ReadKit: Toller RSS-und Read it Later-Client für macOS

18. Februar 2017 Kategorie: Apple, geschrieben von: caschy

RSS-Reader sind immer so ein Ding. Viele stimmten schon in den Abgesang ein – damals als Google den Reader einstellte. In dieser Folge ploppten dann aber viele RSS-Dienste auf, den Gestrandeten zu helfen. Auch ich bin seit jeher in der Abteilung RSS unterwegs, ich brauche keine dieser kuratierten Magazin-Apps mit fancy Covern, mir reicht nacktes RSS, am besten ungekürzt, so wie es  bei uns der Fall ist. Hier bin ich damals bei Feedly gelandet, dazu hab ich mobile Apps. Unter iOS Reeder, unter Android abwechselnd gReader pro oder Palabre.

Auf dem Mac habe ich mir schon einige Apps angeschaut, darunter Reeder, Leaf und nun auch ReadKit. Readkit ist ein kostenpflichtiger Reader, der aktuell in Version 2.5 erschienen ist. Mit der neuen Version gibt es nicht nur Bug Fixing, sondern auch ein paar neue Funktionen. Obwohl Feedly im Web für viele ausreichend ist: ich selber habe mittlerweile wieder Gefallen an einem lokalen Programm gefunden, welches Mehrwert liefert und zudem bei mir den ganzen Tag in irgendeiner Form im Einsatz ist.

ReadKit unterstützt nicht nur Feedly, sondern Dienste einige mehr. Dazu gehören nicht nur klassische Anbieter wie Feedbin, Fever, Feed Wrangler oder eigens gehosteter RSS-Spaß, sondern auch Bookmarking-Dienste wie Instapaper, Pocket oder aber auch Pinbord. Diese Integration bedeutet nicht nur, dass man bei Diensten schnell Dinge speichern kann, man kann sie auch verwalten, sodass ihr beispielsweise bei Instapaper nicht mehr ins Web müsst, stattdessen alles Gespeicherte direkt in ReadKit abrufen und abarbeiten könnt.

In Sachen Anpassbarkeit hat ReadKit einige Themes am Start, des Weiteren lassen sich Dinge wie Zeilenhöhe und -breite vom Benutzer festlegen. Feeds können nicht nur direkt gelesen werden, es gibt auch einen Reading-Mode, der gekürzte Feeds lesbar macht, des Weiteren kann man die Seite natürlich direkt aufrufen. In der letzten Zeit mussten die Feedreader ja umbauen, da Readability nicht mehr funktionierte, stattdessen wechselten die meisten auf Mercury.

Wer wirklich viele Feeds verwaltet, der wird die Smart Folders mögen, sie erlauben eine Art vorfiltern. So kann man beispielsweise festlegen, dass man einenn schnelle Zugriff auf alle Quellen bekommt, die in ihren Beiträgen das Wort „Android“ nutzen. Hier sind die Möglichkeiten groß und ihr bekommt über die Filter das zu lesen, was euch interessiert. Weiterhin gibt es Dinge wie Schlagwörter, die ihr vergeben könnt.

Wer gerne mit Shortcuts arbeitet, der kann dies natürlich. Es gibt ein vorgegebenes Set mit Shortcuts – beispielsweise das „g“ für den Reader Mode, auf der anderen Seite lassen sich eigene Shortcuts vergeben, sodass man Beiträge schnell bei Pocket oder Instapaper ablegen kann. MacBook mit Touchbar am Start? Kann man dann ebenfalls über Touch nutzen.

Durch die Smart Folder und die Integration der diversen Dienste muss ich für ich festhalten: ReadKit ist ein RSS-Reader der Extraklasse, gerade für Nutzer mit hohem News-Volumen. Ich denke, dass ich erst einmal dabei bleibe, mich hat die Software im Test überzeugt.

Vor dem Kauf sollten sich Nutzer allerdings überlegen, ob sich die englische Sprache als zu große Barriere erweist – wie Leaf oder Reeder ist man nur englischsprachig unterwegs. Aus meiner Warte würde ich aber behaupten, dass sich die Genannten auch mit rudimentären Kenntnissen der englischen Sprache nutzen lassen. Auf der Homepage steht eine Testversion für 14 Tage zur Verfügung.

ReadKit
ReadKit
Entwickler: Webin
Preis: 10,99 €
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Über den Autor: caschy

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