YouTube will an Kinder und Familien denken

YouTube hat nicht den besten Ruf, wenn es um Familien- und Kinderfreundlichkeit geht. Selbst bei YouTube Kids rutschten lange Zeit immer wieder Inhalte durch, die so gar nicht für jüngere Zuschauer geeignet schienen. In einem neuen Blog-Post will sich der Leiter des Produktmanagements für den Bereich Kinder und Familie bei YouTube, James Beser, nun zur Verantwortung der Plattform bekennen.

Sicherlich wohl wissend um den bescheidenen Ruf von YouTube Kids hebt Beser da auch die Investitionen und Maßnahmen hervor, die YouTube in den letzten Jahren und Monaten ergriffen habe, um die Plattform zu verbessern. Bei YouTube Kids handele man grundsätzlich nach vier Prinzipien:

  • Man entferne schädliche Inhalte.
  • Man hebe glaubwürdige Stimmen hervor.
  • Man reduziere grenzwertige Inhalte.
  • Man belohne vertrauenswürdige Kreative.

Allein im zweiten Quartal 2021 habe man etwa rund 1,8 Mio. Videos entfernt, weil sie gegen die eigenen Kindersicherheitsrichtlinien verstießen. In YouTube Kids achte man zudem darauf, rein kommerziell ausgerichtete Inhalte nicht mehr anzuzeigen. Kinder sollten also nicht zum bloßen Geldausgeben angeregt werden.

Man wolle durch die oben genannten Prinzipien auch erreichen, dass die Inhalte bei YouTube Kids nicht nur für Kinder harmlos, sondern im Idealfall auch von hoher Qualität seien – beispielsweise indem sie das Lernen anregen. Besonders streng gehe man dabei an Kanäle heran, die als „Made for Kids“ eingestuft seien, also hauptsächlich Kinder anvisieren und auch ihre Inhalte monetarisieren wollen. Wer dann vorwiegend kommerzielle Inhalte poste oder wiederholt zu negativem Verhalten anrege, werde aus dem YouTube Partner Program ausgeschlossen. Auch bei individuellen Videos handele man und sperre dann z. B. die Monetarisierung.

Im Grunde ist das alles natürlich nun nicht so neu. YouTube kämpft eben darum, ein familienfreundliches Image zu erreichen, da man seinen Content auf diese Weise besser monetarisieren kann. Die Zeiten, in denen schräge Inhalte für Erwachsene auf der Plattform den Ton angaben, sind schon lange vorbei.

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2 Kommentare

  1. Wer würde nicht fordern, dass die Wirklichkeit (die Totalität menschlichen Erlebens, Fühlens und Denkens) endlich familien- und kinderfreundlich zu sein hat.
    Wir werden als Spezies eine höhere Daseinsstufe erlangt haben, wenn wir, der Plebs, in den von Eliten und deren Handlangern, den Technokraten gebauten Laufstall zurückkrabbeln. Und zwar freiwillig. /s
    Ich verfluche nicht Eltern, weil sie Kinder gezeugt haben, sondern Eltern, die die Verantwortung, für eine behütete Kindheit ihres Nachwuchses zu sorgen, bequem der gesamten Gesellschaft übertragen. Diese hat nicht darum gebeten!

  2. Endlich denkt doch einer mal an die Kinder ™

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