Mega-Search: Suchmaschine für Mega

30. Januar 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Das ging ja flott und war irgendwie absehbar. Der Filehoster Mega ist mit einem Knall gestartet und wir dürfen uns sicher sein: da werden nicht nur private Urlaubsfotos gelagert, sondern auch Software, Musik und Filme. Findige Menschen haben sich dann auch aufgemacht, eine Suchmaschine für Mega zu entwickeln. Sie hört auf den Namen Mega-Search. Dateien lassen sich in Form von Links hinzufügen und natürlich herunterladen.

Mega Search

Dazu findet man noch eine Bewertung, die Dateigröße und die Ratio. Ob der Dienst lange online bleibt? Ungewiss – zumindest lassen sich auch Urheberrechtsverletzungen melden. Eben jene verletzten Urheberrechte machen den größten Teil der Dateien aus, die ich mal eben auf die Schnelle für diesen Beitrag sichtete.

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Über den Autor: caschy

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39 Kommentare

Robert 30. Januar 2013 um 21:45 Uhr

Ich dachte die Dateien lassen sich nur mit einem Schlüssel öffnen, den der Nutzer hat, der die Dateien hochgeladen hat?

Nils 30. Januar 2013 um 21:58 Uhr

Das ist der erste große illeglae Showdown!

@Robert der Schlüssel hängt glaube ich im Link mit drin beim anklicken von den Dateien.

Karl 30. Januar 2013 um 21:59 Uhr

Robert natürlich wird der Schlüssel mitverlinkt weil wie willst sonst was teilen?

breedmaster 30. Januar 2013 um 22:19 Uhr

Es gab doch bereits schon eine Suchmaschine, die mittlerweile geschlossen hat. http://searchonmega.com/

Wunderwuzzi 30. Januar 2013 um 22:31 Uhr

Wenn der Schlüssel mitgeliefert wird bringt ja der Schlüssel nichts.
Das wäre ja so als ob ich den Hausschlüssel an der Tür stecken lasse beim weggehen.
Kann uns jemand aufklären?

Cornel 30. Januar 2013 um 22:35 Uhr

Mega ist doch wegen der Bandbreiten Begrenzung gar nicht als Filehoster geeignet oder habe ich da etwas übersehen?

visorone 30. Januar 2013 um 22:41 Uhr

Soweit ich im Kopf habe, kann man Bandbreite (anonym) für wenig Geld einkaufen.

Tomte 30. Januar 2013 um 22:52 Uhr

@Wunderwuzzi:
Kim hat den Schlüssel nur eingeführt, damit ER auf der sicheren Seite ist.

Durch die Verschlüsselung kann der Serverbetreiber angeblich nicht wissen was die Bits auf seinen Servern bedeuten und er ist somit nicht fähig seine Festplatte nach illegalen Inhalten zu scannen und ist somit nicht haftbar.

Aleksandar 30. Januar 2013 um 22:52 Uhr

Und als nächstes kommt Mega-Shit, der XXL Klositz für den übergewichtigen Raubkopierer? Handgefertigt und vorgewärmt von Kim höchstselbst??

Im “einsitzen” hat er ja genug Erfahrung sammeln dürfen.

Robert 30. Januar 2013 um 22:58 Uhr

Lade ich bei Mega eine Datei herunter, kommt ein Ladebalken innerhalb der Mega-Webseite statt des gewöhnlichen durch den Browser geführten Downloads. Wenn der Ladebalken “voll” ist, startet ein herkömmlicher -aber viel viel schnellerer- Download in das entsprechende Verzeichnis auf meiner Festplatte.

Wie funktioniert das? Wird die Datei zuerst in eine Art Cache gelegt und erst nach dem Download in mein Download-Verzeichnis verschoben? Hängt dieses Verfahren mit der Ver- bzw. Entschlüsselung zusammen?

Kannst du das aufklären, Caschy?

Marco 30. Januar 2013 um 23:49 Uhr

@Robert: Ich übernehme das mal kurz. Also das Prinzip ist eigentlich relativ einfach. Ich erkläre dir jetzt mal den Download Vorgang.
1. Die Links haben folgende Form: https://mega.co.nz/LINK_ZUR_DATEI#KEY
2. Der Key ist ein Hashtag. Diese Tags sind eigentlich dazu da, um innerhalb von einer Seite bestimmte Abschnitte anzuspringen. (siehe Wikipedia – Abschnitte verschiedener Artikel). Diese Daten werden vom Browser nicht an den Server gesendet und ändern die vom Server übertragenen Daten nicht.
3. Dein Browser liest nun die verschlüsselte Datei per Javascript und entschlüsselt sie mit dem Key.
4. Die entschlüsselten Daten werden so im Dokument verankert, dass der Browser sie als downloadbar hält.
5. Dein Browser “lädt” die Datei aus seinem eigenen Arbeitsspeicher herunter.

Das kann man unter Chrome noch etwas optimieren, so dass der Browser schon mit dem Transfer interner Speicher => Festplatte beginnen kann, bevor der verschlüsselte Teil komplett vom Server geladen und vom Javascript entschlüsselt wurde.

Der Upload funktioniert genau entgegengesetzt. Der Key wird dazu vom Browser erzeugt. Zusätzlich wird der Key (damit du dir den Link nicht merken musst) mit deinem Master-Schlüssel (hergeleitet aus dem Passwort [1]) ebenfalls verschlüsselt auf dem Server abgelegt. Somit wird er automatisch rekonstruiert, wenn du im Mega-Dateimanager die Datei zum Download anforderst (oder den entsprechenden Link zu Gesicht bekommst.).

[1] Dein Passwort wird beim Login nicht an den Server übertragen, sondern lediglich der Hash davon. Damit kann Mega selbst die hinterlegten Schlüssel nicht rekonstruieren.

Hoffe, die Erklärung hilft dir weiter.

Marco 31. Januar 2013 um 00:06 Uhr

Ups, Quellen vergessen:
[1] http://www.heise.de/security/artikel/Mega-Facts-1789018.html (teilweise veraltet, vor allem der HMAC Teil)
[2] https://mega.co.nz/#blog
[3] https://mega.co.nz/ – Quellcode

tux. 31. Januar 2013 um 00:13 Uhr

Hahaha. Mega. Kim Schmitz würd ich nicht mal volle Müllsäcke anvertrauen.

Jonas Hackenberg 31. Januar 2013 um 02:05 Uhr

@Marco: Danke für deine tolle Erklärung! So verständlich hab ich das noch nirgends gelesen!

Robert 31. Januar 2013 um 08:14 Uhr

Danke für die Erklärung, Marco!

Michael 31. Januar 2013 um 09:09 Uhr

Mal ganz blöd gefragt:
Wozu brauche ich so einen Dienst wie Mega überhaupt noch in Zeiten von Dropbox, Google Drive, SkyDrive, etc., wenn ich nicht vorhabe, Urheberrecht-verletzende Daten hoch/runter zu laden? Mir stellt sich so ein Dienst per se als illegal dar.
Oder habe ich da etwas wesentliches (und erlaubtes) übersehen, das mir außer Mega kein anderer Dienst bietet?

Peter 31. Januar 2013 um 09:35 Uhr

@Michael: Im Prinzip ist Mega nur ein weiterer Cloud Dienst. Und Daten zu verschlüsseln ist auch nicht verboten, zumindest nicht bei uns. Das der Anbieter keinen Zugriff auf die Dateien hat finde ich durchaus sympathisch. Keiner der anderen Anbieter hat bis jetzt versichern können, dass er nicht einfach auf meine Urlaubsbilder zugreifen kann. Für Anwender in Unternehmen ist eine Verschlüsselung bestimmt ebenso willkommen. Ob man seine Daten jetzt wirklich dem Kim anvertraut bleib jedem selbst überlassen…

Robert 31. Januar 2013 um 09:40 Uhr

Hey Michael. Sehe ich auch so. Gewissermaßen impliziert der ganze Zauber um den Dienst, dass er tendenziell eher für rechtswidrige Verteilung von Dateien genutzt werden könnte. Aber natürlich ist auch die völlig gesetzeskonforme Nutzung möglich.

“Per se illegal” ist der Dienst also mit nichten. Im Grunde ist es genauso wenig illegal wie ein Automobilkonzern, der Fahrzeuge herstellt, die zur mutwilligen Schädigung von Personen verwendet werden können. Aber natürlich nicht sollen und nicht müssen!

Insofern finde ich Mega genauso legitim wie andere Cloud-*-Dienste.

Sebby 31. Januar 2013 um 11:05 Uhr

@Marco
Danke für die Mega-Verständliche Erklärung! ;)

Jagg 31. Januar 2013 um 11:43 Uhr

Also ich bekomme bei wirkliclh jeder Datei, die ich getestet habe, nur ein “The file you are trying to download is no longer available.”

Hans 31. Januar 2013 um 12:57 Uhr

schließe mich Jagg an….

Michael 31. Januar 2013 um 13:05 Uhr

@Peter, Robert, natürlich ist Mega nicht per se illegal, dennoch sehe ich ganz klar die Möglichkeiten, hier Urheberrechts-Verletzung getarnt betreiben zu können. Deshalb betrachte ich den Dienst insgesamt sehr skeptisch, und ich brauche ihn auch nicht.

Die Möglichkeit, Daten verschlüsselt in der Cloud abzulegen, ist für mich auch nicht relevant. Sensible Daten habe ich lieber im Kopf als in einer Datei irgendwo. Und meine Urlaubsbilder habe ich auf dem Notebook, einen Teil auf dem Tablet oder dem Smartphone. Ich bin noch nie in die Verlegenheit geraten, irgend welche Fotos unbedingt außerhalb meiner eigenen 4 Wände zeigen zu müssen; wenn ich vorher weiß, welche Daten ich brauche, wappne ich mich z.B. mit einem Stick oder nehme gleich das Notebook mit. Und wenn ich es mal vergessen habe, mich vorzubereiten – Pech gehabt, davon geht die Welt auch nicht unter! ;-)

Peter 31. Januar 2013 um 14:38 Uhr

@Michael: Dann brauchst du Mega halt nicht. Wir können dir nur die Frage beantworten, wozu oder warum man so einen Dienst brauchen könnte.

Lars 31. Januar 2013 um 16:31 Uhr

Es scheint als stünde MEGA selbst der Suchseite sehr skeptisch gegenüber. Es wurden gerade alle Links der Seite gelöscht und man vermutet, dass auch zukünftiger Content sofort gelöscht werden wird.

Koalazumba 31. Januar 2013 um 17:35 Uhr

War ja klar das sowas schnell aus dem Boden gestampft wird :D
mal schauen wie sich das ganze entwickelt. Ich denke Kim hat das alles so geplant. Mit einem “normalen” Cloud Dienst holt man ja nicht wirklich jemandem vom Ofen vor

Lego 31. Januar 2013 um 22:35 Uhr

Schon tot wie es scheint

Billg 1. April 2013 um 11:18 Uhr

und geschlossen


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