Congstar Homespot und WLAN Cube: Internet per Mobilfunk statt DSL, weniger flexibel als gedacht

26. September 2016 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_congstarCongstar hat eine neue Möglichkeit zur Nutzung des mobilen Internets vorgestellt. Congstar Homespot heißt die Geschichte, die durch den WLAN Cube ergänzt wird. Ist recht flott erklärt. Man bekommt einen mobilen Internetzugang an einem beliebigen Ort, den man allerdings festlegen muss und die Sache dann auch nur an diesem Ort genutzt werden kann. Wochenendhaus, Gartenanlage, whatever, so lange man Empfang mit Congstar hat, kann man den Congstar Homespot auch nutzen. Verzichtet wird auf normale Telefonie, lediglich Voice over IP oder die Nutzung von Messengern sind möglich, falls man doch einmal Gesprächsbedarf hat.

Im Gegensatz zum Nutzungsort, ist die Vertragslaufzeit flexibel und monatlich kündbar. Für 20 Euro bekommt der Kunde satte 20 GB „Highspeed-Volumen“, allerdings bedeutet Highspeed in diesem Fall 20 Mbit/s. Könnte damit zusammenhängen, dass Congstar keine LTE-Nutzung anbietet. (Siehe Update unten) Ist das Inklusivvolumen aufgebraucht, kann man für 10 Euro weitere 10 GB buchen. Eine Einrichtungsgebühr in Höhe von 30 Euro wird auch noch fällig.

congstar_homespot

Die passende Hardware, den Congstar WLAN Cube gibt es für 119,99 Euro dazu, wahlweise auch mit monatlich 4 Euro (über 24 Monate) abbezahlbar, die Anzahlung beträgt in diesem Fall 23,99 Euro. Der Router bietet eine Reichweite von 250 Metern, 32 Geräte lassen sich mit ihm gleichzeitig verbinden.

Entweder geht das Produkt so weit an mir als Zielgruppe vorbei, dass ich es nicht verstehe, oder Congstar versucht hier einfach einmal auf gut Glück etwas Geld zu verdienen. Die Worte von Congstar-Marketingleiter Stephan Heininger muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen:

„Die mobile Datennutzung und das Internet zu Hause verschmelzen zunehmend. Mit unserem festnetzunabhängigen Congstar Homespot bieten wir erstmals eine sehr flexible Lösung für den eigenen Surfbereich. Wer auch beim Telefonieren auf einen Festnetzanschluss verzichten kann, findet hier eine ideale, kostengünstige DSL-Alternative für zu Hause oder auch für die Zweitwohnung. Perfekt also für den Lebensstil der Zielgruppen, denen es auf hohe Flexibilität ankommt.“

Wie man bei einem an sich mobilen, aber dann dennoch stationären Produkt von hoher Flexibilität sprechen kann, oder gar von einem günstigen DSL-Ersatz (20 Euro für 20 Mbit/s und 20 GB Volumen sind weder ein DSL-Ersatz, noch wirklich günstig), mag sich mir nicht erschließen. Ja, mag sein, dass man in Sachen Mobilfunk hier einen ganz netten Datentarif hat, aber den kann man halt dann auch nur an einem Ort nutzen. Sehr flexibel.

Wer nun schon eifrig bestellen möchte, kann dies auf dieser Seite tun. Den Ort für den Homespot legt man bereits bei der Bestellung fest, aus der Pressemitteilung geht auch nicht hervor, dass man diesen (zum Beispiel monatlich, also analog zur Kündigungsfrist) ändern kann. Für Euch ein interessantes Angebot?

Update: Laut Leistungsbeschreibung doch mit LTE:

Kleingedrucktes

Preis: 20 €/Monat. Der Tarif ermöglicht die Datennutzung innerhalb Deutschlands via der Mobilfunktechnologie LTE an dem vom Kunden angegebenen Standort und dessen unmittelbaren Umkreis (sogenannter Surfbereich). Eine Datennutzung außerhalb des Surfbereichs ist nicht möglich. Voraussetzung für die Nutzung ist die Verfügbarkeit der Mobilfunktechnologie LTE am angegebenen Standort sowie ein LTE-fähiges Endgerät. Einmaliger Bereitstellungspreis: 30 €. Ab einem Datenvolumen von 20 GB pro Monat wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf max. 384 Kbit/s (Down- und Upload) beschränkt. GSM- Sprachtelefonie ist ausgeschlossen. SpeedOn kostet je 10 € pro Buchung. Das zusätzliche Highspeed-Datenvolumen entspricht 10 GB und ist bis zum Ende des Kalendermonats gültig. Nicht verbrauchtes Datenvolumen verfällt am Monatsende.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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