Bug in der Adobe Creative Cloud löscht an Macs Nutzerdaten

13. Februar 2016 Kategorie: Apple, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

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Adobe hat das letzte Update für seine Creative Cloud zurückgezogen: An Apple Macs gab es einen schwerwiegenden Fehler, der dazu führen konnte, dass Nutzerdaten ohne Vorwarnung einfach gelöscht wurden. Passieren konnte jenes, wenn man sich an einem Mac bei Adobes Dienst einloggte, nachdem das Update installiert wurde. Gelöscht wurden die Daten, die im ersten Ordner im Root-Directory des jeweiligen Macs ruhen. Speziell User des Backup-Dienstes Backblaze sind betroffen, da jener Dienst einen versteckten Ordner namens „.bzvol“ ablegt, welcher in der Regel den durch den Bug betroffenen Platz einnimmt.

Bei Backblaze hat man den Fehler reproduziert, um nachzuvollziehen, ob wirklich alle Nutzer oder nur die eigenen Kunden betroffen sind. Doch auch wenn man beispielsweise bewusst einen Ordner mit „.a“ anlegte, wurden die Daten durch den Bug in der Adobe Creative Cloud gelöscht. Bei den meisten Mac-Nutzern dürfte in der alphabetischen Reihenfolge im Root-Verzeichnis „.DocumentRevisions-V100“ an erster Stelle stehen und somit dem Fehler zum Opfer fallen. Jener enthält wichtige Dateien für z. B. die Autosave-Funktion.

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Eine Sprecherin von Adobe hat das Vorhandensein des Fehlers bestätigt. Man arbeite derzeit an einer Lösung und habe das fehlerhafte Update zurückgezogen. Betroffen ist von dem Problem die Version 3.5.0.206. Wer das Update leider bereits installiert hat, sollte vorerst vom Einloggen bei der Adobe Creative Cloud absehen. Wer allerdings gar nicht darauf verzichten will, kann als Workaround im Root-Verzeichnis einen Ordner wie „.aaaa“ anlegen und ihn leer lassen. Jener würde dann beim Einloggen gelöscht, ohne dass weiterer Schaden entstünde.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

Markus Meyer 13. Februar 2016 um 22:35 Uhr

Deinstallieren wenn man das Problem hat und über AdobeCloud neu Installieren und schon geht es wieder und das mit Aktuellen Software stand.

Jemand 13. Februar 2016 um 22:41 Uhr

Produkthaftung?

Markus Meyer 13. Februar 2016 um 22:42 Uhr

@ Jemand Was willst du da Haften, verlierst doch nichts.

Stiller 13. Februar 2016 um 23:56 Uhr

Hat sich voll gelohnt einen 27″ Retina iMac zu kaufen… Saulahm… Keine ordentliche NTFS Unterstützung… Adobeprodukte laufen auf MacOs sch… Und jetzt noch das… Hätte echt lieber ein Surface mit zwei 4k Monitoren kaufen sollen… Oh Mann…

Axel 14. Februar 2016 um 00:01 Uhr

@Stiller – Dein Post zeigt mangelnde Vorabinfo vor dem Kauf. Wozu NTFS-Unterstützung auf dem iMac ? Und wenn wirklich notwendig, auch dafür gibt es Lösungen. Microsoft kann auch kein HFS+.

Joe 14. Februar 2016 um 00:41 Uhr

Zitat von einer Webseite, wie man solch einen versteckten Ordner erstellt – geht offensichtlich nicht über den Finder:

To do so, users can Open Terminal and paste in „cd /“ followed by „sudo mkdir /.adobedontdeletemybzvol“ (minus the quotes).

Timo 14. Februar 2016 um 04:34 Uhr

@Stiller: sieh es positiv, Du kannst den tollen Apple Aufkleber aufs Auto machen 🙂

Alexander 14. Februar 2016 um 07:56 Uhr

Lass mich raten Stiller, zu geizig/uninformiert für die SSD gewesen? Ich habe den kleinen Mittleren 27er Late 2015. Das lahme 1TB Fusiondrive(nur 20GB SSD-Anteil bei der 1TB) ließ sich ohne Aufpreis bei der Bestellung gegen die 256GB PCI-SSD mit 1850MB/sek tauschen und der iMac rennt mit allen Adobe-Produkten wie kein anderer Mac/PC bei mir zuvor. Und nein, ich bin kein Adobe-Fan – das ist eine widerwertige Firma die viel zu viel schnüffelt. CC-Verbindungen lasse ich nur für Erweiterugen und Updates zu oder wenn eine Software ohne Prüfung die Weiterarbeit verweigert.

Meine Datenablage ist eine 3TB 2.5 WD Elements mit USB 3.0 die unterm Schreibtisch klebt. (Zusammen mit zwei weiteren identischen für die täglichen BackUps, eine sichert per CCC die andere per TM, diese beiden sichere ich wiederum alle 7 Tage auf je eine Dual WD MyBook Stuido Raid). Das ist für mich der perfekt Kompromiss zwischen einen der schnellsten (Nur Samsung hat glaube ich eine schnellere im Programm mit etwa 2500MB/Sek)SSD-Speicher der Welt als Systemfestplatte für alle Programme und aktuellen Projektdateien und auf der andren Seite schnellem Zugriff auf mein komplettes Datenarchiv. 🙂

Oder haste etwa sogar nur die reguläre HDD? So falsch-geizig wird wohl hoffentlich niemand bei so einem teuren Gerät sein …

PS: Kein Apple Fanboy, meine ersten beiden iMacs waren totaler Mist und ich ließ ihn beide Male tauschen, was nervig war. Beim einen raschelte der Lüfter, er hatte Bleadingprobleme und flackerte und der zweite hatte ein noch schlimmeres Bleading. Auch mein 2011er iMac musste damals mehrfach getauscht werden bis ich einen fehlerhaften hatte.

info 14. Februar 2016 um 07:58 Uhr

Wer im Rootverzeichnis Nutzerdaten speichert ist selber Schuld.

pietz 14. Februar 2016 um 11:18 Uhr

Konnte mein CC Abo durch Final Cut Pro X, Affinity Designer und Affinity Photo komplett ersetzen. Den Kaufpreis hat man in 8 Monaten wieder drin. Bin nie glücklicher gewesen. Nicht zuletzt, weil ich auch finde, dass die Adobe Software häufig nicht besonders gut läuft. Einzig und allein Motion kommt an die Leistung von After Effects noch nicht dran, aber da bin ich gerne bereit mich dran zu gewöhnen.

Matthias Kleine 14. Februar 2016 um 11:43 Uhr

Mein erster Ordner im root ist
-rw-rw-r– 1 root admin 6148 13 Nov 20:59 .DS_Store

sollte also nicht so wild sein 😉

andy2010 14. Februar 2016 um 12:51 Uhr

Hmm, da sind wohl einige User veräppelt worden. ^^

Kalle 14. Februar 2016 um 16:07 Uhr

@info
Bullshit. Backblaze macht Online-Backup der kompletten HD inkl. Verschlüsselung/E2E, muss also erstmal die Daten der kompletten Platte verschlüsseln, nicht nur die Nutzerverzeichnisse. Das passiert in einem versteckten Verzeichnis unter root.

Wenn sich jetzt Müll-Code von Adobe an diesem Ordner vergreift ist man selber Schuld? Vielmehr sollte man sich fragen warum Adobe’s Scheiss überhaupt root braucht um da rumpfuschen zu können.


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