Adobe, Apple, Google und Intel vermeiden Massenklage durch Millionenzahlung

Adobe, Apple, Google und Intel haben sich auf eine Zahlung von 324 Millionen US-Dollar geeinigt, um einen Rechtsstreit beizulegen. Eine Massenklage im Namen von rund 64.000 Mitarbeitern hätte die Firmen bis zu 9 Milliarden US-Dollar kosten können. Worum ging es? Angestellte der Firmen haben eine Massenklage angestrebt, da die Firmen Absprachen getroffen haben sollen, um die Gehälter niedrig zu halten. Diese Absprache beinhaltete, dass Angestellte nicht von den beteiligten Unternehmen abgeworben werden sollten.

E-Mails zwischen Eric Schmidt (Google) und Steve Jobs (Apple) sollen nicht nur belegen, dass solche Absprachen getroffen wurden. Aus einer E-Mail geht hervor, dass ein Personalvermittler von Google seinen Job verlieren wird, da er versucht hat, einen Mitarbeiter von Apple abzuwerben. Eine weitere E-Mail von Eric Schmidt legt nahe, dass die Absprachen nicht per E-Mail getroffen werden sollen, um keine möglichen Beweise zu schaffen.

Die Firmen haben eingeräumt, dass es wohl Absprachen bezüglich des Nicht-Abwerbens von Mitarbeitern der Konkurrenz gab, bestreiten aber, dass dies geschehen ist, um die Gehälter niedrig zu halten. Ende Mai hätte der Prozess beginnen sollen, der die großen Firmen sicher nicht im besten Licht hätte erstrahlen lassen. Die Beilegung des Streits muss noch vom Gericht genehmigt werden, dann ist die Sache vom Tisch und erspart vor allem den Firmen einen wohl recht unangenehmen Prozess.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Was ist die Quelle für diesen Artikel?

  2. Die Quelle steht wie immer hinter der Kombination der Buchstaben „Q“ „U“ „E“ „L“ „L“ „E“.

  3. hans feter prietrich says:

    😀

  4. Oh. Das ist jetzt peinlich ;-). Ich habs einfach nicht gesehen, wahrscheinlich weil ich unterbewusst dachte, mit der Verlinkung der Bildquelle und dem Hinweis „Nächster Artikel“ ist alles zu diesem Artikel gesagt. Sorry für die unnötigen Kommentare und danke für die Antworten.

  5. Dankeeee <3 Einen unnötigen "Rechtsstreit", bzw. Kindergartenkrieg weniger! Ich finde es toll!!! Darüber sollten Apple und Samsung auch denken!

  6. Diese Art Menschen sollte man für einen Mindestlohn für den Rest des Lebens arbeiten lassen, inklusive Entziehung der Finanzen. Da machen diese Unternehmen bereits Milliarden! Gewinn und sind immer noch nicht zufrieden bzw. verhindern den Aufstieg guter Mitarbeiter. Unglaublich.

  7. Glaube da ging es mehr um das Abwerben, als um die Löhne. Das mit der Verhandlungsbasis bei Löhnen war da wohl der Nebeneffekt

  8. Na da lassen sich die 64.000 Mitarbeiter aber ganz schön abspeisen. Zwischen 324 Millionen und 9 Milliarden liegt aber ein recht großer Unterschied, vor allem wenn die Klage aufgrund der Sachlage wirklich Aussicht auf Erfolg hat.

  9. Wusste garnicht, dass man bei den Firmen überhaupt ein (objektiv) niedriges Gehalt haben kann XD

  10. Muss der Staat dann nicht klagen? Schließlich geht es hier um Gesetzesbruch, auch wenn die Mitarbeiter von der Klage absehen würden… (?!?!) Damit kaufen die sich ja quasi frei. Oder sehe ich das falsch?

  11. @Flo Cola
    Nein. Auch wenn wir hier Kartellbildung im Raum steht, beträfe ein solches Kartell nicht die Allgemeinheit. Alle (potentiell) Geschädigten schließen einen Vergleich mit allen (potentiellen) Schädigern, Problem gelöst. Zumal das ohnehin nur Zivilrecht ist und zudem in einen Land stattfindet, dessen Rechtssystem auf dem Common Law basiert.

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