1 Mio. Elektrofahrzeuge kurven laut BMVI über Deutschlands Straßen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) teilen mit, dass mittlerweile rund 1 Mio. E-Fahrzeuge über Deutschlands Straßen rollen. Allerdings hat man sich das etwas zurecht gerechnet:  Man berechnet da auch Nfz und Busse rein und berücksichtigt zwar die Neuzulassungen, nicht aber die Abmeldungen.

Kann man also kritisieren, denn nun brüstet man sich damit das gemeinsame Ziel von Bundesregierung und Industrie erreicht zu haben, eben 1 Mio. elektrisch betriebene Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen. Falls ihr nun nach Krafträdern fragt: Nein, die wurden nicht eingerechnet. Allein im Juli 2021 wurden etwa 57.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Rund 50 % davon sind batteriebetrieben. Die verbleibenden 50 % fassen Plug-In-Hybride sowie Brennstoffzellenfahrzeuge zusammen.

Klar, dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sich da nun selbst auf die Schulter klopft: Da man so gut davor sei und schon viel bei der Umstellung auf erneuerbare Energien erreicht habe, wolle man den Innovationsbonus für den Kauf eines E-Autos bis Ende 2025 verlängern. In diesen Tenor stimmen mit Selbstlob dann auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der zuletzt für wenig transparente Lobbykontakte in der Kritik stand, und Bundesumweltministerin Svenja Schulze ein.

Schulze fordert dabei noch energischeres Vorgehen, sie will gerne 14 Mio. E-Fahrzeuge bis 2023 auf Deutschlands Straßen sehen. Daher sei auch der Ausbau der Infrastruktur aktuell wichtig. Die monatlichen Neuzulassungen steigen zumindest: Allein in den ersten sieben Monaten 2021 wurden laut Pressemitteilung mit mehr als 350.000 Elektro-Pkw etwa so viele E-Fahrzeuge neu zugelassen wie im gesamten Jahr 2020.

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13 Kommentare

  1. „…berücksichtigt zwar die Neuzulassungen, nicht aber die Abmeldungen“ – dann würde ich mal gerne die realen Zahlen sehen.
    Es ist ja ein Volkssport geworden, E-Autos zu kaufen, 6 Monate zu fahren um die Förderung zu bekommen und dann ins Ausland zu verlaufen und zwar mit gutem Gewinn und das nächste E-Auto zu bestellen und das Spielchen vor vorne zu beginnen.
    Selsbt Autohändler haben ihr Geschäftsmodell darauf abgestellt.

    • Ja das ist echt ein Unding.
      Bringt uns echt nach vorn wenn die mit unseren Steuergeldern subventionierten Autos ins Ausland verschwinden.

      • Am Ende macht der Staat doch trotzdem Gewinn… Selbst der Preis für die billigste Tesla-Modell beinhaltet am Ende mehr Mehrwertsteuer als es an Förderung für das Fahrzeug gibt.

        Und ganz ehrlich, es wäre super leicht, das ganze Thema mit einer Verlängerung der Mindesthaltedauer komplett zu beenden, aber ist wohl nicht gewollt.

    • Förderung gibts nur einmal, nicht immer wieder.

      • Doch, gibt es bei Neuwagen immer wieder. Nur die minimale Haltedauer bei Leasing wurde verlängert.

  2. Fahrzeuge mit Elektromotor hätte wohl besser gepasst. Macht sich aber natürlich nicht so gut.

    Super, dass du das ein bisschen auseinander gepflückt hast.

  3. der id4 soll sich ja gar nicht verkaufen was man so hört, bei Tesla brummt der Laden (in China verprügeln die alles, schlimm für VW)

    • Meines Wissens läuft der ID4 „nur“ in China bescheiden.
      Soll zu altbacken sein. Aber was erwarten die Kunden von VW?!

  4. Ich finde es eine Sauerei Haybridfahrzeuge da reinzurechnen. Keiner fährt damit elektrisch. Guckt man mal in den Kofferraum findet man kein ausgepacktes Kabel..

    • Cadrick Bauer says:

      Naja – allerdings braucht ein Plugin-Hybrid genau dieses immer wieder betonte Kabel praktisch nie, auch wenn er 100% elektrisch fährt. Das die Kabel oft noch originalverpackt sind, sagt wenig aus.

      (Besagtes Typ2-Kabel braucht man generell extrem selten, egal welche E-Technik im Auto ist)

    • Ist zu pauschal. Bei mir in der TG stehen zwei PHEV. Einer lädt wirklich nie, der andere regelmäßig.

      Förderung müsste (wenn man sie nicht abschafft) ganz einfach an den elektrisch gefahrenen Anteil geknüpft werden. Dann wäre das Problem gelöst.

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