Smartphone als Überwachungskamera (Stand-Alone oder mit Surveillance Station 8)

21. Januar 2017 Kategorie: Apple, Backup & Security, Hardware, geschrieben von: caschy

Bereits in diesem Beitrag berichteten wir davon, dass Besitzer eines NAS von Synology die Surveillance Station 8 installieren können. Dabei handelt es sich um eine Software zur Videoüberwachung, die schon recht mächtig und interessant ist. Sicher auch für alle „normalen“ Nutzer etwas, die nicht irgendwelche Cloud-Kameras kaufen wollen, mittels derer Inhalte irgendwo gespeichert werden – außer in den eigenen vier Wänden. Die Surveillance Station funktioniert mit allerlei Kameras, auch mit recht günstigen, sodass da vielleicht bei Interesse ein Blick lohnt.

Aber auch mit dem Handy kann man arbeiten und das dürfte vielleicht für alle interessant sein, die „mal eben“ drahtlos überwachen wollen. Hierfür muss man nur eine Software auf dem Handy installieren und die Surveillance Station 8 mit dem Smartphone verheiraten.

Das aktivierte Modul Surveillance Station 8 setze ich mal voraus – ebenso die Lust, mal selber einen Blick in die weiterführenden Optionen zu werfen.

Ich nutze hier ganz gerne die kostenlose Version von IP Cam, Nutzer können allerdings auch einen Blick auf die Android-App TinyCam Monitor werfen (Wer keine Schmerzen mit dem Amazon App Shop hat, findet dort die Pro-Version kostenlos). Beide Apps bieten die Möglichkeit, das Android-Smartphone zur Überwachungskamera zu machen, auch ohne die Surveillance Station.

Ich beschreibe hier einmal anreißend beide Methoden in einer Erklärung, da die Apps grundsätzlich alleine arbeiten, aber auch in Verbindung mit der Surveillance Station auf eurem NAS. Als Beispiel nehmen wir mal die IP Cam. Einfach mal installieren und starten. Theoretisch kann man dann schon im Browser loslegen.

Nach der Installation findet man in den Verbindungseinstellungen die Option, den Zugriff im LAN / WLAN zu konfigurieren. Hier kann der Nutzer Port und User-Zugang vergeben, sofern er Port 8080 nicht nutzen will oder das Ganze per Passwort schützen will. Ganz unten findet sich dann der Punkt „Server starten“. Hiermit wird das grundsätzliche Streaming gestartet, man sollte vielleicht darauf achten, dass das Smartphone am Netz hängt, die Videoüberwachung hat erhöhte Ansprüche in Sachen Energiebedarf.

In der Übersicht mit dem Livebild sieht der Nutzer dann direkt die IP und den Port. Mit diesen Informationen kann man sich im Browser einloggen. Er sieht hier das Livebild, welches von der Smartphone-Kamera gestreamt wird, des Weiteren kann man hier direkt die Aufnahme starten. Aufnahmen können direkt aus dem Browser heraus heruntergeladen und betrachtet werden. Auf der rechten Seite der Einstellungen findet man im Interface praktische Sachen, so lässt sich der Blitz aktivieren, es kann gezoomt werden und auch die Streamingqualität ist einstellbar. Nachfokussieren? Auch machbar – sogar dauerhaft mit Autofokus.

Wer den Browser nicht mag, der findet oben in der Webansicht auch den Punkt „Andere Methoden“, hier wird dann erklärt, wie man sich mit Viewern auf iOS und Android mit der IP Cam verbinden kann, aber auch der VLC Media Player ist möglich. Schicke Sache und für viele bereits ausreichend.

Wer allerdings die oben erwähnte Surveillance Station von Synology einsetzt – oder den Gegenpart auf einem Qnap-NAS, der kann auch dieses benutzen, ebenfalls in Verbindung mit der IP Cam. Hier ist nur wenig beachten, wenn man das Modul selber schon grundsätzlich aktiviert hat. Einfach eine neue Kamera einrichten:

… und auf wenige, aber wichtige Einstellungen achten:

Im Fall der App IP Cam ist dies die Marke „Benutzerdefiniert“, dazu MJPEG als Format und /videofeed als Pfad. Sollte das Problem auftreten, dass Speicher nicht verfügbar ist, müsst ihr noch eine Freigabe zum Speichern auswählen:

Betrachten könnt ihr den Spaß dann in im Browser oder in der DS cam-App, alternativ stehen Apps für Mac und Windows zur Verfügung.

Ja, aber. Richtig. Viel tiefer werde ich hier nicht gehen, weil es zu viele Optionen gibt – je nachdem, ob man auf die reine Handy-Lösung setzt – oder auf die Surveillance Station, bzw. dem Gegenpart auf einem anderen NAS, wie beispielsweise QNAP. Hier kann man dann noch vielfältig nachlegen, beispielsweise Überwachungszonen anlegen, wo dann bei Bewegung automatisch auf dem NAS aufgezeichnet wird. So hatte ich das lange im Einsatz, das Einrichten ist kein Hexenwerk. Wenn man das macht, dann sollte man sich vielleicht überlegen, noch ein paar Euro in die Hand zu nehmen und eine Kamera zu kaufen, die unterstützt wird. Das Handy ist zu diesem Zweck für „mal eben“ zwar ganz nett, zudem auch portabel, doch für den Dauereinsatz würde ich auf etwas anderes zurückgreifen.

Aber auch gut zu wissen, dass es eben auch auf die Schnelle geht – vielleicht braucht man ja einfach nur kurz mal einen kostenlosen Babymonitor oder so.


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Über den Autor: caschy

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