Zoom entlässt rund 1.300 Mitarbeiter

Eric Yuan, CEO von Zoom, hat sich mit einem Schreiben an seine Mitarbeiter gewandt, welches in der aktuellen Zeit wohl alles andere als unüblich bei den großen Technologie-Unternehmen ist, blickt man mal auf die letzten Meldungen, in denen viele Mitarbeiter von Microsoft, Facebook, Amazon und Co. ihre berufliche Zukunft im Unternehmen als beendet betrachten können. Und auch bei Zoom schnallt man den Gürtel enger, 15 % des Teams, und damit etwa 1.300 Mitarbeiter, werden gehen müssen, so Yuan weiter. Alle betroffenen „Zoomies“ – so nennt man sich dort liebevoll, auch wenn man »gehen darf« – würden zeitnah per Mail informiert, ob sie betroffen sind.

Als Grund für die Kündigungen sieht man den Bedarf, das seinerzeit mit Pandemiebeginn neu benötigte Personal nun nach und nach ausdünnen zu müssen, da der Bedarf im Jahr 2023 schlicht nicht mehr da ist und man nun befürchtet, nicht „nachhaltig genug“ gewachsen zu sein. Neuausrichtung und das „wirtschaftliche Umfeld überstehen“ sind nun die auserkorenen Ziele des Unternehmens. Doch Yuan übernimmt in dem Schreiben die Verantwortung hierfür und will sein Gehalt für das kommende Geschäftsjahr um 98 % kürzen, zudem auf seinen Unternehmensbonus für das Geschäftsjahr 23 verzichten. Die Mitglieder des Führungsteams werden ihre Grundgehälter für das kommende Geschäftsjahr um 20 % kürzen und gleichzeitig auf ihren Unternehmensbonus für das GJ23 verzichten. Außerdem verspricht er zumindest den US-Vollzeit-Zoomies, die ihren Job verlieren, ein paar Zahlungen, zudem bekämen alle die Chance auf Workshops und ähnliche Unterstützungen.

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Nordlicht, Ehemann und Vater. Technik-verliebt und lebt fürs Bloggen. Außerdem: Mail: benjamin@caschys.blog / Mastodon

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4 Kommentare

  1. Das klingt für ein US Unternehmen ja fast löblich. Obwohl die Entlassungen natürlich bitter sind.

  2. Aus mit dem Boom bei Zoom… Die haben in den Pandimiejahren deutlich an Marktanteilen gut machen können, gerade durch die Umstellung auf „kostenlos“ in vielen Bereichen…. Leider haben die nicht in die Clientsoftware und Sicherheit investiert… Mein Arbeitgeber (der dreigrößte in Hamburg) hat deswegen die Verträge auslaufen lassen… Ich denke das spricht für sich….Auch wenn die geste vom Chef geil ist….Mehr als ein PR Stunt (bei den Zahlen) wohl nicht…

  3. Es ist nicht nur die Kündigung. In den USA wurden auch noch die Preise angehoben. Der günstigste Tarif ist 1$ teurer geworden – die teureren Tarife teilweise 25 bis 50 Prozent. Die neuen Preise gelten ab 1. März. Ob und wann die nach Deutschland kommen, habe ich bisher nicht in Erfahrung bringen können. Naja…die Zeit der massenhaften Videokonferenzen sind vorbei. Es besteht nicht mehr in jedem Fall die Notwendigkeit. Und mittlerweile weiß Otto-Normal-Verbraucher auch, dass es nicht immer Zoom sein muss, sondern dass es kostenfreie und gute Alternativen gibt.

  4. Genau das frage ich mich auch. Sind das alles Support Menschen rund um den Globus oder was machen die den ganzen Tag?

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