YouTube weitet Faktenchecks auf Deutschland aus

YouTube weitet nicht nur seine Versuche aus, euch in das Premium-Abo-Boot zu holen, auch Faktenchecks werden auf Deutschland ausgeweitet. Weltweit nutzen immer mehr Menschen YouTube, um Inhalte, wie Nachrichten und Informationen, zu konsumieren. In jüngster Zeit hat die weltweite COVID-19-Pandemie erneut bestätigt, wie wichtig es für die Nutzerinnen und Nutzer ist, korrekte und vertrauenswürdige Informationen zu erhalten. Hier sieht man sich nun auch hierzulande in der Pflicht, die Qualität auf der Plattform zu verbessern.

Um die Verbreitung von Fehlinformationen zu reduzieren, wurde heute das YouTube Faktencheck-Feature auch auf Deutschland ausgeweitet:

  • Die Infobereiche zur Faktenprüfung bieten je nach Kontext relevante, von Dritten überprüfte Artikel, die über die Suchergebnisse von entsprechenden Anfragen platziert werden.
  • Zusätzlich dienen Eilmeldungen und Top-News auf YouTube dazu, Informationen aus zuverlässigen Quellen, sowohl direkt auf der YouTube-Startseite als auch bei der gezielten Suche nach Nachrichtenthemen, zu finden.
  • Das Faktencheck-Informationspanel stützt sich auf ein offenes Netzwerk von unabhängigen Verlagen und Faktencheck-Organisationen und nutzt das ClaimReview-Tagging-System.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. Die Links sind ja vertrauenswürdig…

    „https://achtung.us19.list-manage.com/track/click?u=abd0d453799ce814e99e95194&id=305d0af536&e=80c40e77cf“

    Verdient man damit Geld oder warum nicht einfach direkt https://support.google.com/youtube/answer/9229632?hl=de verlinken?

  2. Die Anzahl der Bekloppten steigt mehr und mehr, damit steigt auch die Verantwortung der Betreiber, Wenn ich mir allein ansehe, was es an antisemitischen, rechtsextremen oder frauenfeindlichen Kanälen gibt, die das sogar offen propagieren, wird einem bang um unsere Demokratie. Da kann ein Faktencheck nur ein Anfang sein.

    Ich gehe soweit, dass die Algorithmen selbst das Problem verstärken. Ein bescheuertes Video folgt auf das Nächste und schnell kuckt der Vollhorst nur noch Reichsbürger TV und durchgehdrehte vegane Köche.

    Google selbst steht hier in der Verantwortung und wenn die es nicht machen, muss der Gesetzgeber am Ende ran. Nicht um zu zensieren, sondern um den größten Müll oben abzuschöpfen, sprich strafrechtlich relevantes zu verbieten und zu verfolgen.

  3. Thomas Höllriegl says:

    Bin gespannt, wie man bei religiösen und esoterischen Inhalten vorgeht. Die müssten ja allesamt beim Faktenchek durchfallen.

  4. „Faktenchecks“ sind völlig nutzlos und zudem in der Regel nur dazu da, ein bestimmtes Narrativ zu fördern. Alle bisherigen „Faktenchecker“ sind bis dato was Qualität und Neutralität angeht, komplett durchgefallen. Man kann fast schon so weit gehen zu sagen, dass überall dort, wo sich so ein Faktenknecht daran vergeht, durchaus zum Teil korrekte Kernaussagen vorhanden sind.

    Es ist zudem fraglich, weshalb eigentlich neuerdings jedes Unternehmen meint, die Deutungshoheit über nicht gestellte Fragen erlangen zu müssen. Es wird ja auch nur dort „gecheckt“, wo es gerade politisch opportun ist. Ich habe jedenfalls noch keine emsigen Faktenchecker bei Rezepten für „die beste Lasagne“ gesehen, obwohl auch solche Beiträge mit einem Warnhinweis versehen werden müssten. Gleiches gilt für eigentlich alles auf Youtube, denn dort findet man fast nur (potentiell) monetarisierte Inhalte.

    Es besteht doch auch keinerlei Grund dazu, Youtube mehr zu glauben, als irgendeinem durchgeknallten Reichsbürger. Zumal es dann ja nicht mehr darum geht, ob etwas stimmt, sondern wem man glauben will.

    Die Leute müssen selber denken! Wer das nicht kann, gewinnt mit Faktenchecks nichts dazu, und wer es kann, braucht solche nicht. Und wer weiß, wie Medien gemacht werden, und das selbst harmlos daherkommende Produkte wie Wikipedia keinesfalls mit redaktionellen Lexika alter Schule zu vergleichen sind, der verlässt sich ohnehin nicht auf Zeugs, das im Internet steht.

    Nebenbei bemerkt, nur weil alle großen Medienkonzerne eine Meinung veröffentlichen, muss das nicht zwingend die richtige Meinung sein. Alles mit Faktenchecks zuzukleistern wirkt hilflos und am Ende sieht es dann oft so aus, dass man das Gegenteil erreicht-wo sich so viele Besitzstandswahrer dran reiben, muss doch was dran sein.

    • Fakten kann man überprüfen. Denn es sind Fakten. Praktisch wär ein Hinweis, was Fakten und was Meinung ist. Das können die meisten Menschen nicht unterscheiden.

      • Auch mit Fakten wird manipuliert.

        Redakteure nehmen sehr oft nur die Fakten die zu ihrer vorgefertigten Meinung passen
        und zeichnen so ein sehr schräges Bild der tatsächlichen Verhältnisse.

        Fakten die nicht ihrer Meinung entsprechen oder dem Sachverhalt klar widersprechen
        werden schlicht weggelassen, ignoriert.

        Fertig ist eine Form des faktenbasierten Framing, das oft nichts mehr mit der „Wirklichkeit“ zu tun hat.
        Findet man zu Hauf in unseren Qualitätsmedien. 😉

        • Exakt…

          Wo das auch mittlerweile so extrem gehandhabt wird ist in den USA.
          Das nimmt dort teilweise schon diktatorische Züge an.

          Ich hoffe inständig, wir werden hier davon verschont.

      • Hihi süß!

        Wenn man einige Jahrzehnte über diesen Planeten gestolpert ist, hat man doch so einige Fakten erlebt, die plötzlich doch nicht mehr so wirklich Fakten waren. Letztlich sind wir Menschen nicht in der Lage, Fakten und damit die Wahrheit zu erkennen. Dazu müssten wir unsere Subjektivität ausschalten und das ist nun mal nicht möglich. Und auch die Wissenschaft verbreitet keine Wahrheiten. Das wissen wir spätestens, seit wir uns in der Pandemie damit auseinandergesetzt haben.

        Alles Quark: nichts ist kleiner als Atome,, FCKW und Asbest sind unschädliche Produktionsmittel, Mittelmeerbewohner sind gesund, weil sie jeden Tag Rotwein trinken, Neandertaler waren dumm, Dinosaurier hatten keine Federn, Sonnenbänke sind eine gesunde Alternative zum Sonnenbaden, beim Eisenwert von Spinat sollte man aufs Komma achten, Kaffee entwässert, Homosexualität ist eine psychische Störung. Ach du meine Güte, die Wissenschaftsphilosphie hat eben recht „Wissen hält nicht länger als Fisch“.

        Und „Faktencheck“ ist für mich das Unwort des Jahrhunderts. Uns fehlen nämlich keine Fakten, sondern der erwachsene Umgang mit Informationen. Zum Beispiel im Sinne einer vernunftbegabten Diskussionskultur. Aber leider sind wir im Zeitalter der Fackeln und Mistgabeln – mal wieder.

    • Die rhetorische Komponente ist nicht zu vernachlässigen. Oft wird der Inhalt nicht im eigentlichen Sinn widerlegt sondern sich auf eine gewisse Formulierung versteift an der man sich dann abarbeitet.
      Hier eignet sich ausgezeichnet Ironie die im zu widerlegenden Beitrag auftaucht, diese als Behauptung der Tatsachen aufgegriffen wird und man sie dann als Spinnerei darstellt.

  5. Faktenchecks dürfte dann das Anfang vom Ende sein.

  6. Wer Kritik übelnimmt, hat etwas zu verbergen…

  7. Wenn jemand mit „Fakten“checks um die Ecke kommt, sollte man erst recht misstrauisch werden.
    Man traut den Menschen offenbar das eigene Denken nicht mehr zu, oder man will es in der Tat „korrigieren“.
    Hat man solche Angst? Es heißt doch immer, es sei nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung, der sich aktuell auflehnt. Jedenfalls ist es das Bild, dass man dazu vorgesetzt bekommt. Der aggressive Masken- und Impfverweigerer mit Bill Gates Phantasien, der den Reichstag stürmt und das Ende der Demokratie einläutet.
    Wo bleibt da eigentlich der Faktencheck unserer Medien oder der Konzerne?

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