ÖPNV: 90 Tage für 9 Euro / Monat

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Es ist Krieg in der Ukraine und die Preise für Kraftstoffe und vieles andere sind gestiegen. Viele alberne, aber auch gut Ideen haben schon die Runde gemacht. Die Ampel-Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP haben sich nun auf ein Entlastungspaket geeinigt, so der Tagesspiegel. Darin unter anderem enthalten: Im öffentlichen Personennahverkehr soll es für 90 Tage ein Ticket für 9 Euro pro Monat geben. Nicht bekannt ist bislang ist, ob das Ganze generell in Deutschland gilt – und vor allem stellt sich mir die Frage: Wie hoch mag wohl der Verwaltungsaufwand für jenes Ticket sein? Vermutlich wäre es günstiger gewesen, den ÖPNV für 90 Tage kostenlos zu machen…

Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick:

  • Es wird einmalig eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro als Zuschuss zum Gehalt ausgezahlt.
  • Die Energiesteuer auf Kraftstoffe wird befristet für drei Monate auf das europäische Mindestmaß abgesenkt.
  • Im öffentlichen Personennahverkehr soll es für 90 Tage ein Ticket für 9 Euro/Monat geben.
  • Familien erhalten für jedes Kind ergänzend zum Kindergeld einen Einmalbonus in Höhe von 100 Euro. Das Geld wird über die Familienkassen ausgezahlt.
  • Wer Sozialleistungen bezieht, erhält zu der bereits beschlossenen Einmalzahlung von 100 Euro weitere 100 Euro. Zudem steigt der Heizkostenzuschuss auf 270 Euro.
  • Mit einer Novelle des Gebäudeenergiegesetzes soll etwa im Neubau ab dem 1. Januar 2023 der Effizienzstandard 55 verbindlich festgelegt werden.
  • Eigentümer sollen verpflichtet werden, über 20 Jahre alte Heizungen auszutauschen.
  • Ab dem 1. Januar 2024 soll möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden.

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91 Kommentare

  1. Fritz Mukula says:

    „Eigentümer sollen verpflichtet werden, über 20 Jahre alte Heizungen auszutauschen.“

    Da darf man sich wohl demnächst wieder um steigende Mieten freuen, die das wieder kompensieren sollen.

    • Möchtest Du lieber horrende Heizkosten zahlen und für die schlechten Schadstoffwerte mitverantwortlich sein?

      • Meine Terme kommt aus dem Jahr 1989, der Monteure meinte das wäre ein Märchen das die diese Brennkammern sich marginal verbessert haben über die Jahre, der meinte da wäre nur mehr elkroschrott drin der schneller kaputt geht. Weil ich auch dachte ich würde damit negative zur Umweltbelastung beitragen und wollte die tauschen lassen.

        • Unsere stammt von 1992, die Vorbesitzerin hat damals bei der Umstellung von Öl auf Gas richtig investiert, daher läuft das alles noch wunderbar. Es fehlen vielleicht ein paar Komfortmerkmale (Urlaubsprogramm, Nachtabsenkung (haben nur ne Nachtabschaltung), aber sowohl der Schornsteinfeger, als auch der Wartungsmann sind jedes Jahr zufrieden. Auch die anstehende Umstellung von L- auf H-Gas soll problemlos möglich sein. Wie ressourcenschonend ist es nun eine solche Anlage auszutauschen? Mal abgesehen davon, dass das Geld auch irgendwo her kommen muss, im Einfamilienhaus kann ich es auf keine Mieter umlegen…

      • Eine 20 Jahre alte Gastherme, die jährlich gewartet wird verbraucht nicht mehr Gas als eine aktuelle. Die Schadstoffwerte müssen sowieso eingehalten werden, sonst wird sie vom Bezirksschornsteinfeger stillgelegt.

        • Man soll ja auch nicht eine alte Gastherme gehen eine aktuelle Gastherme austauschen, sondern gegen eine nachhaltige Lösung. Also in der Regel eine Wärmepumpe, die dann idealerweise zumindest in absehbarer Zeit mit grünem Strom betrieben wird.

        • Stimmt, aber ich vermute die Gesetzgeber hätten lieber eine neue Heizung aus dem Bereichen Wärmepumpe / Erdwärme / Solartermie / usw. und nicht nur eine aktuellere Gasheizung.

    • Jeder Hauseigentümer der rechnen kann ersetzt derart alte und/oder ineffektive Heizungen von selbst, auch ohne eine gesetzliche Pflicht.

      Spart am Ende des Tages übrigens auch den Mietern Heizkosten.

      • Also mein Vermieter interessiert sich für meine Heizkosten herzlich wenig. Er bezahlt sie ja nicht.

        Klar ist eine energetisch bestens sanierte Wohnung attraktiver und es lässt sich eine höhere Miete kassieren. Letztlich hängt der Vermieter aber auch am Mietspiegel und angesichts des Wohnungsmangels in vielen Städten wird er das „alte Loch“ zur Not auch so los.

        • Wenn es ein reines Mietshaus ist dann ja, wenn der Vermieter selbst noch in dem Haus wohnt hat er durchaus ein Interesse an einer zeitgemäßen Heizungsanlage.

          Mal ganz davon abgesehen, dass es auch die Attraktivität und damit die mögliche Miete bei einer Neuvermietung erhöht.

      • Naja, aber dem Vermieter sind die Heizkosten aber egal.
        Wenn der Vermieter nun für ~20.000€ eine neue Heizungsanlage einbauen muss, dann wird das schön auf die Miete umgelegt.
        Wenn die alte Anlage dafür 50€ mehr pro Monat braucht, juckt den Vermieter nicht.

        • Sehr viele Vermieter in Deutschland sind private Vermieter, die oft auch im selben Haus wohnen in dem sie 1-2 Wohnungen noch vermieten. Von daher interessieren günstigere Heizkosten durch eine neue Heizungsanlage auch den Vermieter.

          Dass die Kosten für eine neue Heizungsanlage anteilig zu einem kleinen Teil auch auf die Mieter umgelegt werden dürfen ist ja durchaus fair.

  2. Bei uns kostet das Busticket (1 Ticket) Derzeit 3,20 Euro!!!!! So viele Ausrufezeichen kannst du gar nicht machen. Bahn und Bus sind hier fast immer teurer als mit dem Auto zu fahren. Dazu noch dreckig und es juckt auch von Anfang an keinen Busfahrer ob und wie wer seine Maske trägt. Nur kurz dazu. Komplett verballert meine Stadt. Denn wer fährt am Ende des Tages Bus und Bahn? Genau, diejenigen, denen das Geld für ein Auto fehlt.

    • Ich zahl für eine 30 Minuten Zugfahrt in die nächste größere Stadt 8.20€ hin und zurück! Da sind 3.20 ein Schnäppchen.

      • 8,20 € sind ein Schnäppchen. Bei mir sind es 12,40 € für Hin- und Rückfahrt mit BahnCard 50 – da kommen also nochmal 234 € oben drauf.

    • brathering says:

      Ich habe das Geld für ein Auto, brauche aber keins. Und fahre Bus und Bahn.

    • Fahrradfahren! Gut für die Gesundheit und die Umwelt.

    • Und du glaubst Autofahren wäre günstiger?

    • Der ÖPNV war schon früher absurd teuer. Ich würde ja durchaus öfter mal mein Auto stehen lassen z.B. wenn ich in die nächste größere Stadt fahre am Wochenende. Aber bei den Ticketpreisen müsste ich vollkommen verrückt sein das zu tun.

      Das lohnt sich schon für eine Person nicht, und wenn man mit mehreren Leuten im Auto sitzt schon dreimal nicht.

    • Ich weiss ja nicht, in welcher Stadt die Menschen leben, die nur deshalb ÖPNV benutzen, weil ihnen das Geld für Autos fehlt. In meiner Stadt fahren jedenfalls sehr viele Menschen ÖPNV, obwohl sie sich ein Auto leisten können.

      • Oliver Wegner says:

        Der Trick ist wie immer ganz simpel: Jahresticket im Abo. Da landest du eigentlich nie wesentlich über 60 € im Monat. Nicht in Berlin, nicht in Brandenburg, nicht in Österreich, nicht in Bayern. In MV gibt es keinen nennenswerten ÖPNV. Den Rest kenne ich jetzt nicht im Detail. Hamburg ging aber auch von den Preisen, zumindest 2020.

    • Ich finde die Aktion auch scheisse. Bin Abonnent der Jahreskarte und somit schön gekniffen. Was für Klöpse!

      • Wieso bist du gekniffen? Bist du jetzt schlechter dran als vorher? Das Gefühl nennt man Neid. Das geht vorüber …

    • Anschaffungskosten, Reparaturen, Treibstoff, Versicherung … wenn du alle Faktoren einbeziehst, wirst auch du zu dem Ergebnis kommen, dass es ein Märchen ist, mit dem Auto sei eine solche Fahrt billiger.

      Aber ich kenn das von Freunden. Die rechnen nur den Sprit gegen und erzählen mir dann, sie würden ja viel mehr mit den öffentliche Verkehrsmitteln fahren, wenn sie nicht so überteuert wären. Von den deutlich niedrigeren Kosten pro Fahrt mit einer Monatskarte oder Mehrfachtickets mal ganz abgesehen, macht man sich da nur selbst etwas vor, um das Gewissen zu beruhigen.

  3. Wie ist das mit Jahreskarten für den ÖPNV?

    • Dort steht doch erstmal für 3 Monate? Nachdenken?

      • Es geht darum, ob dieser „Rabatt“ auch auf Jahreskarten angerechnet werden kann. Man kommt ja nicht so einfach aus dem bestehenden Vertrag raus um davon nutzen zu können …

    • Die werden im Gegenzug ab nächstes Jahr massiv teurer, um das Ganze zu finanzieren.

  4. Super für Leute in der Stadt
    Hohn für Leute auf dem Dorf

    Aber das kannte man ja bereits aus der Diskussion rund um den kostenlosen Nahverkehr

    • Man kann es nicht jedem Recht machen, so ist das nun mal. Autofahrer werden doch auch beschenkt, siehe Pendlerpauschale. Wo ist das Problem?

      • kommst du aus der Stadt? 😉

        Die Pendlerpauschale mit den 30Cent/km sind unterdessen auch ein guter Witz mehr nicht.

        • Zieh doch in die Stadt

        • Warum sollte es denn überhaupt eine Pendlerpauschale überhaupt geben? Ein ländlicher Haushalt bläst im Durchschnitt 3,5Tonnen mehr CO2 in die Luft und soll dafür auch noch belohnt werden. Ja ne ist klar.

        • Es sind 38 Cent / km und Benzin und Dieselpreise sollen gesenkt werden. Meiner Meinung nach aber ein totaler Irrsinn, dass die SUV und Porschefahrer auch noch belohnt werden.

      • Dummes Argument. Man macht es nicht „jedem Recht“ man vergisst einfach einen Teil der Bevölkerung bzw. ignoriert ihn bei vielen Dingen bewusst.

        • Wieso werden Teile der Bevölkerung vergessen? Jeder kann den ÖPVN nutzen. Es ist keiner davon ausgeschlossen. Selbst der Dorfbewohner fährt ab und zu in die Stadt und lässt sein Auto stehen um mit dem ÖPVN zu fahren.

          Leider finde ich deine Argumentation nicht weniger dumm. 🙂

    • Nokiezilla says:

      Für mich wäre es eher Hohn, in einer (Großstadt) leben zu müssen.

      • Es gibt ja auch noch was zwischen Dorf und Großstadt. In einer Kleinstadt hat man in den meisten Fällen kurze Wege und spart sich das Gejammer über hohe Spritpreise, weil man zu Fuß, mit Fahrrad oder Öffis überall hinkommt. Niemand zwingt dich, auf dem Dorf zu wählen. Und wenn du dich aufgrund der vermeintlich höheren Lebensqualität explizit dafür entscheidest, kann man auch da Lebensmittelpunkte finden, die ohne Auto nicht völlig von der nächstgrößere Stadt abgeschnitten sind.

        Letztlich ist es natürlich bequem, immer mit der „Ich würd ja gern, aber …“-Karte zu winken. Ich habe seit 30 Jahren kein Auto und habe dadurch weder jobtechnisch noch privat irgendwelche Einschränkungen.

    • Immer dieses gejammer der Dörfler…..
      Dafür ist das Wohnen bei euch idr. günstiger als in der Stadt und das Pendeln wird euch auch noch finanziert durch die hohe Pendlerpauschale.

      das heißt nicht das ich gegen einen Ausbau des ÖPNV bin auf dem Dorf…. Aber hört endlich auf zu jammern das ihr immer und überall benachteiligt werdet.
      Ich hab in der Stadt übrigens immer nch kein Glasfaser während alle Dörfer um mich rum schon Glasfaser haben, noch son Beispiel wo das Dorf mittlerweile bevorzugt wird und trotz dem wird gejammert.

    • Für mich ist es eher Hohn, dass viele Autofahrer*innen meinen, dass Sie besonders belastet seien, weil sie auf dem Land leben.
      Die Kosten für die Nutzung von persönlichen Kraftfahrzeugen sind doch im hohen Maße subventioniert. Auch jetzt noch. Hinzu kommt ein Anspruchsdenken, dass die Straße den Autofahrer*innen gehöre. Pointiert ist das in der Floskel: „Freie Fahrt für freie Bürger“ zusammengefasst.
      Sämtliche Erkenntnisse weisen doch darauf hin, dass wir weg müssen vom motorisierten Individualverkehr. Sicherlich geht das nicht für jeden sofort, langfristig muss aber ein Umbau stattfinden. Und auch wenn eine Preissteigerung von 30 Cent pro Liter Benzin in dem Zeitraum heftig ist, wird es langfristig nur ein erster kleiner Schritt sein.

      • Die Kosten für die Nutzung sind subventioniert?

        Wenn sich jemand für 40.000 EUR ein Auto kauft, dann hat er schon 40.000 EUR an Einkommensteuer und sonstigen „Steuern“ (Krankenkasse etc) bezahlt.
        In den 40.000 EUR Kaufpreis sind 6.400 EUR Mehrwertsteuer enthalten.

        Bei jedem Tanken sind ebenso wieder 60% Steuern auf dem Preis drauf.
        Zusätzlich zu der Willkür des Ölkartells.

        Aber ok, man kann das natürlich Subentionierung nennen.

    • Jeder sucht sich seinen Wohnort doch selbst aus. Ich persönlich würde auch mit kostenlosem ÖPNV nicht in einer Großstadt dauerhaft leben wollen.

  5. Wow.
    So gut die Ideen sind (Austausch alter Heizungen, Mindeststandards bei Effizenzklassen): sehr ambitionierte Ziele.
    Wer schon Mal versucht hat, einen Termin bei einem Handwerker zeitnah zu erhalten, hat Glück gehabt.

    • Das habe ich mir auch gedacht. Wenn man bedenkt, das neue Heizungen zudem alles andere als günstig sind und eine Rohstoff knappheit vorherscht (die Heizungen müssen auch ersteinmal hergestellt werden). Am Ende wird der jetzt schon ausgebeutete Bürger nicht entlastet sondern eher weiter belastet, sprich ausgebeutet, denn der normal Bürger zahlt definitiv drauf. Die Reichen/“Elite“ wird immer reicher und die armen immer ärmer, eine bürgerliche Mittelschicht schrumpft weiter und ist bald auch nicht mehr vorhanden.

      • dfvsdfvsdfv says:

        Neue Heizungen werden auch gefördert, teilweise bis zu 50% und der Austausch muss sicher nicht bis übermorgen passiert sein….
        Du bekommst also die Heizung zu 50% geschenkt und den Rest finanziert man dann halt und zahlt den Kredit mit dem Ersparnis ab 😉

  6. Peer Strickler says:

    Und wer bereits ein ÖPNV-Abo hat, der sollte es schleunigst kündigen, um ebenfalls in den Genuss zu kommen…

    • Funktioniert halt auch nicht bei Jahresabos

    • Einer der Dirks says:

      Ich gehe doch stark davon aus, dass die nicht so doof sind, die aktuellen ÖPNV Kunden so zu verarschen. Aktuell zahle ich 55 EUR und ich erwarte, dass drei Monate irgendwie nur 9 EUR kosten. Das ist jetzt eigentlich auch nicht so viel Aufwand.

      Aber falls dem nicht so ist (mit Logik darf man hier ja nicht kommen), dann kündige ich mein Abo und lasse es dann auch bis zum Herbst. Aktuell lohnt es sich eh nicht.

    • Ich als Jobticketnutzer bin jedenfalls stolz, mit meinem automatischen Verzicht auf dieses schnöde „9für90“-Ticket der zukünftigen Generation (an der ich nicht einmal biologische Shares erworben habe) keine höhere Schuldenlast aufgebürdet zu haben.

  7. Keiner in meinem Umfeld nutzt seit Corona den ÖPNV. Alle Fahrrad/Auto, sogar die Ökos haben sich wieder ein Auto gekauft.

    Stimme dir zu, gratis wäre am einfachsten. Dann die Laufzeit der existierenden Tickets entsprechend verlängern und alles ist fertig.

    • Bin fanatischer ÖPNV-Nutzer, nicht natürlich, sondern auschließlich per Vakzin immunisiert und körperlich fit durch und für regelmäßge Selbstbehauptungs-Trainings, wie sie nur der öffentliche Nahverkehr bietet. Probier es mal!

  8. Cloudworks says:

    Ich bin mit dem Maßnahmenpaket sehr zufrieden. Die 300 Euro nehme ich gerne mit. Und daß meine Vermieterin verpflichtet wird, die steinalte Öl-Heizung in den nächsten Jahren auszutauschen, freut mich ganz besonders.

    • schaue mal wie du zu den 300€ kommst 😉

      und joar viel Spaß bei der Mieterhöhung

      • @Michael: Du bist auch einer von denen, da könnte die Regierung jedem Bürger 1000 Euro vor die Tür legen, und du würdest immer noch was zu meckern haben, oder? Nix für ungut, aber dieses Runterreden, egal was getan wird, nervt.

    • Jetzt freust du dich vllt, aber viel Spaß mit der Mieterhöhung, die dich auf lange Sicht teurer kommt, als einmalige 300€ und eine modernere Heizung.
      Mich freut es zwar das du zufrieden bist mit dem Paket, aber ich persönlich betrachte die Dinge eher auf lange Sicht, den auf kurzer Sicht ist alles schön und gut, aber in der Regel kommt die böse Überraschung immer viel später.

    • Deine Vermieterin kann 8% der Kosten für die neue Heizung auf die Miete umlegen. Bei einer neuen Heizung für 20.000€ wären dass dann knapp 133€ mehr Miete/Monat. Also lieber nicht zu früh freuen.

      • 8 % pro Jahr (mit einem Deckel bei 3 € / qm in 6 Jahren).

      • Cloudworks says:

        Außer mir gibt es weitere 2 Mietparteien. Außerdem würden durch die Heizungserneuerung sicherlich Heizkosten in nicht geringer Höhe eingespart.

    • Soweit ich informiert bin kann Dich Deine Vermieterin an den Kosten der neuen Heizung beteiligen da diese umlagefähig ist. Das sind 8% pro Jahr insgesamt und wird dann anteilig auf Dich umgelegt.

      Sollte ich hier falsch informiert sein möge mich bitte jemand korrigieren.

  9. Unser Gesundheitsminister wird Schnappatmung bekommen. – Menschen, dicht an dicht gedrängt in der Pandemie, die Masken teilweise unter der Nase getragen, oder sichtbar verschlissen, Ponys, die sich beim ausatmen bewegen, überall wird gehustet und sich geräuspert… Nun ja, so ist es jetzt, morgen, zu den Stoßzeiten auf der ein, oder anderen Strecke bei uns… Da darf man gespannt sein was passiert, wenn der finanzielle Anreiz verlockend groß ist, den ÖPNV zu nutzen…

    Na ja, wir brauchen natürliche Immunität, die bekommt man nicht durch Infektionsvermeidung. Problematisch wird es für ältere und vorbelastete Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind und die nicht ausweichen können und die so nun möglicherweise auf mehr Menschen treffen…

  10. es gibt inzwischen diverse Quellen, die das ergänzen…

    – Es wird einmalig eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro als Zuschuss zum Gehalt ausgezahlt….
    genau das ist ja das Problem, denn das muss dann mit versteuert werden, schreibt die Süddeutsche. Mal abwarten, ob wir dann auch noch Sozialbeiträge zahlen müssen, wenn das als Brutto zugeschlagen wird…. dann bleibt nix übrig davon

    -Familien erhalten für jedes Kind ergänzend zum Kindergeld einen Einmalbonus in Höhe von 100 Euro. Das Geld wird über die Familienkassen ausgezahlt.
    so ist es, und es wird auf den Kinderfreibetrag angerechnet….was immer das auch bedeuten mag.

    • Erlen Ping says:

      Natürlich muss das versteuert werden damit es gerecht ist. Wenn jemand im Monat 10k verdient, soll der ruhig das meiste von den 300 zurück zahlen weil er es, ganz ehrlich, nicht braucht.

    • Das wäre ein schlechter Scherz wenn die 300 Euro nur brutto ausgezahlt werden. Dann hätte man sich den ganzen Aufwand gleich sparen können.

      • Das ist so, um die Sache wenigstens einiermaßen sozial zu realisieren.
        Wer mehr verdient und dementsprechend einen höheren Steuersatz hat, bekommt von den 300 Euro weniger aufs Konto als der Geringverdiener.

      • Ich halte es für eine gute Idee den 300€-Zuschuß brutto auszubezahlen. So werden höhere Einkommen nicht so stark entlastet, gehen trotzdem nicht leer aus.

        • Auch mit einem höheren Einkommen ist man von der Inflation betroffen, auch wenn das sicher nicht gleich zu Problemen führt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Mittelschicht auch entsprechend hohe Steuern sowieso schon zahlt.

          Von daher wäre die netto Auszahlung einer fixen Euro Prämie durchaus fair gewesen.

  11. Ich kann mich darüber nicht freuen, der Staat schenkt einem nichts. Höhere Krankenkassenbeiträge sind ja schon angekündigt worden. Der kleine Mann wird es am Ende wieder bezahlen dürfen. Die Frage ist nur wann. Das ist Symbolpolitik, keine Entlastung. Aber solange die Diäten steigen…

    • Ein Tipp von mir, geh in die Politik! Immer dieses Argument mit den Diäten. Die Politiker machen sicher nicht alles richtig, tragen aber auch eine verdammt hohe Verantwortung. Es ist immer leicht die Entscheidungen zu kritisieren, wenn man selbst keine Verantwortung dafür tragen muss. Irgendwann wird niemand mehr Lust haben sich in der Politik zu engagieren.

      • Eben, solche Argumente sind Stammtischniveau.

        Ein Bundestagsabgeordneter verdient nach meiner kurzen Recherche ca. 10.000 Euro pro Monat, das ist sicher nicht wenig Geld aber in der freien Wirtschaft würde jemand mit einer derartigen Qualifikation und Führungsverantwortung erheblich (!) mehr verdienen.

        Niemand geht in die Politik wegen des Geldes.

  12. Irreführende Überschrift. Sollte eher heißen 3×30 Tage für je 9€ oder 90 Tage für 27€ oder so in die Richtung…

    Abgesehen davon ein guter Schritt (obwohl gratis natürlich noch besser und…wer weiß…unter’m Strich günstiger kommen könnte).
    Die Frage ist allerdings: Was ist nach 3 Monaten? Alles wieder im grünen Bereich auf dieser Erde?

    • Manuel Stey says:

      Tatsächlich ist das nur ein Erhöhen des Gewinns auf Seiten der Ölkonzerne. Wer glaubt, dass sie dieses Geschenk nicht annehmen irrt sich….

  13. Bin schon gespannt ob von den 30cent/l Entlastung mehr als 10Cent/l an der Zapfsäule ankommen.

    Sparsames Fahren bringt da viel mehr. ich habe durch Tempo 100-110 statt 130+ den Verbrauch von 5,6l auf 4,5l reduziert.

    • brathering says:

      Ich bin vor allem auf die Reaktion gespannt, wenn die Preise nach 3 Monaten um 30 Cent ansteigen.

    • Ein vorübergehendes Tempolimit hätte sicher mehr gebracht. Wäre eine super Chance gewesen auch die Nörglern zu überzeugen.

    • Genau das ist der Punkt und zur Wahrheit gehört auch dazu, dass man vielleicht ein paar Minuten länger unterwegs ist, aber dafür viel entspannter ankommt. Tempomat an und rollen lassen auf der Bahn. Das ist wirklich effektiv.

    • Du kannst zu 100% davon ausgehen, dass von der Steuerersparnis das meiste die Ölunternehmen einkassieren werden und kaum was beim Verbraucher ankommt.

  14. ÖPNV lol
    sure

    300 Euro jeder ? safe not

  15. >>Vermutlich wäre es günstiger gewesen, den ÖPNV für 90 Tage kostenlos zu machen…

    Hätte man diesen Weg gewählt, dann wäre es wesentlich schwieriger den tatsächlichen Aufwand bzw. die tatsächliche Entlastung zu berechnen. Man hätte damit auch die Misswirtschaft einiger Verkehrsbetriebe finanziert. Das ist auch das grundsätzliche Problem bei der Einführung eines kostenlosen ÖPNV. Irgendwer muss trotzdem bezahlen und die Rechnung in schlecht organisierten Verkehrsnetzen wäre vermutlich höher als in den besser organisierten Verkehrsnetzen.

    Wir sehen hier und bei den anderen Entlastungsmaßnahmen wieder mal ein typisch deutsches Problem. Es wird gemeckert, kritisiert und bestenfalls werden (teils abstruse) Gegenvorschläge gemacht. Wir sollten uns Alle vergegenwärtigen wer für diese Maßnahmen die Verantwortung trägt und unseren Unmut richtig adressieren. Putins völkerrechtswidriger Krieg, sein Angriff auf ein friedliebendes Volk, das unsere Werte unterstützt und derzeit sogar mit Leib und Leben verteidigt, ist die Ursache. Wir Deutschen sind zu einem vom Frieden und seinem damit verbundenen Wohlstand verwöhnten und verweichlichten Volk geworden. Es ist Krieg – mitten in Europa – und wir regen uns über Maßnahmen unserer frei gewählten Regierung auf, die für uns die Folgen dieses Kriegs abmildern sollen. Es kann schneller gehen, als uns allen lieb ist, dass auch wir unsere Freiheit mit Leib und Leben verteidigen müssen!

  16. Also mal wieder mit der Giesskanne an alle Geld ausschüten, vor allem an die Nichtleistungsträger. Deutschland auf dem Weg in ein sozialistisches Niedriglohnparadies.
    Am Ende zahlen es dann die Nettosteuerzahler, die so langsam keine Lust mehr haben dürften.

    Der Deutsche hat wirklich eine hohe Schmerzgrenze. Ein Glück habe ich das hinter mir gelassen.

    • @EUtopia: Darf ich deine Kommentare so verstehen, dass deiner Ansicht nach nur Arbeitslose und anderes „Gesindel“ den ÖPNV nutzen, dir Umweltschutz (Heizung) am Allerwertesten vorbeigeht und du Förderungen für die Schwächsten der Gesellschaft generell ablehnst?

      Da kratzt du wiederum an meiner Schmerzgrenze. So viel Egoismus und vorurteilsbehaftetes Denken bei anderen Menschen tut ihr in der Tat weh.

    • „sozialistisches Niedriglohnparadies“

      Selten so gelacht. Was ist an niedrigen Löhnen sozialistisch? Wenn dann müsste es sozialistisches Einheitslohnparadies heißen. Da wäre ich dabei!

  17. „vor allem stellt sich mir die Frage: Wie hoch mag wohl der Verwaltungsaufwand für jenes Ticket sein? Vermutlich wäre es günstiger gewesen, den ÖPNV für 90 Tage kostenlos zu machen…“

    Wie Recht Du doch damit hast.

  18. Die Leute auf dem Land wirds freuen. Ironie off. Danke für Nichts.

  19. So kurzfristig bringt das eigendlich wenig,
    wir haben zwei Jahresfahrkarten für jeweils 56,10 Euro also 112,20 Euro da es als Monatsfahrkarte noch deutlich teuer ist hier in Bremen !

    Aber eine Fahrkarte vom Nachbarbundesland Bremen könnte für ein paar Ausflüge für zweimal 9 Euro vielleicht preiswert sein.

  20. Wie nett. Der Staat zahlt einige Krümel des Geldes zurück was er von seinen Bürgern erpresst hat.

    • @Greymane
      Wenn du wirklich mal am eigenen Leib erfahren willst wie es sich anfühlt, wenn der Staat seine Bürger erpresst, dann solltest du in die Russische Föderation auswandern und hier nicht so einen Quatsch vebreiten.

    • Manuel Stey says:

      Ah auch einer der in der deutschen Diktatur lebt.

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