Hamburg: Ab heute kostenloses Wi-Fi in der Innenstadt

14. April 2016 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von: André Westphal

hamburg wappenHamburg bekommt kostenloses Wi-Fi in der Innenstadt – zumindest gilt das in der Pilotphase für den Bereich zwischen Alstertor, Gerhart-Hauptmann-Platz und Ballindamm. Anbieter sind in HH willy.tel sowie das Stromnetz Hamburg. Einloggen sollten sich Interessierte dort zur Nutzung in das Netzwerk „MobyKlick“. Bis zu 500 Menschen sollen das Netzwerk gleichzeitig zum Surfen nutzen können. Bis Ende 2017 wollen die Betreiber die Acess Points auf 180 Stück ausweiten und einen Bereich von 3,3 Quadratkilometern in der Hamburger Innenstadt abdecken.

Um das Netzwerk „MobyKlick“ zu nutzen, ist das übliche Anmeldeprocedere notwendig: 1. Netzwerk anwählen 2. Umleitung zur Anmeldeseite 3. „Ich habe keine Benutzerdaten“ auswählen (beim ersten Einloggen) 3. Daten per SMS anfordern und dazu Telefonnummer angeben 4. Daten abrufen und in Registrierungsmaske eingeben. Nach der Anmeldung bleibt jene für 24 Stunden im Netzwerk bestehen. In Hamburg hatte bereits die Hamburger Hochbahn mit Gratis-Wi-Fi vorgelegt. Insgesamt geht es mit dem kostenlosen WLAN in Norddeutschland aber eher schleppend voran.

hamburg

Lustigerweise gilt ausgerechnet meine Heimatstadt Kiel als Vorreiter in Sachen WLAN- auch wenn ich selbst davon irgendwie wenig merke. Zwar gibt es tatsächlich in Kiel teilweise kostenloses Wi-Fi, beispielsweise in der beliebten Holtenauer Straße, doch aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass die Verbindungsqualität meist miserabel ist und die Geschwindigkeit quasi nicht vorhanden – wenn denn überhaupt eine Verbindung hergestellt werden kann. Allerdings möchte in Kiel der Internetprovider Addix sein Engagement ausbauen und verhandelt unter anderem mit vielen örtlichen Cafés. Jene sollen für das kostenlose Wi-Fi der Kunden zahlen und so auch das Angebot auf der Straße quasi mitfinanzieren.

Ähnlich soll es dann auch in Hamburg langfristig laufen, denn willy.tel hat rund eine Mio. Euro investiert und muss laufende Betriebskosten tragen. Außerdem übernimmt das Unternehmen die Störerhaftung. Nun möchte der Anbieter ebenfalls Restaurants, Cafés und Geschäfte zur Zusammenarbeit bewegen. Nutzerdaten will man aber nicht speichern. Seien wir also gespannt, wie es mit dem kostenlosen, öffentlichen WLAN vorangeht. Denn in diesem Bezug ist Deutschland im Vergleich mit manch anderem Land noch ziemlich im Rückstand.


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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