Nach Urteil des EuGH gegen Google: Anwälte stellten Vorlagen für Löschanträge ins Netz

15. Mai 2014 Kategorie: Google, geschrieben von:

Das vom Europäischen Gerichtshof gegen Google gesprochene Urteil wiegt schwerer, als manch einer denken mag. Ich selber bin gegen ein „Recht auf Vergessen“, wenn eine Seite, wie im Urteilsfall geschehen, Inhalte weiter verbreiten darf, diese aber von Google nicht mehr gefunden werden dürfen. Man darf sicher sein: auf Google prasseln derzeit Tausende von Anträgen auf Löschung irgendwelcher Suchergebnisse ein – und wirklich jeder muss von Google geprüft werden. Sollte Google keine Löschung vornehmen, so bleibt dem Ersuchenden der Gang zu den zuständigen Behörden.

Google Office

Ziemlich dicke Geschichte, die Google vielleicht verändern wird. Zensur ist vielleicht das falsche Wort, aber ein freies Internet sieht für mich doch irgendwie anders aus. Gegenüber dem Wall Street Journal teilte man mit, dass man nun die entsprechenden Mechaniken einbauen werde, damit sich Nutzer direkt beschweren können. Wer nicht so lange warten will, weil es vielleicht begründete Dinge gibt, eine Löschung der eigenen Daten bei Google einzufordern: erste Kanzleien stellen bereits Vorlagen der Marke „Muster Löschungsantrag“ ein, die man an Google schicken muss: per Einschreiben, Mail, Fax oder per Übergabe durch einen Gerichtsvollzieher. Kann mir vorstellen, dass es einige Politiker gibt, die diverse Dinge nicht mehr gefunden haben wollen. Man, man, man…….unfassbar.


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