Amazon schließt in den USA seine Pop-up-Stores, andere werden aber ausgebaut
Pop-up-Stores von Amazon kennt man seit letztem Jahr auch in Deutschland. Zur Weihnachtszeit hat Amazon in Berlin einige Highlight-Produkte auf diese Weise dem Offline-Publikum präsentiert. In den USA sind diese Pop-up-Stores viel verbreiteter – aber anscheinend nicht von Erfolg gekrönt. Denn Amazon wird alle Pop-up-Stores in den USA zum 29. April schließen, wie das Wall Street Journal berichtet und von Amazon auch bestätigt wurde.
In diesen Shops hat Amazon vor allem eigene Geräte wie Echo-Lautsprecher oder Kindle e-Reader präsentiert. Nun wird die Strategie überdacht, mehr Fokus auf Amazons Buchläden und die sogenannten 4-Sterne-Stores, die Produkte von Amazon anbieten, welche mindestens mit einer 4-Sterne-Bewertung versehen sind. Diese Bereiche sollen demnach ausgebaut werden.
Das breitere Angebot soll auch für den Kunden besser sein, deshalb wird man dieses Jahr noch neue Standorte für solche Stores eröffnen. Die Einstellung der Pop-up-Stores soll hingegen kein Anzeichen dafür sein, dass sich Amazon etwa aus dem Offline-Geschält zurückziehen möchte. Vielmehr möchte man das alles besser integriert in größeren Stores mit mehr Auswahl anbieten. Für Angestellte der Pop-up-Stores in den USA kommt das Ganze dennoch überraschend.
Amazon ist in einer sehr günstigen Position. Während viele Händler gerade genau den anderen Weg gehen, von offline zu online, rollt Amazon das Feld quasi von hinten auf. Dominiert wird der Online-Handel bereits, da kann sich Amazon nun praktisch in aller Ruhe mit dem Offline-Handel beschäftigen, um seinen Kundenkreis zu erhöhen.
Die Pop-up-Stores wären bei uns bestimmt der Renner, wer mag schon volle Discounter Kassen wenn man nur klein Kram kaufen muss zum essen, ALDI SÜD Testet es ja schon.