Windows 8 Dateiversionsverlauf: die Zeitmaschine für Windows 8 macht andere Tools überflüssig

11. Juli 2012 Kategorie: Backup & Security, Windows, geschrieben von: caschy

Ich beschäftige mich derzeit recht intensiv mit den internen Sicherungsmethoden von Windows 8 und da kam es mir natürlich recht, dass Microsoft gestern den Dateiversionsverlauf noch einmal recht gut vorgestellt hat. Die Software arbeitet ähnlich der bekannten TimeMachine-Funktion, die man bei Mac OS X vorfindet.

Verschiedene Daten werden in ihren verschiedenen Stadien also auf der Festplatte gespeichert. Kleines Beispiel? Du hast ein Bild und bearbeitest es an 10 Tagen jeweils 1x – dann könntest du mithilfe des Dateiversionsverlauf jedes einzelne der 10 bearbeiteten Bilder anschauen oder auf einen Tag zurückspringen, also eine vorherige Version wiederherstellen.

Der Dateiversionsverlauf funktioniert mit den Bibliotheken von Windows 8. In diese braucht man bekanntlich nichts hineinschieben, sie stellen lediglich eine Ansammlung dar. Habe ich zwei Ordner mit Bildern, zum Beispiel privat und beruflich, dann könnte ich beide Ordner in eine Bibliothek namens Ordner fließen lassen – habe also innerhalb eines Ordners Zugriffe auf alle Fotos und kann diese ohne Probleme mit dem Dateiversionsverlauf sichern.

Dateiversionsverlauf von Windows 8 aktivieren:

Den Dateiversionsverlauf findet ihr in der Systemsteuerung unter System und Sicherheit > Dateiversionsverlauf. Dort kann er aktiviert werden, erfordert aber eine zweite Festplatte oder ein Netzlaufwerk. Natürlich könnt ihr, sofern ihr einen freigegebenen Ordner auf der Festplatte habt, diesen auch nutzen – ist natürlich unsicherer, falls die Platte mal die Grätsche macht. Zweite Platte oder ein Netzlaufwerk (zum Beispiel ein NAS) sind da schon besser.

Übersicht des deaktivierten Dateiversionsverlaufs

Auswahl des Sicherungslaufwerks

Aktivierter Dateiversionsverlauf

Standardmäßig wäre man mit diesen Schritten schon auf der sicheren Seite. Standardmäßig werden jetzt unendlich Versionen der Bibliotheksinhalte gesichert. Dies geschieht jede Stunde, wenn ihr aber einen Blick auf die linke Leiste werft, dann seht ihr den Punkt Erweiterte Einstellungen.

Erweiterte Einstellungen

Hier könnt ihr zum Beispiel den Intervall der Sicherung einstellen. Von “alle 10 Minuten” über stündlich bis täglich habt ihr dort genug Auswahl. Hier kann auch die Aufbewahrungszeit der Versionen eingestellt werden. Von “bis immer” über diverse Monate oder “bis Platz benötigt wird” findet man hier eigentlich alles vor. Der Offline-Cache ist auf eurer Festplatte und sorgt dafür, dass bestimmte Daten lokal vorhanden sind, auch wenn eure Sicherungsplatte nicht in der Nähe ist. Auch können Ordner ausgeschlossen werden.

Wie stellt man Daten unter Windows 8 bei aktiviertem Dateiversionsverlauf wieder her?

Easy! Entweder man besucht im Explorer einen Ordner und Klickt auf die Schaltfläche Verlauf, oder man besucht wieder den Dateiversionsverlauf in der Systemsteuerung, um die “TimeMachine für Windows” aufzurufen.

Verlauf aufrufen

In Screenshot über diesem Text seht ihr zum Beispiel das zweite Wallpaper von links relativ vermalt, weil ich zum Test mit Paint zugange war. Nun will ich aber den Ursprungszustand wieder herstellen und klicke auf Verlauf.

Versionen

Aus diesem Verlauf könnte ich nun direkt meine Daten wieder in einen anderen Ursprung bringen, denn ich kann bequem durch die verschiedenen Versionen browsen und diese auch an andere Orte wiederherstellen. Schaut man sich den Sicherungsort einmal an (was der normale Anwender nicht muss), dann sehen wir, dass dort alle Versionen mit einem Zeitstempel versehen liegen:

Verschiedene Versionen im Sicherungsordner

Geniales Feature Order? Sofern man seine Bibliotheken einmalig eingerichtet hat und zudem noch den Dateiversionsverlauf aktiviert hat, dann behaupte ich mal, benötigt Otto Normal-Benutzer kein Programm mehr, um seine Dateien zusätzlich zu sichern, oder was sagt ihr dazu?

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Über den Autor: caschy

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