Passwortmanager: Dashlane stellt seine neue App / Erweiterung vor

Wir hatten in der Vergangenheit darüber berichtet, wie Dashlane alte Zöpfe abschneidet und schneller entwickeln möchte. So haben die Entwickler des Passwortmanagers ja schon vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass man den Client für Windows und macOS aus dem Programm nehmen wird, stattdessen auf einen Passwortmanager im Netz setzen wird. Zwischendrin gab man bei Dashlane noch ein neues Essentials-Abo bekannt und im August wollte man ja auch etwas für seine Mac-Nutzer mit Safari-Browser tun. Das ist nun geschehen, denn im Blog hat der Entwickler seine neue Safari-Erweiterung vorgestellt.

Um den Richtlinien des Apple Mac App Stores zu entsprechen, werde man bei der Einführung der Anwendung sowohl die alte Dashlane-Anwendung für Safari als auch die ältere Desktop-Anwendung von Dashlane aus dem Mac App Store entfernen. Nutzer können diese jedoch weiterhin bis zu ihrer Einstellung Ende 2021 genutzt werden. Nutzer anderer Browser gehen da leer aus.

Die neue Dashlane-Anwendung für Benutzer von Safari mag laut der Entwickler wie eine Desktop-Anwendung scheinen, aber sie ist im Grunde lediglich die iPad-Anwendung, die zusammen mit der Safari-Erweiterung ausgeführt wird. Da hat man auf Apples Mac Catalyst gesetzt, sodass man nun ab macOS Big Sur auch eine „echte“ Mac-App nutzen könnte, die aber eben die iPad-App ist.

Vermutlich verschätzen sich einige Hersteller von Passwortmanagern sehr. Es gibt durchaus viele Nutzer, die mehr wollen als eine mobile App oder eine Web-Anwendung. Sieht man derzeit auch bei 1Password. Da trommelte man ja, dass mit 1Password 8 eine flotte und neue Mac-Anwendung auf den Markt kommen würde – unter der Haube setzt man da aber auf das bei vielen unbeliebte Electron-Framework, das sich gelegentlich sehr speicherhungrig zeigt – und ab und an auch weniger performant. Da müssen Anbieter wie Dashlane oder nun auch 1Password vielleicht besser mal das Auge auf die Kunden haben – denn sonst fällt denen das Abwandern zu Lösungen wie Enpass oder zum oft von uns empfohlenen Bitwarden womöglich sehr einfach.

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12 Kommentare

  1. Muss sagen das mir Dashlane zur Zeit am besten gefällt.
    Sehr viele Updates,toller Support und optisch auch schön anzusehen.
    1password kommt direkt dahinter,aber da habe ich in letzter Zeit öfter Mal Probleme mit gehabt und Updates kommen auch nicht so oft.
    Dashlane läuft einfach unkompliziert.
    Web Anwendung benötige ich persönlich nicht.

  2. Es gibt genug guter kostenloser Passwortmanager, die nicht auf eine Cloud des Anbieters angewiesen sind. Ich bleibe lieber bei keeweb und einer private Cloud.

  3. Ich finde, das mit den Abo-Modellen für Programm-Nutzung nimmt langsam überhand. Da wird den Nutzern vorgegaukelt, es wäre günstig. Aber Passwort-Manager gehören normalerweise nicht zu den Diensten, die man ständig wechselt. Und ob neue Versionen erscheinen oder nicht, es muss für die Nutzung immer weiter bezahlt werden.

    • Ich habe nicht den Eindruck, dass Abo-Modelle als „günstig“ verkauft werden. Es erlaubt den Machern jedoch eine nachhaltige Entwicklung, weil dauerhaft und berechenbar Geld für die bestehenden Abos fließt. Und das finde ich gerade bei einem Programm wichtig, das immer aktuell und möglichst sicher sein sollte.

      • Naja, wenn es dann oft heißt, (nur) 2,99 im Monat, dann greift der Mensch schneller zu, als bei 36 €. Und solange sich ein Entwickler bemüht, was für sein Geld zu tun und neue Versionen veröffentlicht, fließt ja auch stetig Geld. Das ist nicht nur bei Passwortmanagern so, sondern auch bei vielen anderen Programmen und Apps.

        • Nochmal: es geht um die Planung. Nicht nur in der Softwareentwicklung hast Du die Notwendigkeit, eine vernünftige Jahres- und meist auch Quartalsplanung zu machen. Das ist mit den Beiträgen zahlender Kunden deutlich einfacher zu bewerkstelligen, als mit geschätzten Umsätzen durch mögliche Einmalzahler. Da brauchst Du Dich nur einmal verschätzen und das war es im Ernstfall mit dem Geschäftsmodell. Oder Du musst die Belegschaft skalieren, was immer mit einem Verlust an Effizienz und Know-How einhergeht. Das wird auch mit der Skalierung des Geschäfts immer wichtiger. Hier geht es nicht um „ein(en) Entwickler“, sondern um eine Firma mit über 400 Mitarbeitern, darunter Product Manager, Product Owner, Scrum Master, haufenweise Entwickler, Support, UX-Team, Softwarearchitekten, Dokumentation, Testing, Infrastruktur, HR, Billing etc. Und da ist noch nicht einmal das Management erwähnt. Da ist es für den Fortbestand der Firma und Dinge wie Investitionssicherheit einfach wichtig, einen planbaren Fluss an Geld zu haben.

          • So sieht es aus.
            Alle wollen immer alles kostenlos haben. Sobald etwas dann kostet, ist es scheiße.
            Alles was dahinter steckt, sieht keiner.

            • Ne, nicht alle wollen nur kostenlos. Aber für alles ein Abo ist halt einfach uncool, weil es sich summiert. Einmalig ein Betrag und dann ein gewisser Zeitraum Funktionsupdates und dazu noch länger Sicherheitsupdates. Das ist wie es sein sollte. Dafür zahle ich auch gerne. Wenn es Abodienste sind, dann ruhen sich Entwickler darauf aus und bringen neue Funktionen teilweise nicht, die schon ewig versprochen wurden. Ihr Geld bekommen sie ja so oder so. Ich mache es inzwischen so: Abo bestelle ich über VPN wo es billiger ist, wenn regelmäßig gute Updates kommen, zahle ich den vollen Preis, wenn ich das Programm auch wirklich nutze. Wenn nicht, dann lasse ich es sein oder schaue nach Alternativen.

              • Ich sehe es genau anders herum – gerade im Abo hat man es als Nutzer doch in der Hand, dem Laden den Rücken zuzukehren, wenn keine Leistung erbracht wird?!

            • Um umsonst geht es gar nicht. Und vielleicht wäre eine Wahlmöglichkeit ja auch mal was.

          • Tolles Posting, das man nur so unterschreiben kann. Danke!

  4. Ich bin mit meiner Firma aus zwei Gründen von Dashlane weg: einmal, weil es sehr kompliziert ist, es in Firmenumgebung zu nutzen und Passwörter für bestimmte Gruppen freizugeben. Diese Funktion existiert quasi nicht. Zweitens aber durchaus wegen der angekündigten Abschaffung der Desktop App. Wir nutzen jetzt bitwarden. Das hakt hier und da noch, aber ich gehe davon aus, dass das reine Gewohnheitssache ist.

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