Nokia mit Tablet zum Mobile World Congress?

19. Dezember 2012 Kategorie: Mobile, Windows, Windows Phone, geschrieben von: caschy

Ich mag nicht so recht glauben, was ich überall lese. Nokia soll angeblich ein 10 Zoll großes Tablet auf den Markt bringen. Die Gerüchte gibt es schon länger, angeblich soll der ehemalige Handy-Gigant etwas zurückgesteckt haben, weil bekannt wurde, dass Partner Microsoft ein Surface auf den Markt bringt.

Nokia Tablet Konzept

Nun soll es mal wieder soweit sein, Microsoft, Qualcomm und Compal Electronics sollen dabei die Partner von Nokia sein. Das Tablet soll schon im Februar 2013 zu sehen sein, vom 25. bis zum 28. findet in Barcelona der Mobile World Congress statt, auf dem Nokia auch zu finden ist.

 

Für die CES im Januar hat man allerdings kleiner geplant. Hört sich gut an, so ein Nokia-Tablet? Ja, in der Tat. Nokia hat mit dem Nokia Lumia 920 bewiesen, dass man immer noch Design und Qualität kann – von peinlichen Ausrutschern in die Netbook-Welt spreche ich jetzt aber mal nicht. Nokias Ruf ist meiner Meinung nach auch wieder besser geworden und ich ärgere mich fast jeden Tag, dass ich nicht einmal richtig Geld für Nokia-Aktien in die Hand genommen habe.

Aber Nokia könnte ein Tablet schaden – zumindest eines, welches mit Windows RT ausgeliefert wird. Und dies wäre der Fall, wenn man Qualcomm und nicht Intel als Partner hätte. Nokia könnte Erfolge feiern – dann aber mit einem System, welches auf Windows 8 Pro basiert. Wenn ich vielen meiner Ex-Kollegen glauben darf, dann gehen Geräte mit Windows RT alles andere als gut. Ganz im Gegenteil. Benutzer wollen weiterhin ein echtes Windows und kein halbes ohne Legacy-Apps und lassen deswegen die RT-Geräte in den Regalen liegen. (Bild: Nokia Tablet Konzept)


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24 Kommentare

Marcelismus 19. Dezember 2012 um 11:30 Uhr

Das Konzept schaut aber schonmal sehr geil aus. Mir gefällt die aktuelle Designlinie von Nokia – das war’s dann aber auch…

TwiNN 19. Dezember 2012 um 11:33 Uhr

So wie ich das verstanden habe ist Windows RT die Zukunft. Die Leute brauchen halt etwas Zeit für die Umgewöhnung. Sobald alle Programme auf RT verfügbar/ungeschrieben sind wird es für die meisten Anwender keinen Grund mehr geben, die teureren Pro-Geräte zu kaufen. Dauert halt noch etwas, aber ich schätze in einem halben Jahr wird es soweit sein.

NeNeNe 19. Dezember 2012 um 11:35 Uhr

Eigentlich schon interessant. iOS im iPad ist okay aber wenn MS so etwas macht wird dies von den Nutzern nicht als positiv erachtet. Während ein Tablet bei Google und Apple mit der Möglichkeit von Apps auskommen kann, muss ein Windows alle Programme seit 1840 starten können. Was nutzt mir ein nicht für Touch optimiertes Programm auf einem Tablet?

Windows RT macht was es soll, es bietet eine UI für den Nutzer. So wie Android oder iOS auch. Ich habe noch von keinem gehört er möchte Mac-Programme auf den iPad starten.
Okay die 3-4 existierenden Programme, da ist eben auch nicht viel Auswahl da. ;-) Liegt wohl daran… fg

mini 19. Dezember 2012 um 11:45 Uhr

und na klar sind die verkauszahlen von RT niedrig, zähle mal die produkte auf die man auf dem markt kaufen kann und sofort lieferbar sind.^^
—> Ein armutszeugnis leider.

Typografix 19. Dezember 2012 um 12:01 Uhr

Ich kann nur das wiederholen was ich bereits gesagt habe:

MS hat sich für die falsche Vermarktungsstrategie entschieden! Ein Verkauf auf dem freien Markt wäre besser gewesen als nur über den Windows Store oder online.

Ich hätte gekauft hätte ich das Gerät bei Saturn aus dem Laden holen können und ich kenne einige andere die dies auch getan hätten oder zumindest das Gerät im “Discounter” mal getestet hätten.

caschy 19. Dezember 2012 um 12:03 Uhr

Na, das Surface wird ja nun frei vertrieben.

Typografix 19. Dezember 2012 um 12:06 Uhr

Das Surface ist frei erhältlich? Das muss an mir vorbeigegengen sein, da das Interesse bei mir abgeebbt ist und ich es aber auch noch nirgends gesehen habe (Amazon, Saturn, MediaMarkt, Karstadt…?)….

Typografix 19. Dezember 2012 um 12:08 Uhr

Nachtrag: Tatsache be Amazon ist es gelistet jetzt als ich vor 2-3 Wochen guckte war dem nicht so…

FlyingT 19. Dezember 2012 um 12:17 Uhr

Das Teil wird wie die Lumias zu teuer sein.

Ein Lumia zum preis eines HTC 8S und der hobel ist gekauft.

jorgo 19. Dezember 2012 um 12:39 Uhr

Ich hatte bereits bei der Präsentation der neuen Lumias 920 und 820 im September auf die Ankündigung eines Lumia-Tablets gehofft. Wenn sich die Gerüchte dieses Mal bewahrheiten, fände ich es klasse!

Hinsichtlich einer exklusiven Windows RT-Festlegung Seitens Nokia hege ich ähnlich starke Bedenken wie cashy. Die meisten Anwender erwarten einfach, dass wenn Windows drauf steht, auch Windows (mit allen bekannten Programmen) drin ist. Dass keine klare Trennung zwischen Windows RT und Windows 8, inklusive aller Gemeinsamkeiten und Unterschiede, explizit für jeden Kunden ersichtlich wird, kann man Microsoft sicher ankreiden – wie jüngst auch durch Jeffrey Clarke (DELL) geschehen.

Persönlich würde ich mir ein solches Nokia/Lumia-Tablet mit Win RT trotzdem kaufen. (Obwohl ich über Windows RT aufgeklärt bin – oder gerade deshalb?).

Wenn ich produktiv arbeite, dann tue ich dies am liebsten an einem Notebook/PC mit Windows 7 bzw. 8 Pro. Für unterwegs und das Sofa reicht Windows RT meiner Meinung nach total. Die Modern-UI-Apps sind einfach sehr gut auf Touch-Bedienung ausgelegt (es sind aber noch viel zu wenige im Marketplace!).

Die MS-Office-Programme sind für mich die einzigen Anwendungen, die ich auf einem RT-Tablet vermissen würde (gerade weil ich zwecks Uni viele Mail-Anhänge öffnen muss). Da Office aber in einer angepassten Version dabei ist, kann ich auf die Features zurückgreifen, die ich benötige.

Hinzu kommt, dass die Surfaces bzw. Tablets anderer Hersteller mit Windows 8 Pro zurzeit noch so schlechte Akkulaufzeiten versprechen, dass die Mobilität meiner Meinung nach stark eingeschränkt wird.

Meine perfekte Kombination bestünde aus einem stationärem Windows 8 Pro-PC, einem Windows RT Lumia-Tablet und einem Lumia-Smartphone.

Natürlich ist dies ein rein subjektiver Beitrag.

submac 19. Dezember 2012 um 12:44 Uhr

@NeNeNe Auf den Punkt gebracht, ganz mein Reden.

Voo 19. Dezember 2012 um 13:16 Uhr

Hmm, Android und iOS sind auch keine vollwertigen PC Betriebssysteme und es wird von niemandem kritisiert. Im Gegenteil, jeder, der sich ein Tablet zulegt, weiß, dass es nicht so viel kann wie der PC. Und das sehe ich auch bei Windows so. Der Gerätetyp sagt mir doch, dass ich ein abgespecktes System zu erwarten habe, auch wenn es unter “Windows”-Flagge segelt.
Das Problem ist, dass MS nicht auf breiter Flur mit Gerätemodellen auf dem Markt vertreten ist, es können also noch gar keine großen Verkaufszahlen vorliegen. Und man hätte nicht MS-exklusiv den Verkauf starten, sondern sofort in die großen Elektromärkte drücken sollen, damit das Ding außerhalb der IT Gemeinde auch wahrgenommen wird.

dischue 19. Dezember 2012 um 13:44 Uhr

Vielleicht war es einfach ein Fehler, Windows RT wndows RT zu nennen…? Windows ist eben enorm verbreitet und viele halten Windows auch für den Firmen-Namen. Da liest dann kaum noch einer weiter, wenn Windows… drauf steht. Und dann nach dem Preis geschaut (also “original Windows-Gerät…) – gekauft. Zu hause dann: wie jetzt? das und jenes läuft nicht?
Ein Tablet von Nokia fände ich interessant da mir das Design und die Hardware immer noch/wieder sehr gefällt. Zu RT kann ich noch nichts sagen. Wenn da ähnmlich viel Ludt nach oben ist, wie bei WP8, dann warte ich lieber auf die 2. Generation – und hoffe auf Verbesserungen ,-)
warum nicht? ist doch windows…

TwiNN 19. Dezember 2012 um 13:59 Uhr

Hmm, bin etwas verwirrt / verunsichert. Vielleicht kennt sich jemand gut aus und kann was dazu sagen:
Windows RT unterscheidet sich insofern von Windows 8 Pro, dass es auf einer anderen Chip-Architektur läuft. Daher kommt auch die fehlende Kompatibilität zu alten Programmen, die für die x86-Architektur geschrieben wurden. Jedoch: Programme für Windows 8 Pro werden in einer speziellen Framework-Umgebung geschrieben und können dann sowohl für Windows 8 Pro als auch für Windows RT kompiliert werden. Ergo: Alle Programme / Programmversionen, die ab jetzt programmiert werden, laufen auf beiden Windows-Umgebungen (Pro & RT). Die Einschränkung für Windows 8 RT wird also mit der Zeit immer weniger Leute betreffen und irgendwann nur diejenigen, die auf sehr alte Programme, die auch nicht mehr betreut werden, angewiesen sind.
Ist das soweit (also bis auf meine subjektive Interpretation im letzten Satz) richtig?

Jens 19. Dezember 2012 um 15:55 Uhr

@Twinn
Jein.
Erstmal: “Windows 8 RT” gibt es nicht, nur “Windows 8 (Pro)” und “Windows RT”.
Gemeinsam haben beide die Modern-UI-Oberfläche, also die Touchoberfläche, und die dazugehörige Runtime. Das meinst Du wohl mit “speziellem Framework”. Es können dafür Applikationen geschrieben werden, die nur die gemeinsamen Teile nutzen. Sollte eine solche Applikation aber Windows-8-Spezifika benutzen, läuft sie jedoch nicht auf Windows RT.
Windows 8 hat auch noch den klassischen Desktop. Viele “Profi”-Anwendungen laufen nur auf diesem und ich glaube nicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändert. Es wird auch noch einige Neuentwicklungen dafür geben. Da man Modern-UI-Anwendungen nur über den Windows Store installieren kann, wird das für exotische oder grenzwertige Applikationen, die nicht in den Store dürfen (z.B. Spiele für Erwachsene), auf lange Zeit auch der einzige Weg sein.
Windows RT hat verwirrenderweise auch einen Desktop, auf diesem laufen aber nur das mitgelieferte Office und die Systemapplikationen, man kann hier keine andere Software ausführen.

Nein, die Einschränkungen werden nicht geringer werden. Aber: Es ist die Frage, inwieweit sei für Endkunden relevant sind. Wenn Du kein Entwickler oder Graphiker bist, der eine Entwicklungsumgebung oder Photoshop braucht, dann kann Windows RT vollkommen ausreichend sein. Windows RT ist auf einer Stufe mit Android oder iOS, also den anderen Tablet-Betriebssystemen. Den Namen “Windows” dafür wiederzuwenden, war aufgrund der Verwirrung, die dadurch entstehen musste, eine selten dämliche Idee. Wenigstens hätte man einen entsprechenden Bestandteil VORANstellen müssen, etwa “Tabletwindows” oder so was. Ich glaube immer noch, dass diese Verwirrung Absicht ist, glaube aber ebenso, dass man sich damit selbst in den Fuss schiesst.

TwiNN 19. Dezember 2012 um 16:41 Uhr

@Jens
Danke für die ausführliche Antwort. Welche Gründe gibt es deiner Meinung nach, dass Photoshop (oder auch andere Spezialprogramme wie z.B. AutoCAD oder Mathematica) nicht irgendwann auch für Windows RT programmiert wird? Vielleicht läuft es ja dann in dem Desktop-Modus, wie Office auch. Vielleicht gibt es auch irgendwann einen speziellen Bereich im Store für grenzwertige Applikationen (ID-Prüfung oder Altersbeschränkung).

Potential ist ja eigentlich genug vorhanden!?

Jedenfalls nehme ich die Meldung über das Nokia-Tablet nicht allzu ernst. Es gibt immer mal wieder Gerüchte, aber aus offiziellen Statements habe ich für mich eigentlich eher den Eindruck gewonnen, dass man sich erst einmal wieder im mobilen Phone-Bereich etablieren / stabilisieren will bevor man auf mehreren Hochzeiten tanzt. Ich glaube eher, dass sich Nokia auf die nächste Revolution konzentriert (flexible Devices z.B.) als jetzt auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Würde auch eher zu ihrem Stil passen ;)

Jens 19. Dezember 2012 um 17:21 Uhr

@Twinn
Es laufen nur von Microsoft signierte Anwendungen im Desktopmodus von Windows RT. Er ist auch nicht ganz vollständig, wenn auch fast alles da ist. Microsoft lässt das Ausführen anderer Anwendungen nicht zu, das können Entwickler nicht umgehen. Es ist unwahrscheinlich, dass sich das ändert. Der “Desktopmodus” unter Windows RT ist ein reines Ausführen von Office und vielleicht noch dem Windows Explorer, für mehr ist der nicht da. Ich gehe davon aus, dass der Desktopmodus aus der nächsten Version eines Consumerwindows (und das ist RT auf jeden Fall, das normale Windows 8 eigentlich auch) komplett verschwindet.

Also, knapp zusammengefasst: Wenn Du irgendeine alte Windowsanwendung hast, die Du weiternutzen willst, dann Finger weg von Windows RT. Da die meisten Altwindowsnutzer ja irgendetwas in der Art haben, der Unterschied zwischen Windows RT und Windows 8 aber nicht immer unbedingt deutlich ist, gibt es dementsprechend schon den einen oder anderen enttäuschten Windows-RT-Käufer. Und DAS ist der Unterschied zu etwa iOS und OS X, da gibt es diese Illusion und Verwirrung gar nicht erst. Wie schon gesagt, meines Erachtens ein dämliches Marketing von Microsoft.

Bei der Freigabe von Apps ist Microsoft schon ein bisschen zurückgerudert, aber grundsätzlich sind die genauso streng und teilweise strenger als Apple bei der Prüfung. Natürlich können sie solche Möglichkeiten einführen, aber da ist man voll auf die Gnade Microsofts angewiesen. Technisch gesehen kann es passieren, klar. Ich halte es in absehbarer Zeit nicht für wahrscheinlich, ausser es gibt massive Absetzbewegungen von Nutzern.

TwiNN 19. Dezember 2012 um 17:47 Uhr

@Jens
Ich habe hier und da gelesen, dass auch der Desktop-Modus von Windows 8 Pro den Eindruck macht, als würde dieser nur aus Kompatibilitätsgründen hinzugefügt worden sein. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man seitens Microsoft dieses Konstrukt auf Dauer so etablieren will. Wenn technisch gesehen ein Photoshop auch auf Windows RT laufen kann, wird Microsoft eine entsprechend programmierte Anwendung von Adobe wohl auch signieren, wenn sie den vorher kommunizierten Anforderungen entspricht. Microsoft wirbt ja nicht umsonst sehr aufwendig um Entwickler. Die geläufigen produktiven Programme (Photoshop, AutoCAD usw.) werden ja so oder so auf Windows 8 optimiert erscheinen in den nächsten Versions-Updates. Falls nun der technische Aufwand, um sie auch auf einer RT Maschine zum laufen zu bringen, nicht besonders groß ist (eben auf Grund der genannten Framework-Umgebung / Runtime), halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass wir in nächster Zeit solche Programme auch für Windows RT sehen, von Microsoft signiert. DAS wäre nämlich dann in meinen Augen ein sehr schönes und vermittelbares Alleinstellungsmerkmal der Windows-Tablets und würde eine echte Chance auf steigende Marktanteile in diesem Bereich darstellen. Dies ist für mich auch eine schlüssige Erklärung für die aktuelle Strategie von Microsoft. Ansonsten würde dieses Vorgehen auch in meinen Augen keinen Sinn ergeben.
Für die Zukunft würde es dann bedeuten, dass du alle Programme (Hardware-Anforderungen vorausgesetzt), sowohl am All-In-One Gerät, auf dem Tablet als auch auf dem Phone ausführen könntest. Man wäre also vom Form-Faktor des benutzten Gerätes unabhängig, die symbiotischen Effekte wären enorm. Vielleicht ist das ja alles Wunschdenken von mir, aber dieses Ziel würde tatsächlich das aktuelle Vorgehen erklären, für mich zumindest. Eine verwirrende Übergangsphase kann dabei natürlich nicht vermieden werden.
Falls diese Entwicklung nun, wie von dir vermutet, durch Microsoft blockiert und damit unwahrscheinlich wird, verstehe ich den ganzen Aufwand nicht. Damit würden sie sich ja selbst ins Bein schießen.

TwiNN 19. Dezember 2012 um 17:59 Uhr

Nachtrag: Ich erwarte, dass die nächste Windows-Version dann wieder einen Namen hat und überall gleich aussieht, aber dann beide Chip-Architekturen unterstützt. Dies wäre dann nämlich im Hinblick auf oben skizzierte Strategie konsequent.

Jens 19. Dezember 2012 um 18:15 Uhr

Sehr unwahrscheinlich. Desktopanwendungen sind das Alleinstellungsmerkmal der Pro-Geräte, der Aufwand ist erheblich, alle Bibliotheken sind nicht binärkompatibel, die gesamte Architektur ist anders, das RT-Framework hilft nur bei Neuanwendungen und die RT-Geräte sind leistungsschwach.
Ich korrigiere mich: Extrem unwahrscheinlich.

TwiNN 19. Dezember 2012 um 18:30 Uhr

Okay, das war die Intention meiner ursprünglichen Frage. Herauszufinden, ob es wirklich so leicht ist. Anscheinend nicht. Ich dachte, Programme, die auf Windows 8 zugeschnitten sind und dafür programmiert werden, könnten sehr leicht auch für RT kompiliert werden. Da ich davon ausgehe, dass die nachfolgenden Programme etablierter Entwickler für die neueste Windows Version programmiert werden (wie bei jeder neuen Windows Version), dachte ich, wären diese nach einiger Zeit auch für RT erhältlich (da von Grund auf im durchweg kompatiblen RT-Framework programmiert). Wenn dem anscheinend nicht so ist, verstehe ich die Namensgebung und das Vorgehen auch nicht.
Ich glaub ich muss mir da mal noch ein bisschen mehr Hintergrundwissen besorgen…

Jens 19. Dezember 2012 um 19:26 Uhr

RT ist praktisch eine virtuelle Machine, wie ein Browser oder Java. Wenn RT (=Runtime) vorhanden ist, laufen Programme dafür. Und RT (die VM) ist halt sowohl für Windows 8 als auch für Windows RT (das Betriebssystem) verfügbar.

Aber man kann halt für Windows 8 zusätzlich noch herkömmliche, neue Desktopanwendungen bauen. Und alte Desktopanwendungen weiterverwenden.

Der extrem verwirrende Teil: Theoretisch für Windows RT (das Betriebssystem, nicht die Runtime!) auch. Theoretisch sogar mit dergleichen API. Praktisch gibt es da aber vielfältige technische Hindernisse und ein gewaltiges rechtliches, nämlich die Tatsache, dass Microsoft es nicht erlaubt, solche Anwendungen auszuführen*.

Und natürlich kann man für RT auch Anwendungen bauen, die nur auf einem der Betriebssysteme laufen, wenn man will (oder muss).

Habe ich schonmal erwähnt, dass die Benamsung dieser so unterschiedlichen Betriebssysteme ungeschickt ist?

* Auch wenn man von einem Jailbreak in absehbarer Zeit ausgehen will, wird er nach aktuellem Stand wohl nicht so massenmarkttauglich sein wie ein Jailbreak unter etwa iOS.

TwiNN 20. Dezember 2012 um 12:54 Uhr

Interessant. Danke für die Ausführungen! :) Seltsam, was die sich wohl dabei gedacht haben?


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