Plex Cloud: Media-Server auch ohne lokalen Speicher nutzen

26. September 2016 Kategorie: Streaming, geschrieben von: André Westphal

plex artikel

Plex: Die mächtige Software für Media-Server ist sicherlich den meisten von euch ein Begriff. Ich selbst kenne die App beispielsweise von meiner Nvidia Shield. So wird Plex bei Nvidias Android TV-Box direkt ab Werk vorinstalliert. Während ihr bisher bei Plex mit lokalem Speicher bzw. einem NAS arbeiten musstet, schaltet die Plex Cloud nun neue Potentiale frei. Es handelt sich nun um das erste Mal, dass ein kompletter Plex-Media-Server mit allen Features über die Cloud bereitstehen kann. Entsprechend müsst ihr euch bei der Verwendung auch nicht mehr um Software-Updates oder andere, lästige Pflege kümmern.

In der Plex Cloud soll es sogar einige Transcoding-Optionen geben, die man sonst eher von leistungsfähigeren Home-Servern kennt. Doch wo sollt ihr eure Daten denn nun speichern? Hier kommt dann Amazon bzw. besser gesagt Amazon Drive ins Spiel (unbegrenzter Speicherplatz für 70 Euro im Jahr). Dort benötigt ihr ein Konto, dass ihr dann mit der Plex Cloud vernetzen könnt. Zunächst steht die Plex Cloud aber bevorzugt Plex-Pass-Nutzern zur Verfügung, welche sich für die Beta registrieren. Wer angenommen wird, erhält nach der Anmeldung eine Einladung.

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Innerhalb der nächsten Wochen will Plex mehr und mehr Nutzer in die Beta einbeziehen. Laut Plex lägen die Vorteile der Plex Cloud auf der Hand, da man sich keine Sorgen mehr um Datenverlust, den Kauf von Festplatten und SSDs oder andere Aspekte der Pflege eines lokalen Media-Servers sorgen müsse. Das ist alles richtig, aber ob ihr noch mehr Daten online verteilen möchtet, müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Anmelden könnt ihr euch für die Beta zur Plex Cloud direkt hier. Plex-Pass-Nutzer werden aber in jedem Fall bevorzugt.

Zum Launch der Plex Cloud werden übrigens noch nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen – Kamera-Upload, Mobile Sync, Cloud Sync, der Media-Optimizer, DLNA und DVR glänzen beispielsweise zunächst durch Abwesenheit. Ob Plex auch andere Cloud-Dienstleister einbeziehen will? Erstmal will man sich auf Amazon Drive beschränken, schließt die Unterstützung anderer Lösungen langfristig jedoch nicht aus. Die Plex Cloud wird dabei völlig separat zu euren lokalen Media-Servern laufen und nicht etwa eine Kopie abbilden.

Habt ihr Interesse an den Funktionen der Plex Cloud? Wenn ja, dann meldet euch bald für die Beta an, denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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