Digg Reader: der Blick über den Tellerrand

10. November 2013 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von:

Als „damals“ der Google Reader eingestellt wurde, war das Geschrei und die Enttäuschung groß. Auch bei mir. Ein Werkzeug, für das ich gerne Geld gezahlt hätte, war auf einmal weg. Wie ein guter Freund, der sich auf einmal ohne Angabe von Gründen von einem abwendet. Einer der Dienste verschwand, den ich am häufigsten am Tag nutze. Nicht nur der Google Reader verschwand, mit ihm auch viele tolle RSS-Apps.

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Findige und gute Entwickler schnappten sich allerdings die vielen, vielen RSS-Alternativen und haben für einige Dienste Unterstützung in ihre Apps eingebaut. Wir haben verschiedene Dienste vorgestellt und beleuchtet und ganz viele von euch sind wohl bei Feedly geblieben, so wie ich bislang auch. Obwohl ich nicht wirklich unzufrieden bin, habe ich mal wieder in andere Dienste hineingeschaut. Wie die Überschrift verrät, handelt es sich um den Digg Reader.

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Einer der ersten Dienste, der sich nach der Ankündigung des Google-Aus meldete. Was mir persönlich wichtig ist? Eine möglichst schlanke Web-Oberfläche, in der ich meine Feeds bündeln und lesen kann. Ob ich eine Erweiterung brauche, die mir irgendeine Benachrichtigung reinpusht, wenn ein ungelesener Artikel auftaucht? Auf keinen Fall, selbst in Sachen Gmail lasse ich mir keine Benachrichtigungen mehr anzeigen. Ich hab damals alles rausgeschmissen, weil ich mich durch dauernde Benachrichtigungen ablenken ließ. Oh eine ungelesene Nachricht! Zack, war die Konzentration und der Flow, in dem ich mich befand, dahin. Ich schaue sehr regelmäßig, aber wenn ich es will. Wer eine Erweiterung will, findet diese aber auch beim Digg Reader.

Digg
Digg
Entwickler: digg.com
Preis: Kostenlos
  • Digg Screenshot

Neben diesen Dingen wollte ich noch Einbindbarkeit in meinen bevorzugten Dienst für das spätere Lesen, Pocket. Diese Dinge unterstützt der Digg Reader, dazu gesellen sich noch weitere Dienste wie Instapaper und Readability, beim Digg Reader kann man gespeicherte Artikel automatisch in einen der Dienste blasen. Soweit – so gut. Auch Apps existieren für den Digg Reader, sowohl für Android, als auch für iOS. Hier kann ich mir ebenfalls nur ungelesene Feeds anzeigen lassen und diese markieren oder generell als gelesen anzeigen lassen.

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Der Digg Reader bietet zudem noch die Möglichkeit, gespeicherte Beiträge als Feed anderen Feedlesern zugänglich zu machen. Vorteil des Digg Readers: meines Wissens haben sowohl kleine, als auch größere Feeds die identische Anzeigeberechtigung. Kleinere Feeds werden im Feedreader von Feedly erst verzögert ausgeliefert, außer, man nutzt die kostenpflichtige Variante. Nachteil des Digg Readers? Für Feedly gibt es definitiv die besseren Apps. Hier finden sich mit Press für Android oder Reeder für iOS  tolle Apps zum Lesen vor.

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Weiterer Nachteil von Digg? Digg behandelt Feeds zwar gleichberechtigt, scheint aber generell langsamer Beiträge abzufragen. Während ich große Publikationen quasi sofort innerhalb von Feedly lesen kann, muss ich bei Digg 20 bis 25 Minuten warten, bis diese angezeigt werden. Für den Informations-Junkie vielleicht eine nicht so tolle Sache. Dennoch ist der Digg Reader eine ernstzunehmende Alternative im Markt der RSS-Reader. Auch AOL könnte dies mit seinem AOL Reader schaffen, aber dort werkelt man erst an den Apps, sodass AOL erst einmal aus Rahmen fällt.

Also: wer Feedly aus irgendeinem Grunde nicht mag, der sollte sich den Digg Reader ruhig einmal anschauen – umgekehrt kann ich aber ebenso Feedly empfehlen. Wer es ausprobieren will: sowohl Feedly, als auch Digg bieten den Im- und Export von Feeds an.


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Über den Autor:

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