Twitter: Neue Maximallänge für Tweets ist 280 Zeichen

26. September 2017 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Das ist eine große Überraschung. Der Kurznachrichtendienst Twitter hat verkündet, nicht mehr länger an seiner 140-Zeichen-Grenze festzuhalten. Diese entstanden damals aufgrund der 160-Zeichen-SMS-Begrenzung, so konnte man Inhalt und auch eine Erwähnung in einer SMS an Twitter senden. Twitter hat nun festgestellt, dass unterschiedliche Sprachen unterschiedliche Textlängen produzieren. So bestehen beispielsweise die meisten Tweets auf Japanisch aus 15 Zeichen, die meisten englischen Tweets aber aus 34 Zeichen. Und während 9 Prozent aller englischen Tweets an das 140-Zeichen-Limit stoßen, sind es nur 0,4 Prozent der japanischen Tweets.

So versucht Twitter diese doch einschneidende Änderung zu erklären. 280 Zeichen soll das neue Limit sein, das wird aber nicht sofort jedem zur Verfügung stehen. Twitter ist sich bewusst, dass diese Änderung durchaus Auswirkungen auf das Netzwerk haben kann. Damit diese auch positiv sind, werden die Tweets mit mehr Zeichen erst einmal mit einer kleinen Gruppe getestet bevor sie dann für alle verfügbar gemacht werden.

Einen Zeitrahmen nennt Twitter im dazugehörigen Blogpost nicht, man wird es aber wohl mitbekommen. Ja, auch diese Änderung wird wieder für einen großen Aufschrei sorgen, der in ein paar Tagen vergessen wird, um dann noch einmal hochzukochen, wenn die langen Tweets dann tatsächlich da sind. Aber Twitter ist nicht in der Position, sich auf seinen Funktionen ausruhen zu können. Vor allem der Nutzerzuwachs ist ein Problem, da sehr gering, da muss man vielleicht auch einmal mit dem brechen, was einen bekannt gemacht hat. Oder man verdoppelt es eben.

Was sagt Ihr zum dieser Änderung? Ich finde es nicht tragisch, obwohl ich die 140-Zeichen-Begrenzung sehr charmant empfinde. Diese wurde aber durch diverse Funktionen sowieso schon so gut wie ausgehebelt, sodass man auch gleich längere Tweets nutzen kann. Man sollte nie vergessen, dass man sich das, was man bei Twitter sieht, selbst aussucht.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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