Wuala mit Synchronisation und neuem Design

19. August 2010 Kategorie: Backup & Security, Software & Co, geschrieben von: caschy

Über Wuala hatte ich ja schon des Öfteren berichtet: Onlinedienst, der später von LaCie aufgekauft wurde. Zwei Gigabyte Space zu Anfang kostenlos, mehr Speicher kann dazu gekauft oder ertauscht werden, sofern man seinen Rechner als Cloud-Computer eine gewisse Zeit am Tag online bereit stellt:

Mit Wuala können Sie ungenutzten Speicher deines Computers gegen Online-Speicher eintauschen. Z.B. könnten Sie 100 GB auf Ihrem Computer zur Verfügung stellen und erhalten dafür bis zu 100 GB zusätzlichen Online-Speicher. Sie erhalten gleich viel, wie Sie zur Verfügung stellen multipliziert mit Ihrer Online-Zeit. Wenn Ihr Computer also jeden Tag 70% der Zeit online ist, erhalten Sie in diesem Beispiel 70 GB.

Ganz frisch hat Wuala nun einen neuen Anstrich und Funktionen bekommen, so zum Beispiel die seit langem gewünschte Synchronisation zwischen mehreren Rechnern. Um diese zu nutzen muss man allerdings PRO-Mitglied sein. Alles Weitere könnt ihr bei Pascal lesen, der erst vor kurzem bei Wuala zu Besuch war – ich hab zwar nen alten Monster-Account von 33GB, bin aber bekennender Dropbox-Dude ;)

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

21 Kommentare

Kraesch 19. August 2010 um 18:05 Uhr

gegen the one and only Dropbox kann das mal gar nichts

Fraggle 19. August 2010 um 19:00 Uhr

Hm, wenn meine Daten nun woanders auf einem Cloudrechner liegen, kann gibt es zwei Möglichkeiten.
1.) Wenn der Rechner offline ist, komme ich nicht an die Daten dran,
2.) es wird auf viele Rechner gespiegelt.
Da würde mein Magen sich umdrehen.
Und was passiert, wenn ich 100 GB zur Verfügung stelle, 70 % im ersten Monat online bin, den Platz komplett nutze, danach aber nu 60% online bin?

Zweiter Aspekt:
Wenn jemand auf die Idee käme das nutzen zu wollen, sollte man sich eher überlegen sich ein NAS zu besorgen. Da hat man nur selber Zugriff drauf.

Und ein rechtlicher Aspekt. Was wäre, wenn in den 100 GB Cloudplatz auf dem heimischen Rechner illegales liegt?

Raggax 19. August 2010 um 19:59 Uhr

Wenn ich das richtig verstanden haben werden deine 100 gig an Daten ja nicht auf einem Rechner in der Cloud gestellt, sondern verteilt (womöglich auf tausende?) auf jedenfall kann ein einzelner mit den Fragmenten deiner Daten scheinbar nix anfangen. Und wenn ein Paar der Rechner die deine Daten enthalten nicht online sind, werden die aus den Daten der anderen rekonstruiert. So hatte ich das Prinzip zumindest verstanden…

mulder 19. August 2010 um 20:15 Uhr

Dazu kommt noch das Wuala die hochgeladenen Daten ja auch noch auf eigenen Servern speichert, sollte mal ein Fragment in der Cloud fehlen ,springen diese dann ein.
Nutze Wuala seit der frühen Alpha Phase ausgiebig und bis jetzt ist mir noch keine Datei abhanden gekommen.

hasenkraut (twitter ) 19. August 2010 um 21:26 Uhr

Hatte auf dem Mac mehrere schlechte Erfahrungen mit dem in Java geschriebenen Programm gemacht. Außerdem hat es Community Funktionen die ich so nicht nutze. Bin mit einem FTP-Server wie Filezilla, oder dem einfachen HFS-Server (HTTP) besser aufgehoben … too much web2.0 for me …

Pascal 19. August 2010 um 21:58 Uhr

Die Dateien liegen verschlüsselt in Fragmenten auf den PCs und auf Servern von Wuala.
Sollten alle PCs auf denen deine Fragmente offline sein (was sehr unwahrscheinlich ist), ist der Download über die Server dennoch möglich.

Da die Dateien verschlüsselt sind und eigentliche nie komplett bei einem Nutzer liegen, kann er damit nichts anfangen. Ist eines der Fragmente etwas illegales macht er sich in Strafbar da er die Datei ja wegen verschlüsselung und Fragmentierung eh nicht aufmachen kann. Die Dateien sind quasi Datenmüll.

Christoph 19. August 2010 um 22:11 Uhr

Nur leider hilft ein NAS nicht viel, wenn einem die Bude abfackelt, was ich weder beschwören will noch hoffe. Aber vermutlich habt ihr Recht und es ist sinnvoller Backups auf einer verschlüsselte Platte einfach bei Freunden zu hinterlegen.

Le Mag 19. August 2010 um 22:36 Uhr

Ich hab noch einen 179GB Acc. Alles Freunde und Bekannte. =)
Damals war Wuala ja noch in der Beta und deswegen gab es viel umsonst.

Wuala ist ganz nett.

hoschi 19. August 2010 um 22:43 Uhr

d.h. man stellt seinen Rechner als Server zu Verfügung ? Ich will nicht wissen wieviele Sicherheitslöcher man dadurch aufmacht. Ok gegen mululu Angriffe wird das System immun sein, aber gegen Hardcore Hacker Angriffe die das System auseinandergenommen haben auch?

hossa 19. August 2010 um 23:12 Uhr

Ich nutze Wuala schon lange und ich finde die Dropbox kommt nur schwer gegen an. Die Dateien werden in Fragemente geteilt und im Netz des öfteren gespeichert. Kein Mensch hat ne Möglichkeit da was wieder zu rekonstruieren.

Zu dem ist das Backup ein Traum. Ich sicher alle meine wichtigen Ordner in der Wuala Cloud, wie z.B. Bilder. Wuala erkennt einfach Änderungen im Ordner und passt diese an ohne das man es merkt.

Die Premiumfunktion bekommt man sobald man was teilt. Egal wie viel und egal wie lange man online ist.

Speedy Gonzales 20. August 2010 um 03:59 Uhr

Genauso wie dropbox illegales an Hand der md5 hashes etc entschlüsseln, kann Wuala das sicherlich auch. Verschlüsseln ist nur eine Fata Morgana für uns Dummies ;-)

Ich weis, die Kripo hat “Hardwaregeräte” zu Hand mit der auch verschlüsseltes “decrypted” werden kann. Diese Kisten haben einen Preis von Jenseits von Gut und Böse für Normales. Aber glaubt mir Google+NSA zusammen haben noch anderes auf Lager, dies nur nebenbei.

hik 20. August 2010 um 09:10 Uhr

@Speedy Gonzales

> aber glaubt mir Google+NSA zusammen haben noch anderes aufLager, > dies nur nebenbei.

und das werden sie bestimmt verwenden um illegale mp3s, filmchen und urlaubsbilder bei Wuala und dgl. zu entschluesseln. ;)

impact 20. August 2010 um 11:49 Uhr

@SpeedyGonzales:
wenn Dropbox illegales wirklich anhand von md5 Hashes identifiziert, dann bestimmt nicht bei verschlüsselten Dateien (eine verschlüsselte Datei hat sicher nicht den gleichen md5 Hash wie das unverschlüsselte Original) ! Das ist mMn der große Vorteil von Wuala. So kann man dem Dienst eigentlich auch sensible Daten anvertrauen. Die Dateien werden auf dem EIGENEN Rechner verschlüsselt, das Passwort verlässt den eigenen Rechner nie. Wenn das wirklich so ist, dann ist das schon ein starkes Sicherheitskonzept !

smk 20. August 2010 um 11:50 Uhr

Also “zusätzliche” 100 GB sind das ja nicht. Im günstigsten Falle hätte ich ja genausoviel Speicher wie vorher. Und im o.g. Beispiel ja sogar 30% Verlust.

Da ja so viele hier von DropBox begeistert sind MUSS ich es wogl doch endlich mal testen;) Ich brauch aber keine Snychro, ich hätt einfach nur gerne einen Rapidshare-Ersatz. Also fix was hochladen, ein paar Leuten den Link schicken, die ziehen es nich fixer runter und gut. Funzt das damit? Oder muss ich immer einen Ordner bereit halten, der gespiegelt wird?

impact 20. August 2010 um 11:56 Uhr

@smk:
So wie ich das verstanden habe, kann das nur klappen wenn man auf die Verschlüsselung verzichtet. Z.b spezieller Share-Ordner ohne Verschlüsselung ?!?

hik 20. August 2010 um 12:24 Uhr

Eine Frage an die die bereits Erfahrung mit diesem Dienst haben:

Laut Wuala werden die Daten lokal verschluesselt und dann hochgeladen (mein Passwort wird fuer die Verschluesselung gebraucht). Wenn ich nun Dateien mit jemandem Teile der nicht User bei dem Dienst ist (was ja möglich sein soll) wie und wo werden dann diese Dateien entschluesselt?
Hat da jemand eine Antwort?

aveo89 (twitter ) 20. August 2010 um 15:49 Uhr

Hat bisschen was von Freenet oder? ^^
http://de.wikipedia.org/wiki/Freenet

uniquolol 20. August 2010 um 16:11 Uhr

Bisher kommt nichts an Jungle Disk heran…
http://www.jungledisk.com

Luzius 24. August 2010 um 12:09 Uhr

@Hik: Hier Luzius von Wuala. Wenn Dateien in Wuala per secret weblink geteilt werden, dann befindet sich der Schlüssel der Datei (bzw. des Ordners) in der URL des Links. Wenn der Wuala client benutzt wird, um auf den Link zuzugreifen, wird die Datei lokal entschlüsselt. Wird hingegen der Webbrowser verwendet, sendet dieser den Schlüssel an einen unserer Server, der dann die Entschlüsselung für den Webbrowser vornimmt. Letztere Variante ist also weniger sicher, da uns der Schlüssel mitgeteilt sind. Allerdings merken wir uns den Schlüssel nicht länger als für den Download nötig. In ferner Zukunft wird es vielleicht einmal möglich sein, die Entschlüsselung auch im Browser lokal in JavaScript durchzuführen, das ist aber im Moment noch zu langsam.


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