Na und? Google Home nur ein aufgebohrter Chromecast

1. Juni 2016 Kategorie: Google, Smart Home, geschrieben von: caschy

Google Home_Lila„Google Home’s Little Secret“ – so lautet die Überschrift des Artikels (Paywall) von TheInformation, der sich um Googles neue Smart Home-Lösung Google Home dreht. Im Kern des Artikels geht es darum, dass Google mit den Details zur Lösung etwas hinterm Berg gehalten hat und man so nicht genau wusste, was Google da bastelte. Als Anwender muss ich sagen: „Wen interessiert das?“. Letzten Endes ist es so, dass mich das Wie nicht interessiert – sondern eben nur, dass es funktioniert. Laut des Artikels will ein mit den Dingen vertrauter Mensch wissen, dass Google Home lediglich ein aufgebohrter Chromecast ist – mit Mikrofon, Lautsprecher und lustig anpassbarem Äußeren.

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When Google executive Mario Queiroz unveiled a new voice-controlled virtual assistant, Google Home, at the company’s developer conference this month, he left out a key detail: Home is a dressed-up version of Chromecast, the video-streaming device Mr. Queiroz’s team previously developed.

Zur Überschrift. Na und? Das bezeichnet nicht nur das bereits erwähnte Nicht-Interesse über diesen Inhalt beim Endanwender, sondern soll vielleicht Googles Denken und Geschäft erklären. Google hat nicht das größte Interesse daran, Dinge zu realisieren, die viel und leistungsstark offline erledigen. Das ist unter Umständen teurer als Auslagerung des maschinellen Wissens in die Cloud. Will Google Home eine eventuelle Spielmaschine sein, wie es Shield TV, Apple TV oder Fire TV ist? Nein.

The guts of Home, including its ARM-based microprocessor and Wi-Fi chip, will be the same as those in the Chromecast, says a person with direct knowledge of the plan. In other words, Home will essentially be a microphone, speaker, plastic top with LED lights and a fabric or metal bottom—wrapped around a Chromecast.

Es ist ein Smart Home-Assistent, der sich möglichst unauffällig in das Leben der Nutzer eingliedert. Dazu muss es nicht die dickste Hardware oder ein Android unter der Haube haben. Man nimmt das, was Google schon hat – Wissen aus der Wolke und Erkenntnisse über funktionierende Hardware. Denn die Kiste lauscht und gibt Antworten, bzw. führt sie Dinge aus, wie es ein „OK Google“ auch kann.

Das Smart von Google Home steckt also in der Cloud – und das ist weder eine Überraschung, noch schlecht, wenn man auf bekannte Hard- und Software zurückgreift. Ich für meinen Teil bin froh, wenn jemand mal den Smart Home-Anbietern richtig in den Arsch tritt, denn die oftmals nicht vorhandene Kompatibilität, schlecht umgesetzte Sicherheit oder mehr als mangelhafte Apps gehen mir richtig auf die Nerven. Und wenn man sich umschaut, dann müsste nach Amazon und Google auch Apple und Microsoft folgen – das wären logische Schritte.


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Über den Autor: caschy

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