Firefox-Erweiterung Looking Glass verunsicherte Nutzer

17. Dezember 2017 Kategorie: Firefox & Thunderbird, geschrieben von:

Mozilla hat mit Firefox 57 aus meiner Sicht viel richtig gemacht. Man konnte Nutzer zurückgewinnen, wenn man den Aussagen der Mozilla-Verantwortlichen glauben möchte. Und ich habe immer gesagt, dass ich glaube, dass Mozilla für ein freies und offenes Web wichtig ist. Dann sind da aber manchmal Entscheidungen getroffen worden, da fasst man sich als Nutzer an den Kopf. Damit meine ich keinen Suchmaschinen-Deal mit Google, denn der Rubel muss auch bei den Mitarbeitern von Mozilla rollen, damit diese leben können.

Damals die Werbung in den Seitenvorschlägen? Ärgerlich, aber nun ja. Die Verzahnung von Pocket? Mmmmhh. Das Sammeln von Nutzerdaten mit Cliqz? Kam bei den meisten auch nicht gut an.

Keine Daten sammelte man die Tage, man verschreckte aber die Nutzer. Zahlreiche Anwender recherchierten in den letzten Tagen nach, ob sie sich Malware eingetreten haben oder ihr Firefox irgendwie kompromittiert wurde. Schuld war eine von Mozilla experimentell eingeschleuste Erweiterung namens Looking Glass.

Sie ist für ein Augmented-Reality-Spiel aus dem Mr.Robot-Universum gedacht, welches Mozilla wohl den Nutzern durch einen Deal mit NBC untergejubelt hat. Standardmäßig war die Erweiterung nicht aktiv, sammelte auch keine Daten. Sie war einfach nur da und vverunsicherte Nutzer, die keine Antwort fanden.

Mittlerweile hat sich Mozilla zu Wort gemeldet und versucht zu beschwichtigen, doch selbst Mitarbeiter sind über die Aktion sehr erbost:

Mittlerweile hat Mozilla reagiert. Die Erweiterung befindet sich nun im Store, des Weiteren hat man einen FAQ-Beitrag zur Erweiterung veröffentlicht. Dinge, die man vorher hätte machen müssen. Bei den wirklichen Hardcore-Usern, die Firefox auch wegen Mozillas Außendarstellung und Überzeugung nutzen, hat man wohl Sympathiepunkte verloren.

FAQ-Beitrag zur Erweiterung bei Mozilla

Diskussion bei Hackernews


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