Aboalarm verklagt O2 wegen nicht akzeptierter Vetragskündigungen

artikel_aboalarmDen Dienst Aboalarm kennt Ihr sicherlich, hatten wir auch schon ein paar Mal im Blog. Über den netten Service kann man einfach einen Überblick über Laufzeitverträge behalten und diese bei Bedarf sogar direkt über den Dienst kündigen. Hierfür stehen Standardschreiben zur Verfügung, die mit den eigenen Daten befüllt werden und dann direkt an den Anbieter gehen. Das klappt in der Regel auch ganz gut, mit E-Plus konnte sich das Unternehmen bereits 2013 einigen, Kündigungen werden hier ohne Probleme akzeptiert. Bei O2 ist dies aber nicht immer der Fall.

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Einzelne Mitarbeiter sollen Kündigungen, die über Aboalarm eingehen, einfach nicht akzeptieren. Ein Argument sei eine nicht rechtsgültige Unterschrift auf der Kündigung, allerdings ist eine solche in den AGB von O2 auch gar nicht vorgesehen. Laut Aboalarm steigen seit drei Jahren die Beschwerden der Kunden über das Kündigungsprocedere bei O2. In Fällen nicht akzeptierter Kündigungen setzte sich Aboalarm aber immer ein und erwirkte auch die Akzeptanz dieser. Da alle außergerichtlichen Versuche auf eine Einigung mit O2 zur Akzeptanz der Aboalarm-Kündigungen gescheitert sind, darf sich nun das Gericht in München mit der Sache befassen.

Dr. Bernd Storm van’s Gravesande, Mitgründer und Geschäftsführer von Aboalarm:

„Zwar haben wir betroffene Kunden stets unterstützt und bisher im Einzelfall auch immer die Bestätigung der Kündigung erwirken können. Doch alle außergerichtlichen Bemühungen, O2 von den Ablehnungen unserer Kündigungen abzubringen, scheiterten. Jetzt blieb uns keine andere Wahl mehr als gegen die Telefónica Germany juristische Schritte einzuleiten.“

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. Unternehmen, die ihre Kunden online an sich binden, müssen ihnen auch die Möglichkeit geben, das Vertragsverhältnis online wieder zu lösen, urteilt das Landgericht München. Eine Klausel, die eine Kündigung per Brief oder Fax vorschrieb, sei demnach unwirksam.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/lg-muenchen-online-dienste-muss-online-kuendigung-akzeptieren-a-959572.html

    Ich hatte übrigens ähnliche Probleme mit 1und1, die sich auch anfänglich weigerten, meine Kündigung ohne Fax/Brief zu akzeptieren. Bis ich genau diesen Spiegel-Artikel zitierte, dann ging es plötzlich doch.

  2. O2 ist ein Saftladen… Ich bin froh das ich da demnächst weg bin. Ich habe meine eigenen Gründe, also lasse ich meinen Kommentar und kommentiert. 🙂 Soll jeder mit dem glücklich werden, was er mag. O2 ist bei mir durch. Sorry. Das sie sich da Querstellen ist auch typisch. Die tuen halt nixx für den Kunden.

  3. ich habe denke ich fast alle Festnetz und Handyprovider durch und O2 war mit Abstand der mit dem schlechtesten Service …

  4. Super, ich dachte schon, ich wäre der einzige mit schlechten Erfahrungen! Nie wieder O2! Leider noch bis zum 3.6.16 „gefangen“.

  5. Ich finde es eine Schweinerei das man in der Regel keine online Kündigungen akzeptiert. Auf der einen Seite wollen die Anbieter alles online abwickeln – um dadurch angeblich die Umwelt zu schonen – aber auf der anderen Seite fordern Sie vom Kunden eine „old-school“ Kündigung per Briefform. Das ist doch ein Widerspruch in sich. Hier will man doch einfach nur die Faulheit des Kunden ausnutzen mehr nicht.

    Über o2 kann ich kein schlechtes Wort verlieren. Ich wechsle alle 2 Jahre den Anbieter. Meine Erfahrung -> es ist alles eine Sache der Kommunikation. In Sachen Service nehmen sich alle Mobilfunker nichts… die wollen alle nur unser Geld ;).

  6. Das normale Kündigungsprozedere von O2 DSL ist eh unter aller sau. Man kann online die Kündigung vormerken lassen. Diese Vormerkung verfällt nach einer gewissen Zeit (< 1 Monat). In diesem Zeitraum muss man bei der Hotline anrufen, um wirklich zu Kündigen. Dabei wird zuerst eine falsche Hotline-Nummer angegeben, sodass man sich zweimal durch das Telefonmenü quälen muss. Anschließend drückt der Support auf gefühlt einen Knopf und die Kündigung ist fertig. Den einen Button hätte man auch noch online machen können.

    P.S. anschließend kommen natürlich zig Rückholangebote per mail

  7. Wie von Bla beschrieben, sieht das Prozedere vor, dass man eine Nummer anruft, nachdem man online gekündigt hat. Ich wollte aufgrund schlechter Sprachqualität kündigen und konnte beim Kündigungsgespräch die Dame am anderen Ende nicht verstehen, da die Verbindung mal wieder so schlecht war. Hatte eine gewisse Komik.

  8. @Michael Haha, das ging mir exakt genauso. Allerdings war der Supportmitarbeiter da auch recht einsichtig und freundlich. Was soll er denn auch sagen?

  9. Das Prozedere, das Bla und Michael schreiben, kann man auch für sich nutzen. Wenn man mal keine großen Alternativen hat und die zweijährige Vertragsverlängerung ansteht, kündigt man einfach den Vertrag (bspw. 3 Monate vorher). Der erzwungene Anruf bei der Hotline ist nichts anderes als die „Kundenrückgewinnungs-Hotline“. Darüber lassen sich dann meist bessere Konditionen für die Verlängerung des Vertrags verhandeln.

  10. So hab ich das auch schon zweimal gemacht. Mein jetziger Preis ist unschlagbar. Aber ich würde gerne wissen, ob das Prozedere wirklich rechtens ist, also dieses Vormerken und dann einfach sagen „Kunde hat sich nicht gemeldet, verlängern wir den Vertrag einfach“.

  11. Aus genau diesen Gründen nehme ich mir den Aboalarm Text und editiere in jede Kündigung eine Erwähnung entsprechender Paragraphen ein und setze Fußnoten mit Zeilenangaben zu den AGB – an der entsprechenden Stelle der Kündigung…
    Dann kann niemand sagen ich hätte nicht darauf aufmerksam gemacht, dass ich auch so kündigen kann.
    Unten drunter ein
    „Dieses Schreiben ist laut Punkt XY Ihrer AGB ohne Unterschrift gültig und Rechtswirksam.“
    Bei kritischen Kündigungen könnte man auch im gleichen Atemzug §314 des BGB erwähnen…

  12. Suuuuuper Thema! Spricht mir aus der Seele.

    Zwei Handyverträge und ein DSL Vertrag später bin ich um einige Erfahrungen reicher, was O2 Deutschland betrifft.
    Was man sagen kann ist -und das gilt für jedes Unternehmen- das es extrem von den einzelnen Mitarbeitern abhängt, wie man mit Kündigung und Kundenservice generell umgeht.
    Aber: was ich bei O2 erlebt habe, war insgesamt immer das gleiche, immer eine Zumutung und ein Krampf. Das komplette Programm von allem, was oben schon geschrieben steht.

    Never touch a running System – und nie wieder O2.

  13. O2 ist ein app ocker laden

  14. Die akzeptieren auch keine telefonische Kündigung…
    Ich hänge da auch schon seit zwei Jahren drin und komm nicht raus…

  15. Ja, O2 ist echt ein Mistladen. Internetanbieter sind alle nicht das Gelbe vom Ei, aber O2 unterbietet echt nochmal alles andere. Bleibt dem Laden bloß fern.

  16. Erstmal muss ich sagen ein lob an Aboalarm das dies durchziehen. Hatte damals meine Kündigung auch mit dem Unterschrifts vermerk wiederbekommen. Seitdem schicke ich in kritischen Fällen immer Küdigungen per Einwurfeinschreiben raus. Die gelten immer als zugestellt im gegensatz zu den Unterschrifteinschreiben, die man ablehnen kann.

    Generell sind alle Telefon-Anbieter eine Katastrophe wenns um Service geht und meistens funktionierts nur mit Druckmitteln und einschreiben!

    @Regina: Kündigung per Einschreiben und gleich den Lastschrifteinzu mitkündigen. Mahnungen dann ggf. An den Anwalt weitergeben.

  17. Also ich bin mobil seit über 10 Jahren bei O2 und kann mich über den Service nicht beklagen.
    Habe zwar auch zwei mal Situationen gehabt, in denen ich mich gefragt habe, ob ich nicht kündigen sollte.
    Einer davon war auch sogar eine Kündigung, mangels ausreichendem Empfang an Orten, wo ich oft bin (Verwandte, Freunde etc). Procedere wie schon beschrieben. Online vormerken, telefonisch bestätigen. Beides an einem Tag durchgezogen. Habe ich mir per Mail und SMS bestätigen lassen. Dann kann aber tatsächlich der Fall, dass ich meine Kündigung zurück ziehen wollte (war sehr früh von mir veranlasst worden), als E-Plus und O2 die Netze dann tatsächlich zusammen legte. Es trat ein, was ich nicht zu träumen gewagt hatte: Der Empfang hat sich drastisch verbessert. Da ich – wie eingangs erwähnt – mit Service und Konditionen zufrieden war, wollte ich eben doch bleiben.
    Also an der Hotline angerufen und das klären wollen. Da wurde mir mitgeteilt, die Kündigung sei bereits von mir zurück gezogen worden. Da das nicht der Fall war, hakte ich nach. Und siehe da! Einige Zeit nach meiner telefonisch bestätigen Kündigung rief natürlich ein Mitarbeiter an und erkundigte sich nach dem Grund. Ich erklärte es und bekam daraufhin einen Rabatt auf die monatliche Grundgebühr bis zum Ende der Laufzeit angeboten. Den nehm ich natürlich an. Was mir nicht gesagt wurde: Mit der Annahme des Rabattangebotes wurde automatisch meine Kündigung widerrufen. Daraufhin war ich dann sauer. Auf meine Frage, ob man so mit langjährigen Kunden umgehe und ob das normal sei, darüber nicht per E-Mail etc. informiert zu werden, entschuldigte sich der Mitarbeiter. Da es nun für eine fristgerechte erneute Kündigung mittlerweile zu spät war und diese sowieso zurück ziehen wollte, bot mir der Mitarbeiter erneut einen Rabatt an.

    Das war das einzige Mal, wo ich in diesem Sinne tatsächlich verarscht worden wäre. Ich nehme an, die Provisionen für den Rückzug einer Kündigung sind recht hoch. Ansonsten hatte ich nie das Gefühl, verarscht oder abgezockt zu werden.

    Ein anderes Mal bekam ich wegen zwei Tagen Zahlungsverzug für Tarif und Ratenzahlung je eine Mahnung mit Mahngebühren von 19,99€! Ich rief an und wollte eine detaillierte Aufschlüsselung der jeweils 20 Euro Mahngebühren. Ich wollte wissen, was an einem automatisierten SAP Ablauf genau den so teuer sei, die insgesamt 40€ zu rechtfertigen. Auch da war dem Mitarbeiter regelrecht peinlich, dass ich als langjähriger Kunde, der sonst noch nie in Zahlungsverzug geraten war, eine solch hohe Mahngebühr bekam, zumal er ja auch sehen konnte, dass ich das Geld direkt den Tag überwiesen habe, wo die Forderung von O2 von der Bank mangels Deckung meines Kontos zurück gebucht wurde. Das war allerdings ein Freitag, weshalb die Server der Bank wohl schon im Wochenende waren. Klar, Eigenverschulden. Aber auch 5€ Mahngebühren hätte ich nicht bezahlt. Weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Unternehmen gegenseitige Zahlungsziele auch nicht einhalten und trotzdem dreist Skonto abziehen.

    Man darf nur generell eines nicht machen: In solchen Situationen unüberlegt reagieren und uninformiert drauf los schimpfen. Vorab ein Blick in die eigenen Unterlagen, AGB, Verlauf und Stand des eigenen Kundenkontos, ggf. eine schnelle Google-Suche. Dann entweder den direkten Kontakt in einem Shop, Filiale u.s.w. oder an der Hotline suchen, freundlich bleiben und sich anfangs etwas dumm stellen. Dann merkt man auch schnell, ob man verarscht wird, oder ob es einfach irgendwo einen Fehler oder ein Missverständnis gegeben hat. Dementsprechend kann man dann immer noch seinen Unmut im passenden Maße äußern. Um Rabatte bei O2 habe ich noch nie gebeten und schon einige bekommen.
    Und ans Ziel komme ich mit dieser Methode auch fast immer.

    Wie gesagt. Über O2 kann ich nicht klagen. RSS ist immer eine Sache, wie man mit dem Gegenüber umgeht. Wenn die nicht den Eindruck haben, man macht ihnen einen Vorwurf, haben die auch gar nicht erst das Gefühl in die Verteidigung gehen zu müssen.

  18. @Wikibear

    Was ist denn deiner Meinung besser?

    Vodofone? Ich bin von o2 zu Vodafone damals gewechselt, in der Hoffnung ein besseres Netz in der Stadt und auf dem Lande zu bekommen.

    Doch Irrtum. Es war noch schlechter. Zudem war bei mir der Google Hangout Dienst unzugänglich gemacht.

    Ich habe extra hierfür einen VPN Dienst aktiviert und plötzlich konnte ich Nachrichten wieder verschicken.

    Drei mal hab ich mich deshalb beschwert. Jedesmal wurde dann vorgeworfen, es würde an der App oder dem Smartphone hängen.

    Nun Teste ich die Telekom. Hier habe ich Indoor meist nur GSM mit sehr langsamen GPRS/EDGE und kein UMTS/LTE mehr. Das soll ja aktuell das beste Netz zu sein?

    Egal wer von den dreien. So richtig klappts bei keinem Perfekt.

  19. Ich kenne einen ähnlichen Fall aus dem Bekanntenkreis.
    Da wurde die Kündigung per Aboalarm erstellt, aber selbst per Fax versandt.

    Der Bekannte hat dann natürlich nicht darauf geachtet, ob eine Kündigungsbestätigung kam. Kam nämlich nicht. Auf Nachfrage, als es schon zu spät war, hieß es: keine Unterschrift, nicht anerkannt, daher keine Reaktion. Ganz die Feine Art also.

    Ich habe dann Aboalarm freundlich angeschrieben und um Hilfe gebeten, worauf aber überhaupt nicht reagiert wurde.

    Alles in Allem sehr unschön und mit viel Raum für Verbesserung.

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