Transistor: Internetradio mal ganz minimalistisch

6. Februar 2016 Kategorie: Android, Mobile, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

transistor app logo

Transistor ist eine noch recht frische und unbekannte App, welche um die Gunst der Internetradio-Hörer buhlt. So kann die App Streams in den Formaten M3U und PLS abrufen und Stationen in Textdateien im externen Gerätespeicher vermerken. Open-Source-Freunde dürfte freuen, dass Transistor als freie Software unter der MIT-Open-Source-Lizenz veröffentlicht wurde. Dadurch steht auch der Quellcode für alle öffentlich bei GitHub zur Verfügung. Dort können sich also Interessierte an der Weiterentwicklung beteiligen und Bugs sowie Feature-Vorschläge mitteilen.

Neue Radiostationen könnt ihr in Transistor am einfachsten hinzufügen, indem ihr aus dem Web direkt die Streaming-Links (M3U bzw. PLS) übernehmt und in der App öffnet. Das geht auch per Copy und Paste. Getreu dem Namen erinnert die weitere Bedienung an alte Radios – die Playtaste gedrückt, geht es direkt los. Mit der nicht zu übersehenden Stopp-Taste endet der Radio-Spaß auf Wunsch. Radiostationen löschen / umbenennen könnt ihr über die Listen- aber auch in der Einzelansicht für Play und Stopp. Alternativ könnt ihr die Stationen bzw. ihre Namen auch über einen Dateibrowser verändern.

transistor app

Wie eingangs erwähnt, speichert Transistor die Radiostationen nicht in einer Datenbank, sondern als M3U-Textdateien. Das ist natürlich praktisch, da sie sich daher über einen stinknormalen Texteditor gesondert bearbeiten lassen. Der Standard-Dateipfad lautet laut den Entwicklern „/Android/data/org.y20k.transistor/Collection„. Transistor nutzt zusätzlich die Backup-Funktion von Android 6.0 und speichert die Radiostationen auch im Google-Konto. Dadurch bleiben die Stationen auch nach Deinstallation der App bzw. der Neuinstallation auf einem anderen mobilen Endgerät erhalten. Das gilt jedoch nur unter Android 6.0. Bei älteren Versionen des Betriebssystems müsst ihr den Ordner „Collection“ sichern.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten fehlen bei Transistor laut den Entwicklern ganz bewusst. Ziel war es, eine möglichst einfache und schnörkellose App zum Hören von Internetradiostationen anzubieten – nicht mehr und nicht weniger. Falls ihr Lust habt, die App mal anzutesten, findet ihr unten den Link. Ich habe die App selbst getestet und in der Tat ist hier das Motto „weniger ist mehr“. Radio einfügen, Play-Taste drücken und loslegen. Das kann die App und das macht sie mit schlichtem Design tadellos. Wer also auf Brimborium verzichten will, um einfach nur Musik zu hören, sollte sich Transistor mal anschauen.

Transistor Radio
Transistor Radio
Entwickler: Y20K
Preis: Kostenlos
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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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