Streaming- und Dating-Apps bescherten den App Stores 2015 hohe Umsätze

22. Januar 2016 Kategorie: Android, iOS, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_ipad_appsWährend sich der App-Report 2015 von Flurry mehr darum gekümmert hat, welche Apps wie häufig genutzt wurden, gibt es von App Annie nun eine Jahreszusammenfassung der App Stores generell. 2015 war dabei ein sehr spannendes Jahr, das auch große Zuwächse bescherte und den Grundstein für eine neue Generation Apps gelegt hat. Wearables und TV, das sind die beiden Plattformen, die in den nächsten Jahren ihr Potential hoffentlich voll ausschöpfen können, für Entwickler sind es jedenfalls neue Plattformen, die erobert werden möchten. Der Bericht von App Annie berücksichtigt nur den Google Play Store und den Apple App Store. Da es für Android aber wesentlich mehr Downloadmöglichkeiten gibt, müssen die Zahlen also nicht die tatsächliche Verteilung darstellen.

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China, die USA und Japan zeigten sich 2015 hauptverantwortlich für das Wachstum in Apples App Store. 20 Prozent mehr Downloads als im vierten Quartal 2014 brachte das vierte Quartal 2015 in China hervor. Viel entscheidender ist aber die Umsatzentwicklung. Hier sieht es sehr rosig aus, der Umsatz konnte nämlich in China verdoppelt werden und er steigt auch weltweit. Abo-Modelle, Streaming- und Dating-Apps sorgen für starke Umsätze und zeigen auch, dass das In-App-Kauf-Modell bestens funktioniert.

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Der Google Play Store kann fast doppelt so viele Downloads wie der App Store von Apple vermelden, hier sind vor allem Zugewinne in den USA verantwortlich. Der Umsatz ist im Google Play Store aber weiterhin geringer als im App Store. Allerdings werden hier nur direkte Einnahmen aus den Stores berücksichtigt, Werbeeinnahmen, wie sie bei kostenlosen Apps häufig anfallen, fließen nicht mit ein.

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Interessant ist auch eine Feststellung zu Mobile Games. Der Umsatz mit diesen stellte sich 2015 nicht mehr so konzentriert dar, verteilt sich also gleichmäßiger auf die Entwickler. Gleichzeitig sinkt aber die Lebensspanne der Games. Hier müssen die Entwickler mit ihrem Portfolio am Ball bleiben und sich diesen Gegebenheiten anpassen. Das wird bedeuten, dass es noch mehr Games mit noch kürzerer Halbwertszeit gibt. Nicht unbedingt ein schöner Trend, aber wohl einer, der perfekt in die Schnelllebigkeit der Gesellschaft passt.

Den nächsten Aufschwung im App-Bereich soll es dann mit TV- und Wearable-Apps geben. Erste Zahlen zeigen bereits, dass tvOS vor allem im Entertainment- und Gaming-Bereich mit Apps versorgt wird. Nachvollziehbar, wenn in diesen beiden Gebieten das meiste Geld zu holen ist. Streaming-Apps und Abo-Modellen steht hier eine große Zeit bevor. Das sind nur ein paar Highlights aus dem umfangreichen Report von App Annie, den Ihr an dieser Stelle komplett ansehen könnt.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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