Xiaomi wird diesen Monat eigenes „Pinecone“-Chipset vorstellen

Eigene Chipsets bringen für Hersteller von Smartphones mehrere Vorteile. Zum einen entfallen natürlich etwaige Lizenzgebühren, zum anderen lassen sich so auch Dinge implementieren, die ein Smartphone mit anderen Fähigkeiten versehen als es mit einem Chipset „von der Stange“ möglich wäre. Samsung, Huawei, Apple, sie alle entwickeln eigene Chips. Dazu gesellt sich bald wohl auch Xiaomi. Noch diesen Monat wird das eigene Chipset namens „Pinecone“ vorgestellt werden. Das Ziel ist klar, erst einmal weg von Qualcomm und Co., Geräte so noch günstiger produzieren und später eventuell auch mit neuen Funktionen ausstatten.

Dass Xiaomi ein solches Chipset entwickelt, ist kein Geheimnis, bereits seit 2014 gibt es Pinecone Electronics, von Xiaomi ins Leben gerufen. Nun scheint man also so weit zu sein, um eigene Chipsets herzustellen, verkünden möchte man dies am 28. Februar. Gesichtet wurde ein Gerät mit diesem Chip schon, im Oktober letzten Jahres gab es ein Mi 5C „Meri“, das sich in einigen Benchmarks zeigte.

Wie gut oder schlecht Xiaomis eigene Chipsets sind, muss sich dann natürlich in der Praxis zeigen. Mittlerweile ist es aber eher so, dass auch vermeintlich „schlechtere“ Chips gut genug sind, um in Smartphones eingesetzt zu werden. Xiaomi hat die Vorstellung des Chipsets nun via Weibo bestätigt, man wird also Geräte damit sicher bald zu sehen bekommen. Kann man sich in Deutschland ja ganz gut aus der Ferne anschauen, hierzulande werden Xiaomi-Geräte nicht offiziell vertrieben.

(via Engadget)

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3 Kommentare

  1. Das schlimmste an eigenen SoCs ist, wenn die Hersteller die Sources nicht zur Verfügung stellen. Dann kannste den Custom Rom Support nämlich in die Tonne treten -> siehe Exynos etc.

  2. Christian M. says:

    Ja, dann werden die Xiaomi hierzulande wieder uninteressant. Dank Qualcomm gab es für viele internationale Xiaomis Custom-ROMs, das wäre dann Geschichte. Selbst wenn sie den Source-Code freigeben, ist es einfach zu viel Aufwand für Exoten-SoCs zu entwickeln.

  3. Wäre wirklich schade, auch wenn die Smartphones dann eventuell noch etwas günstiger werden könnten.

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