Stasibook: Ist dies der echte Name deines Freundes?

6. Juli 2012 Kategorie: Social Network, geschrieben von: caschy

Aufregerthema? Vielleicht. Facebook fragt euch neuerdings aus, ob eure Freunde auch mit ihrem echten Namen unterwegs sind. Häh? Jau, ein kleines Fenster ploppt auf und erfragt, ob die Person auch ihren richtigen Namen verwendet. Ich selber bin ja mit Klarnamen unterwegs, allerdings gibt es Menschen, die wollen dies aus verschiedenen Gründen ist. Nun hat Facebook allerdings eine Klarnamen-Konvention, die Phantasienamen ausdrücklich verbietet.

Und wer weiss: vielleicht bekommen Falschnamen, die oft als Falschname gemeldet wurden eine kleine, freundliche E-Mail, die verlangt, dass man  doch bitte den richtigen Namen verwenden soll. Klar ist: Man ist freiwillig bei Facebook. Es ist eine Firma, kein gemeinnütziger Verein. Die Sache mit den reellen Namen sind halt Facebooks Regeln – aber Kontakte bitten, Namen zu verifizieren ist schon irgendwie eine Sauerei, oder? “Guten Tag! Haben Sie Freunde mit Fakenamen versteckt?” (danke an Paul und Benjamin für den Screenshot und die Infos!)

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Über den Autor: caschy

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119 Kommentare

Baschdi 6. Juli 2012 um 14:15 Uhr

Ich möchte und werde nicht antworten!

Sören Hentzschel 6. Juli 2012 um 14:17 Uhr

Ich finde viele Dinge, die Facebook in den letzten Wochen gemacht hat, daneben. Aber das gehört nicht dazu. Facebook ist ein Netzwerk für reale Kontakte. Für Leute, die man persönlich kennt. Und die kennen auch den Namen von einem. Ein Netzwerk, wo die Kontakte Mickey Maus und Daisy Duck heißen, ist anstrengend.

Nic 6. Juli 2012 um 14:18 Uhr

Soll doch jeder selber machen, wie er meint. Wenn jemand seinen realen Namen nicht angeben möchte, ist das sein Bier. Ich werde Facebook ganz sicher nicht darauf hinweisen, dass der Name von Freund xy eben nicht xy sondern zw ist. Hat die nicht zu interessieren.

Und wenn Facebook damit ein Problem hat, sollen sie die Leute halt aus Facebook aussperren. Aber das trauen sie sich dann wieder nicht – man will ja die Leute halten. So geht das jedenfalls nicht, Mr. Zuckerberg.

gumpelmaier 6. Juli 2012 um 14:18 Uhr

Schade, mein Hinweis auf das Video von M. Nirvarani hat es leider nicht in den Post geschafft. Dann halt als Kommentar ;-) Facebook ist Stasi auf freiwilliger Basis ;-) http://www.youtube.com/watch?v=v5cZaaRzwGk

NetzBlogR 6. Juli 2012 um 14:18 Uhr

Finde ich gut. Wie oft wurde ich von Leuten mit einer Freundschafts-Anfrage belästigt, die ein nicht-öffentliches Profil hatten und sich z.B. “Ginas Schatzi” nennen. Ohne Foto. Und dann soll man wissen, wer das ist…

Jo 6. Juli 2012 um 14:19 Uhr

Kann man das Fenster auch überspringen?
Gibt ja nur zwei Antwortmöglichkeiten: “Ja” und “Nein”. Die letzen beiden Optionen zählt wohl automatisch auch als “Nein”, zumindest gibts Minuspunkte für die genannte Person, nehme ich an.

Philipp 6. Juli 2012 um 14:20 Uhr

Finde ich klasse. Wie es mich ankotzt das mich Leute adden die weder ein vernünftiges Bild oder einen Namen haben. Wer anonym bleiben möchte soll sich dort nicht anmelden.

Milos Willing 6. Juli 2012 um 14:23 Uhr

Aufregerthema? Nein! Ich finde diesen Schritt weder bedenklich noch Stasimäßig. Ganz in Gegenteil. Ich finde es klasse und notwendig um ein Vernünftiges Netzwerk von REALEN Kontakten zu pflegen. Bin mir sicher das das nun wieder in den nächsten Tagen aufgebauscht wird und sich Hinz und Kunz aufregen werden. Aber es sind nun mal Facebook Regeln und wer da nicht mitspielen will soll sich halt aufregen ;-)

Sören Hentzschel 6. Juli 2012 um 14:23 Uhr

@Nic: Da geht es nicht unbedingt nur darum, was Facebook nützt und was nicht. Natürlich auch. Aber nicht nur. Schau zum Beispiel Google+. Die gingen auch aggressiv gegen Pseudoynme vor. Und es ist wohl bekannt, was das für ein Theater dann war, woraufhin Google zurückgerudert ist. Das wäre bei Facebook wohl ganz genauso.

@Jo: Ich sehe vier Antwortmöglichkeiten. Ich meine, wenn du die letzten beiden als ‘Nein’ interpretierst, dann weiß ich nicht, was du als ‘überspringen’ siehst, denn das wäre faktisch exakt das selbe wie ‘ich möchte nicht antworten’, dazwischen gibt es keinen Unterschied. ;)

Heiko Bernhörster 6. Juli 2012 um 14:31 Uhr

Habe zuletzt mitbekommen, dass ein Konto gesperrt war, bis nachgewiesen werden konnte, dass der Name der Realname war. Also ganz so ohne Folgen für das Konto des Freundes ist es imho nicht…

Heiko

Tom 6. Juli 2012 um 14:31 Uhr

Facebook sind keine Geschäftskontakte. Sollen sich die Leute nennen wie sie wollen. Ich werden denen zumindest nicht helfen andere anzuscheißen nur weil sie sich einen “schöneren” Namen ausgesucht haben.

Fraggle 6. Juli 2012 um 14:33 Uhr

Tja, da fehlt dann nur noch der Hinweis wer gemeldet hat. Den würde ich, sofern ich bei FB wäre, ganz schnell von der Freundesliste bannen. Es ist Privatssache mit welchem Namen man sich anmeldet. Das sollte Freunde respektieren. Wieviele FB-Einladungen habe ich z.B. bekommen ohne bei FB zu sein? Das finde ich bedenklicher als irgendwelche Freundeseinladungen von Menschen, deren Namen man nicht erkennt. Umgekehrt ist es übrigens auch möglich: Manche Menschen haben Spitznamen, unter denen sie bekannter sind als unter dem echten Namen. Persönlich würde ich Caschy nicht unter seinem echten Namen wiederkennen, auch wenn ich ihn ein paar Mal gehört habe, Caschy ist einfach eingebrandt.
Wie auch immer, außer für offizielle Dokumente ist es Persönlichkeitsrecht und wer anderen vorschreiben will wie man sich nennt (wie hier mancher Kommentator), sollte erst einmal besser erklären warum deren Recht über das der anderen gestellt werden soll. Denn nur weil man den Urheber einer Einladung erkennt, ist dies noch lange kein Grund. Wozu kann man die Einladung denn ablehnen?

Heiko Bernhörster 6. Juli 2012 um 14:34 Uhr

@Fraggle: Natürlich ist es Privatsache. FB möchte es halt als Hausherr nicht. Eigentlich kann man da nur mitmachen oder das Weite suchen…

Heiko

Micha 6. Juli 2012 um 14:38 Uhr

Sollte ich gefragt werden, werde ich auch antworten. Ohne Mist, keiner ist gezwungen, Facebook zu nutzen… wer es dennoch tut, sollte auch nach den Regeln spielen. Ein Social Network ist nunmal etwas anderes als ein Forum… man ist dort, um echte soziale Kontakte zu knüpfen und aufrecht zu erhalten. Und wenn die Ehrlichkeit dann schon beim Namen aufhört… nun ja… dann lieber die Privatsphäre-Einstellungen endlich mal richtig nutzen, so das “Fremde” im Profil garnichts sehen und es auch nicht über die Suche finden. Fertig. Fake-Daten in Social Networks nehmen diesen Plattformen gänzlich den Sinn.

JürgenHugo 6. Juli 2012 um 14:39 Uhr

“Und wer weiss: vielleicht bekommen Falschnamen, die oft als Falschname gemeldet wurden eine kleine, freundliche E-Mail, die verlangt, dass man doch bitte den richtigen Namen verwenden soll”

Da würde ich doch drauf sch*****, auf diese freundliche Mail… :-P

Paul Peter 6. Juli 2012 um 14:41 Uhr

gestern hatte ich eine ähnlich Frage: “Seid ihr echte Freunde?” (oder so ähnlich). Die wollen wohl ihren Social Graf aufbessern…..

Au man… Stasibook… Kann sich noch jemand an die Reaktion bei StudiVZ erinnern, als es als StasiVZ verschrien wurde? Ob die Leute den Ar*** in der Hose haben und wieder ähnlich reagieren? Bestimmt nicht… man ist ja bequem geworden und Facebook nen amerikanisches Unternehmen und somit immer noch hipp…

ja, ich bin auch nicht mit echten Namen bei FB unterwegs. Habe sogar eine extra Mailadresse für FB mir angelegt.

Michael 6. Juli 2012 um 14:41 Uhr

Ja, das ist richtig. Die Accounts werden geblockt. Mit Personalausweiskopie an Facebook kann man das wieder aktivieren. Allerdings – will man, dass die an die Persodaten kommen? Ich glaube auch, dass das Konto dann nur mit realem Namen wieder aktiviert wird…

tux. 6. Juli 2012 um 14:45 Uhr

Ich bin gar nicht erst bei Facebook! ;)

Heiko Bernhörster 6. Juli 2012 um 14:45 Uhr

Meiner Meinung sind Pseudonyme, die als solche zu erkennen sind, nicht schlimm. Facebook sieht das halt schon anders. Ein NoGo sind aber an Realnamen angelehnte Namen: Man stelle such nur mal vor ich Hause da als Angela Merkel oder so…

Heiko

brentano 6. Juli 2012 um 14:47 Uhr

FB ist so ein Drecksladen. Welche logischen Verknüpfungen mit dieser Information wieder hergestellt werden sollen.
Natürlich heisst eine Freundin mit dem Namen “Ca Ro” auch Carolin. Wer sich hier zum anschwärzenden Helfershelfer macht, gehört selbst auf die schwarze Liste.
Werbestatistik und Hausrecht hin oder her, die Denkweise seitens FB finde ich sehr bedenklich, allerdings auch nicht mehr groß verwunderlich…
Zum Glück bin ich bei dem Laden nicht und werde es unter Realnamen ohnehin so lang wie möglich vermeiden.

benoegen 6. Juli 2012 um 15:05 Uhr

Was haben denn hier alle aufeinmal mit den Klarnamen? Bei G+ Skandal, bei FB finden es alle gut? Ich habe auch nen Fantasienamen, dafür nen echtes Foto. Die Leute, die ich da als Freunde habe, habe ich zu 99% im echten Leben mindestens einmal schon gesehen und die wissen wie ich heisse. Reicht doch auch. Viele meiner Kollegen sind auch unter fremdem Namen unterwegs und irgendwie können wir uns trotzdem über FB verständigen.
Hat mit der beschworenen Ehrlichkeit hier in den Kommentaren auch nix zu tun…

Fazit: Unnötige Aktion!

Picki 6. Juli 2012 um 15:05 Uhr

Nun, es kann auch einen realen Grund geben.
Ich selber habe ein Profil, das ich erstellt habe als die Seiten noch nicht in der aktuellen Form verfügbar waren. Ist halt schon länger her :-) Zu diesem Profil kommen ständig neue Freunde hinzu -> da Mitgliedern ja immer die Freunde der Freunde vorgeschlagen werden, steigt dies exponentiell.

Für mich angenehmer Nebeneffekt: Freunde kann man zu Veranstaltungen einladen, Fans nicht.

Aber: Ich habe es mal getestet: Mein “Fake”Profil hat nun auch Zugriff auf die ganzen privaten Daten / Bilder, die eigentlich nur für Freunde sein sollten. Ich habe das mal getestet: fast alle Profilseiten, die von meinem echten Profil aus nicht zugänglich waren, stehen dem “Fake” Account gegenüber sperrangelweit offen.
Natürlich könnte man das verhindern, wenn man die diversen (neuen) Gruppen nutzt – aber das machen halt die wenigsten.

So wird der unbedarfte Nutzer in Zukunft vor solchen Privatsphären-Fallen geschützt.

Und melden sich einige mit Fantasienamen an? Die meisten wollen wohl nicht, dass die “falschen” Leute Sie finden. Warum sperren sie dann nicht einfach das Profil für alle außer die engsten Freunde? Nur weil jemand ein Profil auf FB hat, wird keine Personalabteilung / Nachbar / Schüler / Lehrer irgendwelche Schlüsse ziehen …. Aber statt dessen lässt “DonaldDuggie” sein Profil sperrangelweit auf, und über gemeinsame Bekannte und seine nicht geschützten Bilder finde ich Ihn dann doch… nunja.

schisser 6. Juli 2012 um 15:08 Uhr

Das ist doch heuchlerisch. Facebook kennt eh den Klarnamen von 99% seiner Nutzer, die Calo Klupo heiße. Denn die meißten Calo Klupos haben sich mit einer E-Mail-Adresse angemeldet, die bei Hans Schmidt mit dem Namen Carlo Heinz im Adressbuch stehen. Und damit weiß Facebook, dass Nutzer Calo Klupo Carlo Heinz heißt. Wozu laso diese scheinheilige Fragerei?!

Dirk 6. Juli 2012 um 15:11 Uhr

Die Frage “Ist dieser Freund ein realer Kontakt, den du persönlich kennst?” finde ich sinnvoller. Fake-Profile auszusortieren kann nur nützen.
Aber Pseudonyme zu verbannen dürfte wenig Sinn machen. Allerdings scheint es Facebook darum auch nicht zu gehen.
Wie man in seinen “Allgemeinen Kontoeinstellungen” sehen kann, kann man den Anzeigenname / Pseudonym beliebig wählen. Nur der Nutzername muss eben intern real sein.
Finde ich vernünftig.

herzmeister 6. Juli 2012 um 15:14 Uhr

Bei Facebook ist man nicht der Kunde, sondern das Produkt, das verkauft wird.

Wer immer noch bei Facebook ist, der tut mir echt leid. Wie kann man nur sein ganzes Leben, seine Daten, seine Identität einem profitgierigen, intransparenten, nichtdemokratischen, nichtöffentlichen Konzern anvertrauen.

Inzwischen gibt es wirklich gute Alternativen wie beispielsweise http://friendica.com/ oder auch http://diasporaproject.org/ , wo einem selbst die eigene Identität noch gehört und man die volle Kontrolle über seine Daten behält.

Auch wenn da (noch) nicht alle meine Freunde sind, das freie Internet ist groß genug, um auch neue Leute kennenzulernen. Und die sind dann, weil abseits des Mainstreams, sowieso viel interessanter, wodurch dann auf Dauer sowieso beständige, produktive und erfüllende Verbindungen entstehen.

Bodo 6. Juli 2012 um 15:16 Uhr

“Nur weil jemand ein Profil auf FB hat, wird keine Personalabteilung / Nachbar / Schüler / Lehrer irgendwelche Schlüsse ziehen ….”

Das glaubst du wirklich?
Aber natürlich werden Profile von “Dritten” genutzt.
Vor kurzem wollte die Schufa z.B. aus den Informationen der Nutzer entsprechende Schlüsse ziehen, musste aber zurückrudern.

Jens 6. Juli 2012 um 15:17 Uhr

Gute Sache. Facebook ist das wichtigste Identitätssystem. Anonyme oder pseudonyme Systeme gibt es genug, soll man doch die nutzen, wenn es einem nicht passt. Anonyme oder Pseudonyme bei Facebook wollen ein funktionierendes System nutzen, aber die eine Sache, die für das Funktionieren notwendig ist, selber nicht beitragen. Schmarotzer halt. Außerdem verschwinden so hoffentlich die Heerscharen von Social-Media-Agentur-Accounts.

FiveDrops 6. Juli 2012 um 15:20 Uhr

Was soll man nun davon halten, wenn FB einem konkret auffordert ein Fehlverhalten eines “Freundes” zu verpetzen?

Der Fakenamen-Freund hat gegenüber Facebook einen falschen Namen angegeben. Diese Tatsache möchte ich nicht werten und ich möchte auch nicht von FB dazu aufgefordert werden. Das ist eine Sache zwischen Person Fakename und Facebook und es geht mich NICHTS an. Letztlich setze ich mich über die Namenswahl meines “FB-Freunds” hinweg und entscheide für ihn; der wird sich sicher freuen (Auch wenn ich anonym bin).

Sollte FB nun die Fakenamenperson kontaktieren und/ oder dessen Account sperren, dann kann sich dieser denken, dass wohl seine GUTEN FB-Freunde nicht so gut sind.

Warum bleibt eigentlich der Melder anonym? Ist ja ein Level mit Fakename.

Picki 6. Juli 2012 um 15:24 Uhr

@Bodo: Wenn das Profil “von außen” nicht zugänglich ist, wird dir keiner einen Strick drehen nur weil Du bei FB einen Account hast. Wenn ich Bodo Müller suche, und finde, aber nur ein leeres Profilbild und überhaupt keine Angaben, dann ermöglicht das keinem Einblick in irgendetwas. Das ist auf jeden Fall sinnvoller als sich bei FB als BoDmuller anzumelden und alle Scheunentore aufzulassen. m2c

THO 6. Juli 2012 um 15:27 Uhr

Es wäre doch viel schlauer von Facebook gewesen eine eingeschränkte Möglichkeit anzubieten, die Kontakte zu editieren. Beispielsweise Klarnamen und Spitznamen individuell hinzuzufügen. Da könnten sie ihre Informationen auch bekommen und es wäre nicht so penetrant. Und alle User würden sich wieder über neue Features freuen (die beispielsweise den Sync oder die Übersichtlichkeit oder whatever verbessern könnten)

Bert 6. Juli 2012 um 15:29 Uhr

@Heiko
Ich finde bei diesen offensichtlichen Fake-Accounts aber immer wieder witzig, wie die Qualitätspresse darauf reinfällt. Das möchte ich nicht missen. ;)
Mir gefällt aber diese Blockwartmentalität nicht. Meine Freunde kennen mein Pseudonym. Das muss reichen. Mit Petzen will keiner spielen. Außerdem sind doch diejenigen, die sagen, dass man da nicht angemeldet sein muss, die ersten, die sich verwundert die Augen reiben und einen als Verschwörungsspinner abtun, wenn man sich daran hält. my 2¢

Dirk 6. Juli 2012 um 15:38 Uhr

@THO
Dem ist doch so, siehe mein Kommentar weiter oben.

Simon 6. Juli 2012 um 15:40 Uhr

Bedenkt bitte, wie sehr Google+ vor 1 Jahr noch gehyped wurde, und wie sehr die Klarnamenspolicy den Leuten damals relativ am Arsch vorbei ging…

Bodo 6. Juli 2012 um 15:41 Uhr

@Picki
Ja, verstehe was du meinst. Es ist auf jeden Fall sinnvoll das Profil nicht zugänglich zu machen. Doch wenn Facebook den richtigen Namen hat haben ihn auch Dritte, so ist halt deren Geschäftsmodell, darüber sollte sich jeder Facebookuser im klaren sein.

Jürgen 6. Juli 2012 um 15:47 Uhr

Kann hier von einem Resultat dieser Aktion aus meinem Freundeskreis berichten.

Die Person war mit einem Namen wie Jür Gen unterwegs. Dann wurde wohl einigen Leuten dieses Fenster eingeblendet.

Jedenfalls wurden die flinken Facebook Datenrevidierer aktiv und machten sich auf die Suche nach dem richtigen Namen. Da der Jür Gen seine Mutter vermerkt hat, wurde also angenommen, dass der Nachname der Mutter auch Jürgens Nachname sein muss.

Nun ist es aber so, dass Jürgens Mutter Renate Müller heisst. Also heisst der Jür Gen nun von Facebook korrigiert Jürgen Müller. Was aber so nicht stimmt. Nach der Scheidung nahm Jürgens Mutter wieder ihren Mädchennamen an. Jürgen heisst aber eigentlich Kaufmann. Spannend ist nun, dass Jürgen den Namen nicht mehr selber ändern kann…

To be continued…

Bodo 6. Juli 2012 um 16:02 Uhr

@Thorsten Lange,

Ja, schlimm, habe gestern schon mal darauf Bezug genommen:
http://stadt-bremerhaven.de/relationbook-me-singles-bei-facebook-finden/#more-29562

Das gehört aber alles zusammen, ein weiteführender “Nutzen” kann leicht über geeignete Verknüpfungen generiert werden. Facebook ist da nur ein möglicher Baustein.

Harry 6. Juli 2012 um 16:07 Uhr

Ich sehe das etwas anders, wer unter einen “Künstlernamen” auftritt sollte dies auch angeben müssen das dies kein realer name ist bzw. soll hierfür eine Gruppe bilden. Wenn man mal bedenkt wie viel geistlose Nervensägen mit irgendwelchen Phantasie Namen dort unterwegs sind und teilweise beleidigende Kommentare abgeben müsste viel härter durchgegriffen werden. einige sehen Facebook gar schon als Dating Plattform an und meinen gar nur weil sie mal bei RTL auf möchtegern Supertranse aufgetreten sind, ich sag nur “Lady Gaga doofheitsverschnitt”, bilden die sich ein ein Superstar zu sein. Facebook wird immer mehr zum Assi Portal.

Benne 6. Juli 2012 um 16:16 Uhr

Wenn ich mir anschaue, wie die Leute mit Pseudonymen ankommen aber dann jeden Mist auf Facebook posten…

Und das sind in meinem Bekanntenkreis die Leute, die Ixquick statt Google verwenden weil sie Angst davor haben ausspioniert zu werden. Facebook ist aber beim Surfen immer in einem Tab offen…

Inzwischen hab ich Leute in der Freundesliste, von denen ich auf den ersten Blick nicht mehr weiß wer sie sind (“Herp Derp mit entsprechendem Bild”). Das nervt einfach tierisch, daher würde ich wohl auch antworten. Ich bin selbst auch mit Klarnamen auf Facebook, poste dort aber so gut wie nichts, like nichts etc. und es läuft maximal in einem eigenen Browser im privaten Modus (vllt einmal im Monat?) die bessere Variante.

Dirk 6. Juli 2012 um 16:25 Uhr

@Harry

“Ich sehe das etwas anders, wer unter einen “Künstlernamen” auftritt sollte dies auch angeben müssen das dies kein realer Name ist.”

Umsetzbarkeit vorausgesetzt ist der Vorschlag nicht verkehrt und gäbe anderen Nutzern eine sinnvolle Info. Aber das würde Facebook nicht wollen (mit Spitznamen anmelden, darum geht es) weil die Daten dann im Weiterverkauf nichts wert sind.

Lucius 6. Juli 2012 um 16:27 Uhr

@schisser: weil dein Datensatz dann mehr Wert ist; er kann verkauft werden als “1A Qualität” (Daten verifiziert von deinen Freunden) – natürlich könnte FB auch mit Hilfe von (1) Algorithmen oder (2) per Mitarbeiter versuchen aus Klupo Heinz zu machen. Das wäre aber (1) grds. nicht so zuverlässig und damit weniger Wert (“1B Qualität”) oder aber (2) teurer, FB verdient dann also weniger.
FB ist nicht “umsonst”, FB ist keine gemeinnützige Veranstaltung – die wollen Geld verdienen und das Produkt bist Du.

Elle Nerdinger 6. Juli 2012 um 16:40 Uhr

Zwei Hinweise:

1. Es gibt Leute die klar nachvollziehbar mit einem sogenannten Autonym unterwegs sind. Das ist ein selbst gewählter Name mit dem ein Mensch öffentlich auftritt und erkennbar ist. Sein Passname macht diese Person unkenntlich.

2. Willy Brandt ist nicht als Willy Brandt geboren. Jedoch einer der größten und wichtigsten Politiker die es in Deutschland gab.

Der Name soll nachvollziehbar auf eine Person sein. Es gibt zig Sascha Müllers aber vielleicht nur einen $RandomautonymdenSaschaMüller haben könnte.

Sören Hentzschel 6. Juli 2012 um 16:44 Uhr

Zu den ganzen “Produkt”-Äußerungen. Das ist natürlich richtig. Eines darf man dabei aber auch nicht vergessen. Auf allen Seiten, auf denen Werbung eingebunden ist, ist man ein Produkt. So auch hier auf diesem Blog. Und dann werden noch statistische Informationen an Server in die USA geschickt (Google Analytics), was einen wieder zum Produkt macht. Denn Google weiß diese Informationen zu nutzen. Also wenn schon, dann bitte die komplette Panik und keine halben Sachen. ;)

Georg 6. Juli 2012 um 16:46 Uhr

Nun, ich weiss schon, warum ich nicht bei facebook bin. Solch eine Mitgliedschaft brauche ich nicht. Der Titel sagt schon alles, die Zeiten der Stasi sind vorbei.

smk 6. Juli 2012 um 16:47 Uhr

Der Begriff Stasibook triffts echt in diesem Fall. Aber dass die Macher sich für solche Aktionen nicht schämen… Boxen gegen den Wunsch der Nutzer neue Regeln durch, ändern Kontaktdaten und jetzt Stasimethoden. Was kommt als nächstes?
Zeigt dieses Bild wirklcih deinen Freun?
Arbeitet er wirklich bei dieser Firma?
Ist auf diesem Bild der Pickel auf der Nase nicht wegretouchiert?

*kopfschüttel*

Thommy 6. Juli 2012 um 16:52 Uhr

In manchen Berufszweigen ist es besser, wenn man auf facebook nicht gefunden wird. Lieber Profil sperren lassen als denen die Daten meines Personalausweises zukommen zu lassen. Hoffe mal, dass facebook da wieder zurückrudern muss.

Bodo 6. Juli 2012 um 17:01 Uhr

@Sören Hentzschel

Panik?
Ich sehe das nicht als “Panik”… sondern als (im Gegensatz zum “Freunde- und Kostlos-immage” von Facebook) Hinweis auf die bestehenden Interessenlagen. Ein Hinweis auf andere “Player” im Markt z.B. Google relativiert die Thematik nicht.
Las caschy doch da heraus, da stimmen doch weder die Verhältnisse, noch die im Zusammenhang angesprochenen Details. ;)

Jörg 6. Juli 2012 um 17:02 Uhr

Was ist denn z.B. mit den Accounts, die nur dazu erstellt wurden, um die kurzweiligen Spielchen auf FB zu nutzen?
Ich kenne ein paar Leute, die das gemacht hatten. Da bei den meisten Spielen auch Euros investiert werdne können, würde FB eine Einnahmequelle verloren gehen….

Was ist mit den Leuten, die FB nur nutzen, um schriftlichen Kontakt zu realen Freunden zu halten? Wenn ich weiss, wer mein Gegenüber ist, dann interessiert es mich auch nicht, mit welchem Namen derjenige registriert ist.
Ich weiss, es gibt auch die Möglichkeit per Email zu kommunizieren :D

Und welche Rolle spielt es, mit welchem Namen ich mich registriert habe, wenn ich in jedem Fall die Werbung sehen kann? :D

Achja. “Max Mustermann” konnte ich irgendwie nicht verwenden.

Bodo 6. Juli 2012 um 17:29 Uhr

“Und welche Rolle spielt es, mit welchem Namen ich mich registriert habe, wenn ich in jedem Fall die Werbung sehen kann? ”

Jede Information die einem realen Namen zugeordnet werden kann, ermöglicht die Erstellung eines Profils welches weiter genutzt werden kann.
Durch Verknüpfungen mit anderen Daten, aus anderen Quellen steigt die Aussagekraft, der Nutzen und die Verwertungsmöglichkeit. Dabei geht es nicht nur um Werbung sondern auch um ganz andere Möglichkeiten, wie z.B. das Bestreben der SCHUFA zeigte. Die SCHUFA wollte u.A. Facebookdaten für sich nutzen. Verwertungsmöglichkeiten gibt es wie Sand am Meer und diese sind nicht (immer) deckungsgleich mit den Interessen des “Users”.

Sören Hentzschel 6. Juli 2012 um 17:30 Uhr

@Thommy: “In manchen Berufszweigen ist es besser, wenn man auf facebook nicht gefunden wird.” – Und was hat das damit zu tun, ob du unter richtigem oder falschen Namen auf Facebook bist? Wenn man jemanden sucht, findet man ihn auch unter falschem Namen. In diesem Fall ist die einzige sinnvolle Maßnahme, sich mit den Privatsphäre-Regelungen zu befassen. Nur die sind dafür verantwortlich, wer was sehen kann. Egal unter welchem Namen.

@Bodo: Meinetwegen tausch das Wort Panik gegen ein Passenderes aus. Mir geht es nämlich überhaupt nicht darum, wie wir das Kind nun nennen. Deswegen hab ich auch nicht lange überlegt, was der beste Begriff dafür wäre. Es geht darum, dass man ein bisschen über das “böse Faebook” hinausschaut und nicht vergisst, dass das, was hier geschrieben wird, auf nahezu alle Seiten zutrifft. “Rauslassen” muss ich da niemanden, weil ich niemanden irgendwo “reinziehe”. Wir kommentieren nunmal auf diesem Blog, also ist das der naheliegendste Vergleich, dass wir auch hier ein Produkt sind. In kleinerem Rahmen, aber ist halt so. Das ist man überall, wo Geld mit einem gemacht wird. Und das verurteile ich nicht oder rege mich darüber auf, nein, ich sage nur: Ein Produkt sind wir fast überall, wo wir uns im Internet bewegen.


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