NSA ist mit eigenem Code in Android vertreten

10. Juli 2013 Kategorie: Android, Backup & Security, Internet, geschrieben von:

NSA, Prism, Tempora, Snowden, direkter Zugriff auf Server, man denkt, dass man bereits alles weiß und dann gibt es doch wieder etwas Neues. Die allseits beliebte NSA wirkt nämlich am Andorid-Code mit. Eine Hintertür, um leichter an die Daten der Nutzer zu kommen? Vielleicht, beweisen lässt sich dies aber nicht so einfach. Android ist ein Open-Source-Projekt, das heißt, jeder kann Vorschläge zur Verbesserung der Software einreichen, die dann eventuell sogar übernommen werden.

Android
Die NSA sagt dazu, dass der von ihnen eingereichte Code die Nutzer nur schütze. Nämlich vor Hackern und Datensammlern, denen der Zugriff auf persönliche und geschäftliche Daten durch den NSA-Code verweigert würde. Das gilt aber nicht nur für Smartphones. Laut NSA wird dieser Code künftig in allen möglichen Geräten mit Android Verwendung finden.

Momentan befindet sich der Code nur in der neuesten Android-Version, betroffen sind demnach nur aktuelle Flaggschiff-Modelle oder Nexus-Geräte. Da könnte es ja fast von Vorteil sein, nicht das neueste Update aus dem Hause Google auf dem Gerät zu haben.

Android ist aber nicht allein, bereits vor einigen Jahren wirkte die NSA an Linux mit und hat dort ebenfalls erfolgreich zum Betriebssystem beigetragen. Untersuchungen ergaben damals aber, dass es wohl keine Hintertür gibt, über die Daten ausspioniert werden könnten. Der Code wurde von vielen Leuten überprüft und man fand keine offensichtlichen Hintertüren.

Vielleicht ist es tatsächlich an der Zeit, einmal ein Kickstarter-Projekt für Alu-Hüte zu starten. Codeschnipsel von der NSA allein zur Sicherheit vor Hackern und Datensammlern? Ich halte das für genauso wahrscheinlich wie die Existenz des Weihnachtsmanns. Und nun? Alle Smartphones aus dem Leben verbannen oder einfach akzeptieren, dass es so etwas wie Geheimnisse nicht mehr gibt?

Update: Bevor ich hier in den Kommentaren noch digital gelyncht werde: Ich behaupte nicht, dass die NSA eine Hintertür in Android eingeschleust hat, auch nicht bei Linux. Aber, ich kann es mir vorstellen, auch wenn diese Hintertür nicht offensichtlich ist. Ist meine Meinung, so wie Eure Meinung ist, dass dies bei Open Source nicht möglich ist. Nirgends im Artikel wird behauptet, dass etwas anderes der Fall wäre. Schlechte Recherche vorzuwerfen ist ziemlich leicht. Was ist denn schlecht recherchiert? Dass die NSA Code zu Android beiträgt? Dass Android Open Source ist? Etwas anderes steht nicht als Fakt im Artikel. Das ist weder Panikmache, noch Klickhascherei. Eigentlich auch kein Grund, mich hier rechtfertigen zu müssen. Wenn Ihr im Artikel Falschinformationen findet, also Dinge die wirklich nicht stimmen, werden diese selbstverständlich korrigiert.


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Über den Autor:

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