Ubuntu kommt auf Smartphones

2. Januar 2013 Kategorie: Linux, Mobile, geschrieben von: caschy

Jau, gestern morgen noch über die Ankündigung der Ubuntu-Macher spekuliert, heute ist es raus: Ubuntu wird ebenfalls zu einem mobilen Betriebssystem mutieren. Gezeigt werden die Geräte auf der CES in Las Vegas, also vom 07 – 11. Januar 2013.

Bildschirmfoto 2013-01-02 um 19.14.08

 

Wie auch beim Firefox OS können Web Apps mittels HTML5 genutzt werden, aber es gibt auch die nativen Applikationen; für Entwickler steht bereits jetzt das QML Toolkit zum Download zur Verfügung. Ebenfalls können Entwickler mittels Ubuntu SDK Apps entwickeln, die sowohl für die mobile, als auch für die Desktop-Version angepasst sind.

UbuntuPhones

Interessant finde ich auch, dass leistungsstarke Ubuntu-Smartphones an den Monitor angeschlossen werden können und so zu einem echten Thin Client mutieren.

Für Hartgesottene gibt es hier das Interview mit Mark Shuttleworth. In 20 Minuten erfährt man einiges über die mobile Strategie von Ubuntu:

Ganz ehrlich? Das sieht richtig spannend aus und ich freue mich, mehr von diesem Projekt zu hören. Ubuntu auf dem Smartphone erfordert mindestens einen 1 GHz Cortex A9-Prozessor und 512 MB RAM, wer den Desktop Convergence Modus nutzen will, der versucht es am besten mit einem Quadcore A9 oder eine Intel Atom – mindestens 1 GB RAM ist Pflicht.

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32 Kommentare

Tilmanomics 2. Januar 2013 um 19:28 Uhr

für wen lohnt sich denn ubuntu auf dem smartphone? mein htc one v ist mir einfach zu lahm :-/ brächte ubuntu da was?

Marc Smolczyk (@marcsmolczyk) 2. Januar 2013 um 19:30 Uhr

Wow, sieht sehr gut aus. Praktisch,schnell, übersichtlich. Like,sehr spannend!

web 2. Januar 2013 um 19:33 Uhr

Wow, sieht schonmal richtig schick aus!
Habe bis vor einem Jahr noch Ubuntu auf dem Desktop genutzt, bin dann aber zu OS X umgestiegen. Nun bin ich aber auf der Suche nach einer Alternative für mein 2 Jahre altes iPhone. Firefox OS ist prinzipiell schonmal sehr interessant, da “frei”, jedoch empfinde ich es als hässlich und altbacken. Jetzt kommt also Ubuntu daher und scheint richtig schick auszusehen.
Wichtig für solch ein OS sind natürlich immer die Apps, wenn die nicht kommen ist das ganze mehr oder weniger zum scheitern verurteilt. Ich schau mir jetzt erstmal noch das lange Interview an.

Kevin 2. Januar 2013 um 19:33 Uhr

Da war der caschy mal wieder schneller! :P

Aber verdammt interessant. Vorallem das man es auch als Live-System benutzen kann reizt mich schon sehr. Bin echt gespannt wann die ersten Geräte kommen und was die so drauf haben.

Marius 2. Januar 2013 um 19:53 Uhr

auf jeden fall ne richtig interessante sache! bin gespannt obs das mal fürs nexus 4 geben wird, wenn ja würd ich das sofort mal ausprobieren :D

Analogkäse 2. Januar 2013 um 19:54 Uhr

Super Sache.

To98 2. Januar 2013 um 19:58 Uhr

Noch ein mobiles OS…
Oh nein. :-(

Meine Hoffnung liegt auf Firefox OS. Am Nexus läuft es ja schon recht gut.
Bin schon sehr gespannt.

Das Ubuntu auf Smartphones hat doch bloß wieder Amazon und die langsame Unity integriert.
Wäre ja zu schön, wenn jedes Linux (OpenSUSE …) auf das Smartphone käme…

Lars 2. Januar 2013 um 20:02 Uhr

Wow, sieht sehr gut aus und wenn dann auch noch alle Android Apps kompatibel sind wird sofort gewechselt ;) Weiß einer wann das rauskommt?

m3adow 2. Januar 2013 um 20:07 Uhr

Interessant. Ich mag Ubuntu und Canonical wegen vielen in meinen Augen falschen Entscheidungen zwar nicht sonderlich, aber sie ebnen Linux schön den Weg. Und wo ein Ubuntu ist, ist ein Linux Mint o.ä. sicherlich nicht weit. ;-)
Stellt sich die Frage, wie teuer so Devices sein werden – gibt ja wie bei Firefox OS keine Lizenzgebühren – und ob es sauber und intuitiv läuft. Ich bin gespannt. Neben Firefox OS ist das das zweite OS, auf das ich schiele. Wobei mir ein vollwertiges Linux definitiv lieber wäre, als Mozillas Lösung.

TuxDerPinguin 2. Januar 2013 um 20:08 Uhr

Die Anfordrungen wirken sehr hoch.
Mein Nexus S hat z.B. 512RAM, aber nur nen Cortex A8 1GHZ. Und das war immerhin vor 2 Jahren ein Spitzenmodell.
Werds trotzdem probieren wenns geht. Bin unzufrieden mit den bisherigen OS’s fürs Smartphone. Ubuntu oder Firefox OS (was leider keine nativen Apps haben wird) werden dieses Jahr sicher ihren Weg auf mein Smartphone finden.

max 2. Januar 2013 um 20:19 Uhr

Wow! Sieht verdammt gut aus! Ich kann’s kaum erwarten!!!

bofhnotes 2. Januar 2013 um 20:20 Uhr

Hallo miteinander!

Mittlerweile nenne ich ein Chromebook mein eigen – und sofort ging es los, dass ich beim Coden ein “vollständiges” OS wie Ubuntu vermisste. Auf dem AndroidTablet das gleiche.
Von dem her finde ich den Ansatz klasse und eine willkommene Ergänzung!

Meine OS-Welt ist derzeit eine ganz gut funktionierende Mischung aus Ubuntu, Google und Android, mit der ich recht zufrieden bin, weil ich – wenn auch manchmal mit Würgereien – z.B. zur PS3, Amazon und in Notfällen per VirtualBox auch noch zu Windows kompatibel bin.

Nun lese ich aber heute von bis zu 4 neuen MobileOS (Mozilla, Ubuntu, Samsung, Jolla). Und frage mich entgeistert, ob die alle aus der problematischen AndroidFragmentierung nichts gelernt haben?

Und den Faden mal weiter gesponnen – noch mehr Fragmentierung, beginnend dabei, dass eine fiktive Familie Mustermann ein iPhone, ein SynologyNAS, eine PS4, ein SGS4 und ein MozillaOSPhone auf einem GoogleTV anzeigen moechte, der mit einer AndroidKonsole… usw. usw. usw…

Ich sehe in dem allen eine sehr große Chance –
aber leider auch die Gefahr, dass sich am Ende wieder gewisse Konzerne wie Microsoft und Apple ins Fäustchen lachen, da die User scharenweise “zum einfachen, gewohnten (wenn auch in eine knechtende Abhängigkeit bringenden) Universallösung” zurückströmen.

Und dann haben wir wieder genau den Grund in Grün, weshalb Linux auf dem Desktop nichts erreicht. Oder wie jemand in einem anderen Blog sinngemäß – und meiner Meinung nach sehr treffend – bemerkte:
“Es gewinnt der Konzern mit seiner umfassenden (!) Lösung, die den User am wenigsten nervt.”

Ich bin gespannt.

bongo 2. Januar 2013 um 21:36 Uhr

@bofhnotes

treffende Aussage, besser kann man es nicht ausdrücken, am Ende ist immer die Benutzerfreundlichkeit das entscheidende Merkmal, welche Software/Hardware Lösung sich durchsetzen wird.

Ich selber befürworte natürlich auch die zukünftige große Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen OS’, es bleibt abzuwarten, welcher neuer Anbieter erfolgreich in den Markt einsteigen wird.

So nebenbei, habe mir vor kurzen ein Nokia N9 mit MeeGo zugelegt und bin davon sehr angetan. Die ausschließlich auf Gesten beruhende Steuerung + Multitasking Fähigkeit des Telefons sind meiner Ansicht nach momentan unübertroffen. Da Nokia jedoch die Entwicklung für Meego eingestellt hat, wird mein nächstes Smartphone wohl wieder aus einem anderen Haus kommen. Aber ich kann definitiv jetzt schon sagen, dass für mich Multitasking und keine Buttons ein non plus ultra sind, ohne geht in Zukunft bei mir nicht mehr.

lg

info 2. Januar 2013 um 22:40 Uhr

wär dann wohl das erste richtige linux phone, wie man sich es erwartet. firefox os und android nutzen ja nur den kernel und html5 bzw. java.

Peter Feix 3. Januar 2013 um 00:27 Uhr

Wird es auf ein SG2 funktionieren?

Timo 3. Januar 2013 um 00:45 Uhr

Uih…sieht sehr nett aus, auch von der Bedienung, vor allem der Teil des Videos zum Durchswitchen der Settings in der Notification-Bar. Quasi ein Android NG :) Wobei ich nicht weiß, ob mir die links hereinziehbare Startleiste gefällt. Man hat sich doch stark an die Homescreens mit dem fixierten Dock gewöhnt. Aber eben auch wieder nur noch ein weiteres mobile OS. WP hat es schon schwer und das trotz Microsoft als Entwickler. Wie soll das dann mit Ubuntu werden? Bin gespannt, welche Hersteller Geräte damit auf den Markt bringen. Mehr OS und Geräte damit bedeuten für mich auch noch langsamere Updates da mehr Systeme betreut werden müssen. Man wird sehen…am Ende wird vielleicht Ubuntu auf Smartphones nur was für Geeks sein (s. Desktop).

SavanTorian 3. Januar 2013 um 02:29 Uhr

bis auf die hässlichen farben, sehr geil…. das kann man sicher ändern und die devs werden sich die hände reiben :)

Christian 3. Januar 2013 um 09:55 Uhr

Danke für den Tipp, Caschy.
Also Meinereiner würde den Jungs jeden Erfolg gönnen. Linux hin oder her, ob geliebt oder nicht – die Jungs haben sich in den letzten Jahren sowas von Mühe gegeben.
Und das aktuelle Unbuntu (nutze ich in mancher Musestunde via Live-CD) ist sehr übersichtlich, aufgeräumt, und vor allem schlank mit allen Features die man braucht.
Wäre mal was anständiges auf einem schnelllebigen Markt.

Alex2 3. Januar 2013 um 10:23 Uhr

Ich wünsche Ubuntu viel Erfolg. Schon der Ubuntu-Font ist ja seit längerem eine Sensation. Irgendwie hat das mobile Ubuntu den Geschmack von WebOS. Ich hoffe es teilt nicht dessen Schicksal.

Maxi 3. Januar 2013 um 10:39 Uhr

Sieht wirklich gut aus, dieses Betriebssystem. Wäre momentan definitiv nicht abgeneigt dieses mal zu testen. Allerdings bin ich der selben Meinung wie SavanTorian, ich finde die Farben auch extrem hässlich, besonders dieses Weinrot sagt mir persönlich gar nicht zu. Aber naja über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und das ist sowieso nur Nebensache. Die Funktionalität steht ganz klar im Vordergrund.

salia 3. Januar 2013 um 13:54 Uhr

Mensch Jungs, die farben richten sich nach dem Hintergrund Bild das Ihr einrichtet

rob Böll 3. Januar 2013 um 14:46 Uhr

Das soll dann noch parallel zu Android laufen, so muss es ja DER Knaller werden.

Lisa 10. Januar 2013 um 19:44 Uhr

Das DING wird der Hammer. Bin froh ein Nexus zu haben. Ich werde im Februar jede Stunde die XDA Seite f5′en

Sascha K. 12. Januar 2013 um 21:11 Uhr

Nur, dass daran nichts innovatives ist. Vom Design her gefällt mir meine Android-Oberfläche ja auch…


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