US-Firmen fordern landesweite Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Ehen

7. März 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Es gibt Dinge, über die kann man sich in der heutigen, angeblichen aufgeschlossenen Welt nur wundern. So auch die Diskussion über gleichgeschlechtliche Beziehungen. Während sich in den letzten Jahren sicher viel in dieser Richtung getan hat, gibt es immer noch Menschen, die die sexuelle Orientierung des anderen wertend beurteilen. Die Politik ist da schon einen Schritt weiter, erlaubt vielerorts gleichgeschlechtliche Ehen. Vielerorts ist aber nicht überall, in den USA ist die gleichgeschlechtliche Ehe in 36 Bundesstaaten und Washington D.C erlaubt. Nun setzen sich rund 380 US-Firmen dafür ein, dass dies künftig in allen Staaten der Fall ist. Eine Liste mit allen Firmen findet Ihr in diesem PDF-Dokument (ab Seite 17).


Dabei handelt es sich nicht nur um kleine Firmen, auch Größen aus den verschiedensten Bereichen, von Amazon bis Zynga sind mit von der Partie. Die Firmen sehe die unterschiedliche Gesetzgebung als Problem, da es ihnen so schwieriger gemacht wird, sich Talente zu schnappen. In einem Staat erlaubt, im nächsten nicht, so fällt es Unternehmen schwer, Vorteile für Menschen zu finden, die nicht heiraten dürfen. Während die großen Firmen heute zum Glück nicht mehr darauf achten, welche Vorlieben ein Mitarbeiter hat, sondern einfach nur danach gehen, ob jemand das Potential hat, ein Unternehmen weiter zu bringen, sieht es eben in der Gesellschaft und in der Gesetzgebung noch nicht so einfach aus.

Die von den Firmen geforderte landesweit einheitliche Regelung ist an den Supreme Court gerichtet, der sich der Sache ab April im Rahmen eines aktuellen Falls annehmen wird. Während die Firmen zwar die geschäftliche Seite des Ganzen anführen, wäre dies auch ein Schritt in Richtung Menschlichkeit. Immer wieder traurig, dass es solcher Aktionen bedarf, um etwas durchzusetzen, was nach logischem Menschenverstand eigentlich gar kein Thema sein sollte. Aber wie sehr sich auch die Gesellschaft noch nicht mit dem Gedanken anfreunden kann – man denke nur einmal an Homosexuelle im Profi-Fußball – sieht man immer wieder und das ist das eigentliche Problem. Da hilft dann auch kein Gesetz, das alle Ehen zwischen Menschen gleich behandelt. Aber ein guter Schritt wäre es dennoch, gerade in einem Land, welches sich gerne als das Land der Freiheit präsentiert.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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