Snapchat wird demnächst mehr Werbung bekommen – möglicher Börsengang

14. Juni 2016 Kategorie: Android, iOS, Software & Co, geschrieben von: Benjamin Mamerow

artikel_snapchatSnapchat will sich endlich von seinen Risikokapital-Investments lösen. Daher werden die Nutzer des Dienstes demnächst mehr In-App-Werbung erhalten. Mit über 100 Millionen Nutzern weltweit und davon allein 50 Millionen in Nordamerika werde es für das Team langsam Zeit, „echtes Geld“ zu verdienen. Man wolle sich von Investoren lösen, die die Geschäfte mit ihrem Geld beeinflussen und endlich auf eigenen Füßen stehen.

Die Chancen seien groß, dass Snapchat plant, an die Börse zu gehen, heißt es in der Quelle. Zwangsläufig müssten sich Nutzer darauf einstellen, dass definitiv mehr Werbung zu sehen sein wird. In welcher Form genau, das ist noch nicht bekannt. Allerdings wird vermutet, dass beispielsweise zwischen den Stories immer mal wieder ein kurzer Werbebreak eingespielt werden könnte, den es dann erst einmal anzusehen gilt bevor man weitermachen kann. Wer die Werbung umgehen möchte, könnte dann aufgefordert werden, bestimmte Apps zu installieren. Viel interessanter für die werbenden Firmen dürfte aber die Idee der „sponsored filters“ sein, also Filtern in der App, welche die entsprechende Marke mit in die Interaktion des Benutzers einbringen. Werbebannern wird da weitaus weniger Beachtung geschenkt.

Fakt ist, dass Snapchat seine Tore für Werbetreibende weiter öffnen wird. Dazu gehören auch Partnerschaften mit Drittanbietern, um zum einen die Möglichkeiten der App zu erweitern, aber auch um Werbenden den Dienst als mögliche Plattform unter die Nase zu reiben. Bisher gibt es beim Dienst das Versprechen, dass jede implementierte Werbung durch „menschliches Personal“ geprüft würde, so dass die Nutzererfahrung innerhalb der App nicht durch aggressive „Download NOW!“-Buttons und dergleichen leiden muss. Inwieweit man das allerdings auf Dauer und in Hinsicht auf die neuen Finanzierungsgedanken weiter garantieren kann, bleibt fraglich. Tatsache ist, dass User relativ schnell andere Dienste finden, die sie hypen können, wenn ein anderer Service zu unbequem wird. In-App-Werbung hat bekanntlich immer zwei Seiten.



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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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