftig drauf. Da mein Gewerbe als Nebenerwerb läuft, sind 60€ definitiv zu teuer. Da ich regelmäßig mehr als zwei Adobe-Applikationen nutze, muss ich zwingend zum Vollpaket greifen. Für die Hälfte würde ich die Palette der Web- und Print-Programme auch im Abo nutzen.

  18. Pixeldroide says:

    Erst einmal wird Adobe das Umsatzziel erreichen. Langfristig (bzw. die Meinungen bringen das ja jetzt schon hervor) bringt dieses Abo-Modell einen enormen Imageschaden für Adobe. Aber das wird demjenigen der diese preispolitische Entscheidung getroffen hat egal sein. Wenn ich mir ansehe wie der EBV-Markt vor 15 Jahren war und wie der Markt jetzt ist – Adobe hat keine Monopolstellung mehr. Es gibt sehr gute Alternativen. Das könnte Adobe noch zum Verhängnis werden. Gerade mit so einem Preismodell.

  19. Übertragen wir dieses feine Modell mal auf andere Bereiche. Wenn man sich alle möglichen Gegenstände nur noch Mieten und nicht mehr Kaufen kann. Egal ob es Auto, Haus, Fernseher, Smartphones, Computer, Gartenwerkzeuge, ect alles ist. Das ist doch die idee. Jeder Gegenstand wird gemietet. Von der Zahnbürste bis zum Traktor.

    Im Ernst: Ich hoffe das sich das nicht durchsetzt. Die werden natürlich langfristig alles daran legen, das alles über deren Server läuft – das man im bestenfall nicht mal mehr Software auf dem eigenen Rechner installiert. Dann haben die auch Kontrolle was verarbeitet wird ect. pp.

    Wenn ich mir überlege das ich mir vor vielen Jahr mal eine Studentenversion (damals noch Macromedia Fireworks/Dreamweaver) gekauft habe… die Produkte waren super-spitze aber so Innovativ wie Macromedia wurde die Software nicht weiterentwickelt. Die haben in FW dann paar Funktionen von PS reingekloppt und fertig.

  20. Achja, Fireworks einzustellen (eines meiner Lieblingsprogramme – finde ich bedauerlich). Es ist ein einfach zu bedienendes Tool, und ist einfach genial. Schade 🙁

  21. Ganz ehrlich! Da mache ich nicht mit. Solange sich mit der CS6 noch gut arbeiten läßt, werde ich diese nutzen. Photoshop ist einfach spitze, Illustrator und Indesign auch. Und bis vor wenigen Tagen dachte ich nicht im Traum daran, jemals zurück zu QuarkXPress zu gehen. Aber so wie die neue Lage ist wird QuarkXPress neben Corel Anwendungen beim nächsten Update zum Zuge kommen.

  22. Also ich finde das Modell zeitgemäß! Einzig die „Mietoptionen“ könnten etwas flexibler sein. Ich würde mir da eher etwas in Richtung „Tagestarife“ wünschen.

  23. gpichler: Am besten wäre natürlich Sekundengenaue abrechnung, oder nach Volumen-gespeicherten Bytes die man exportiert. Quasi eine Taxometer für Photoshop und co. Warum eigentlich nicht? …..

  24. michaelz says:

    Das, was Adobe fehlt, ist eine vernünftige Konkurrenz.

    So, wie in vielen anderen Bereichen unserer Wirtschaft, herrscht auch hier leider eine Art monopolistischer Planwirtschaft mit dem Ziel, den Kunden abzuschöpfen, bis es nicht mehr geht.

  25. FriedeFreudeEierkuchen says:

    @Georg: die Programme funktionieren auch ohne Internetverbindung noch 180 Tage lang. Das sollte nicht der kritische Punkt sein.

    @Pixeldroide: welche Alternativen siehst du im EBV-Markt? Wo gibt es eine vernünftige Alternative zu Illustrator? Und wo bekommt man einen so integrierten Workflow?
    Ich sehe leider momentan noch nicht die Alternativen. Lightroom ist problemlos durch andere starke Lösungen ersetzbar, Indesign durch Quark – aber Photoshop und Illustrator sind meines Wissens noch nicht ersetzbar. Die Alternative Freehand wurde ja beizeiten aus dem Weg geräumt…

  26. Ich habe da Bedenken. Das eine ist der Download – sicher, das Paket muß nur einmal bzw. bei neuen Versionen heruntergeladen werden, aber mit meinem 6000er DSL wird das keinen Spaß machen.
    Ich möchte mich als fortgeschrittener Hobby-Fotograf bezeichnen. Der Preis von Photoshop schmerzt da schon. Bislang habe ich alle paar Jahre mal aktualisiert. Das Miet-Modell kann ich mir finanziell einfach nicht erlauben. Ich werde dann sehr lange mit der derzeitigen Photoshop-Version weiterarbeiten oder mich nach Alternativen umsehen.

    Darüber hinaus habe ich generell Bedenken bei den in letzter Zeit entstandenen Miet-Diensten. Spotify&Co sind toll, keine Frage, für einen günstigen monatlichen Preis Mucke bis zum Gehörverlust – aber ich bekomme es nur, so lange ich zahle. Wenn es mir mal finanziell schlecht gehen sollte, habe ich dann plötzlich nichts mehr. Daher überlege ich gerade, mich davon weider zu verabschieden und doch weider Kauf-Musik zu erwerben. Dann eben weniger, dafür kaufe ich mir nur das, was mir wirklich gut gefällt und kann es lebenslang benutzen (mal abgesehen von der Möglichkeit des Verlustes).

    Für die Hersteller ist so ein Mietmodell natürlich toll, die Hersteller haben dann sehr gut planbare Einnahmen.

  27. Wieso Fireworks und nicht Dreamweaver? u_u

  28. Warum sind die Preise eigentlich so viel teurer als in Dollar?

  29. HAL9000 says:

    den Traffic (CS6 Master Collection 6,2gb) oder eine Internetanbindung als Gegenargument muss man wohl nicht ganz ernst nehmen.

    Eine Konkurrenz zu PS oder AI gibt es im professionellen Bereich nicht, selbst ID wird man aufgrund des Workflows und der identischen Bedienung/Oberfläche nicht durch Quark ersetzen wollen, speziell da Quark für seine rigorose Lizenzkontrolle bekannt war (ist?).

    Vergessen wird aber auch immer wieder, dass bei Adobe bislang auch schon nur die letzte Version upgradeberechtigt waren (CS 5.x -> 6), alles davor muss – bis vielleicht auf eine Grace Period – eine neue Vollversion lizensieren.

    Ein bisschen kann ich Adobe schon verstehen, die primär interessanten Pros werden in den sauren Apfel beissen (müssen) und die sowieso wenig upgradewilligen Consumer, gerne auch mit Downloads von myG./BBz unterwegs, werden abgehängt.

    P.S.: nein, Corel oder Gimp sind keine Alternatve.

  30. @blogokratie: Leider nur für Mac OS. PC-Nutzer bleiben dabei auf der Strecke.

  31. Einmalkauf der Vollversion !

  32. Dieses Gejammere ist unerträglich.

    Wir haben das Creative Cloud-Abo und sind sehr zufrieden, für netto 69€/Monat (Team-Upgrade für 2 Lizenzen), preiswerter geht’s doch gar nicht, außer illegal. Immer die neuesten Versonen, Programme werden natürlich runtergeladen und alles kann lokal bearbeitet werden plus diverse Zusatztools für App-Entwicklung usw.

    Nur einmal 1x Monat Kontakt zum Server, das bekommt man ja selbst mit UMTS lässig hin. Und die Aussage, daß die Adobe-Server mal über 30 Tage offline sein könnten, so daß man nicht dann nicht mehr weiterarbeiten kann….. nun ja 😉

    Sich darüber beschweren, daß der Adobe-Server kurzzeitig kontaktiert werden muß (die Verbindung muß ja nicht dauernd bestehen), aber als Beispiel die Master Collection mit circa 10 GB inkl. Crack von TPB ziehen…

    Meines Erachten ist die Diskussion heuchlerisch. Nein, ich arbeite nicht für Adobe!

  33. FriedeFreudeEierkuchen says:

    Du bist jetzt völlig in der Hand von Adobe. All dein Output lässt sich nur mit Adobe Produkten im vollen Umfang öffnen und bearbeiten. In vielen Agenturen die ich kenne sind die Assets ein wertvolles Firmenkapital. Du verlierst mit dem Ende des Abos den Zugriff auf dein Dateien (oder wie bekommst du eine ind oder ai Datei auf?
    Glaubst du, Adobe wird auch in Zukunft dir günstige Preise anbieten, wenn du keine Alternative mehr hast? Glaubst du die Preise werden immer auf dem bisherigen Niveau bleiben?
    Denk mal darfan, wie Quark sich erhalten hat, als sie noch das Monopol hatten.

    Wenn du nur Ex- und Hopp-Produktionen hast und später nie mehr auf deine Dateien zugreifen musst, dann mag dir Adobe egal sein. Dann machst du einfach irgendwann mit einer anderen Software weiter.
    Ich finde es für mich nicht sehr erstrebenswert, von einer bestimmten Firma völlig abhängig zu sein und deren Bedingungen diktiert zu bekommen. Irgendwann wird auch für dich der Punkt kommen, an dem dir Adobes Bedingungen nicht mehr gefallen, spätestens wenn sich das Abo um 30, 40, 50% verteuert. Ohne Konkurrenz geht das jetzt einfach.

    Ich sehe nicht, wo die Diskussion heuchlerisch ist und ich möchte mir auch nicht unterstellen lassen, dass wir Gegner des neuen Modells nur Raubkopierer sind. Das ist, nett formuliert, ziemlich trollig – man findet aber auch andere Worte dafür…

  34. hammelwade says:

    Verbrecher, und sie nutzen Ihre Position am Markt aus um den Scheiß allen aufzuzwingen, ob mal will oder nicht. Hoffentlich werden sie damit alle ordentlich auf die Fresse fliegen.

  35. Ich denke für Profi’s, die sich sowieso jede neue Version holen kann das durchaus interessant sein, aber was ist bitte mit den privaten Nutzern? Ein privater Nutzer will doch nicht derartig viel Geld ausgeben. Er will eine ein bis drei Jahre veraltete Version kaufen und kommt dann wieder ein paar Jahre damit aus, machen sicher sogar einige Professionelle so. Ein Cloudsystem dahinter zu packen ist ja schön und gut, aber ein Abomodell alternativlos zu machen halte ich doch für stark überzogen.

    Aber Adobe kann sich’s halt leisten. Wer derartig viele Quasimonopole auf Softwarebereiche hält, da müssen zumindest die gewerblichen Anbieter eigentlich mitziehen…

  36. raischub says:

    Ein absolut untragbares Distributionsmodel!
    Petition dagegen unterzeicnen und weiterverteilen (haben bereits über 11.000 User):
    https://www.change.org/petitions/adobe-systems-incorporated-eliminate-the-mandatory-creative-cloud-subscription-model

    Zuende gedacht heisst das folgendes:
    Nach Beendigung des Abos kann ich auf meine eigenen Dateien nicht mehr zugreifen!
    Ich miete praktisch mein eigenes Archiv!?
    Das ist doch Wahnsinn! Ich bin verantwortlich für viele 1000 Kundendateien.
    Mit dem Abo Ende versagen auch die Programme ihren Dienst. Keine Software kein Datei-öffnen.
    Will ich eine Datei öffnen, muss ich reaktivieren und zahlen (auch wenn ich die Datei nur drucken will!)
    Im Falle von Photoshop kann ich in Austauschformate konvertieren (wie TIF) die dann nicht mehr in vollem Umfang zu bearbeiten sind.
    InDesign & Illustrator kann ich zu PDFs wandeln (die ich dann nat. nicht mehr gut weiterverbearbeiten kann).
    Klasse wenn man bei Abo-Ende tausende Dateien zu konvertieren hat.
    Für After Effects und Premiere gibts überhaupt keine Lösung.
    Diese beiden Dateiformate sind heute bereits nicht mehr kompatibel zwischen CC und CS6.
    Lt. Adobe Spezifikationen der Cloud gibt es keine Garantie, dass künftige CC Dateien überhaupt noch abwärts kompatibel sind!
    Beschliesst Adobe Hardware Spezifikationen habe ich diesen zu folgen (oder ich verwende eine alte Version und zahle weiter für die neuste).
    Wenn ich mal die Software wechseln will, kann ich – um meine alten Datein weiter zu nutzen – trotzdem Jahrelang an Adobe zahlen.
    Wer all das nicht glauben will: Rufen Sie den Adobe Support an – ich habs getan (aber: die sind im Moment gut beschäftigt)!
    Das ist absolut untragbar!
    Wird eine Firma, die eh weiss, dass ihre Schafe nächsten Monat zahlen, die Motivation für herausragende Updates haben?
    Wenn Sie all das nicht glauben wollen: Rufen Sie den Adobe Support an! Ich habs getan.
    Wenn dieses Model Schule macht – ich will gar nicht dran denken.
    Ich bin seit über 20 Jahren treuer Adobe Nutzer. Meine Master Collection war bisher stets auf aktuellem Stand und bezahlt.
    Nun mag ich Photoshop nicht mal mehr starten sehen.
    Hier nutzt ein Monopolist eiskalt seine Marktmacht aus. Nicht mit mir.
    Nun werde ich mich definitiv nach Alternativen umsehen.
    Adobe ist für mich seit Montag nicht mehr Adobe.
    Ich möchte allen raten – Nein, ich bitte darum:
    Behaltet Eure CS6 am Leben so lange es geht.
    Adobe ist viel zu arrogant (sonst hätten sie einen Buy-Out Plan entwickelt) um auf Worte zu hören.
    Sie werden erst wieder einen Fuß von der Wolke auf die Erde setzen, wenn sie sehen, dass ihre Umstellung an der Börse Folgen hat.
    Ich hasse Mietmodele und Leasing. Ich will kaufen. Sei es ein Haus, ein Auto, eine Waschmaschine oder das Recht Software zu nutzen.
    Basta.
    Und Bye Bye Adobe!

  37. raischub says:

    Allein der Name „cloud“ ist hier völlig irreführend. Adobe nutzt hier einen Hype-Begriff um ein völlig neues Distributions-Model aufzusetzen!
    Cloud =
    Klassische Lösung (alle Programme werden lokal installiert und wie gewohnt ausgeführt)
    PLUS a weng Online-Speicher (damit man irgendwie den Namen & Wechsel begründen kann und gut klingt)
    PLUS ständiges nach Hause rufen zwecks Verifikation (wehe Sie sind mal länger als 90 Tage ohne Internetverbindung)
    MINUS Das Recht die Programme nach Ablauf weiter zu verwenden (erstellte Dateien bei nicht bezahlen oder kündigen aufgrund fehlender Software nicht mehr zu öffnen oder voll zu editieren. Konvertierungsmöglichkeiten für einige Apps bestehen, aber das mach mal nach n paar Jahren. Zudem nicht in vollem Umfang und andere Software brauchste trotzdem)

  38. raischub says:

    Ich wünsche allen, die daran teilnehmen immer genug Knete in der Tasche (ganz ehrlich) um die Miete zu zahlen. Ganz besonders dann, wenn der Kunde klingelt.
    Und ich hoffe inständig, dass – wenn das vom Markt nicht abgestraft wird – Apple und Microsoft nicht so gut hinsehen oder gar auf die Idee kommen, dass man das ja auch mit Betriebssystemen machen könnte…
    Aber, ich denke mal… die werden schon nicht… die meinens doch echt gut mit uns… oder…
    Ein ganz schmaler Hoffnungsschimmer: Börsenkurs seit Bekanntgabe am Montag 6.5. um 7% gesunken bei steigendem Nasdaq… ist die Welt am Ende doch gut? Informieren sich Börsenanleger am Schluss auch manchmal? Würde mich überraschen…

    Unterzeichnen und teilen (wie bereits über 11.000 andere):
    https://www.change.org/petitions/adobe-systems-incorporated-eliminate-the-mandatory-creative-cloud-subscription-model

  39. raischub says:

    Das Bezahl-Modell werden Apple & MS garantiert auch sexy finden! Und dann heist es beim System-Start erst mal: „Connecting to bank-account…“. So nicht, Adobe! Wehret den Anfängen!

  40. Für Studenten könnte jedoch ein Vorteil bei Adobes Creative Cloud sein, dass sie nicht den vollen Betrag einer alten Creative Suite Master Collection Student & Teacher sofort zahlen müssen (wofür Studenten meist gar nicht das Geld haben), sondern jeden Monat feste, niedrige Ausgaben haben, ähnlich wie bei einem Internet- oder Handyvertrag.
    Und dafür (fast) alle Adobe-Programme (auch kommerziell!) nutzen zu können ist doch schon eine schöne Sache wie ich finde!