Xiaomi ruft über 10.000 e-Scooter zurück, auch aus Deutschland

Der Hersteller Xiaomi ruft aus Sicherheitsgründen e-Scooter zurück. Vor kurzem wurde man auf ein mögliches Sicherheitsproblem mit dem Elektroroller Xiaomi Mi (Modell: M365) aufmerksam, da festgestellt wurde, dass sich in einer begrenzten Anzahl von Produktionseinheiten eine Schraube in der Faltvorrichtung lösen kann, wodurch die vertikale Komponente während des Gebrauchs vom Hauptkörper bricht. Es gibt 10257 betroffene Einheiten, diese wurden zwischen dem 27. Oktober 2018 und dem 5. Dezember 2018 produziert und sind hauptsächlich in Großbritannien (7849 Stück) verkauft worden.

Andere betroffene Regionen sind: Deutschland (613 Stück), Spanien (509 Stück), Dänemark (258 Stück), Kasachstan (200 Stück), Myanmar (175 Stück), Kolumbien (97 Stück), Türkei (80 Stück), Laos (79 Stück), Italien (37 Stück), Ungarn (34 Stück), Griechenland (31 Stück), Korea (30 Stück), Macau (25 Stück), Vereinigte Arabische Emirate (22 Stück), Belgien (17 Stück), Portugal (16 Stück), Singapur (14 Stück), Russland (1 Stück), Thailand (1 Stück) und nicht identifiziert (169 Stück).

Da man nicht weiß, wann welche Geräte in welche Länder exportiert wurden, kann die tatsächliche Anzahl anders sein. Die betroffenen Seriennummern (S/N) reichen von: 21074/0000000316 – 21074/00015107 und 16133/00541209 – 16133/00544518.

Man hat nun einen proaktiven Produktrückruf für die potenziell betroffenen Einheiten durchgeführt. Das Rückrufprogramm beginnt am 26. Juni 2019 für Großbritannien und am 1. Juli 2019 für andere Märkte. Daher fordert man Kunden auf, die dieses Produkt gekauft haben, den Xiaomi Mi Elektroroller (M365) sofort nicht mehr zu nutzen, bis sie festgestellt haben, ob ihr Roller Teil des Rückrufs ist. Wenn ein Benutzer bemerkt, dass sich eine Schraube an seinem Roller gelöst hat, soll dieser nicht versuchen, das Problem selbst zu lösen. Man empfiehlt den Benutzern dringend, Xiaomis Anleitung vor der Inbetriebnahme sorgfältig zu lesen.

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caschy

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26 Kommentare

  1. Ja, E-Scooter sind die Zukunft, ohne Frage…

  2. Produkte aus China sind halt so. Außer, wenn sie nur aus einer verlängerten Werkbank des Westens stammen und die westliche Qualitätssicherung ein waches Auge auf die Produktion hat.

    • Peter Susak says:

      Gut, dass die Welt so schön schwarz-weiß ist! Hold my beer!

      • paradoxus says:

        Seltsam, deutsche Autos oder so wurden noch gar nie zurückgerufen, gelle … .

        • Mrdreirad says:

          Komischerweise musste unser Dienstwagen (VW) bereits 2x wegen dem selben Problem zurück in die Werkstatt….nachdem man der Meinung war, dass man es beim ersten Mal bereits gefixt hat, kam nach 2 Wochen ein Brief mit einem neuen Termin 4 Wochen später und ein Aufkleber zum ins Auto kleben, dass der mittlere Sitz der Rückbank nicht genutzt werden soll.
          War wahrscheinlich auch nicht das erste Mal, dass es sowas von deutschen Autos gab….

    • Hmm welches Handy ist nochmal explodiert? Aja das Samsung Galaxy S7.. Xiaomi ist eine Qualitative hochwertiger Hersteller aber gut das du dich da so gut auskennst xD

  3. Tolle Kommentare! Für mich spricht es sogar für Xiaomi, dass sie sich überhaupt zum Rückruf entschieden haben! Andere Firmen, meinetwegen auch große deutsche Autohersteller muss man schon drängen zu solchen Schritten….kann echt alles Mal passieren.

    • Don Omerta says:

      Dito und die großen deutschen müssen z. B. in USA einen Austausch kostenlos vornehmen, während der deutsche Michel hier fett bezahlen darf…..

  4. Wenn ich „hauptsächlich in Großbritannien“ lese dann, denke ich mir es liegt an den laschen Kontrollen dort.
    Die kommen von dort aus in die EU, daher die große Menge dort und von da wird verteilt.(Gearbest z.b.)

    • Gearbest treibt die Scooter durch Polen. Da scheinen die auch ihren Forwarder gefunden zu haben der chinesisches ohne CE und GS durchlässt.

      UK für Massenwaren-Importe über Briefkastenfirmen und Polen für Großgeräteimport…

      • Das CE Zeichen soll von dem Importeur, der die Ware in der EU erstmalig in Umlauf bringt, draufgeklebt werden. Eine Prüfung findet erst statt, wenn der Kleber nicht hält.

  5. Gut dass sie den Rückruf durchführen, das spricht eigentlich deutlich für Xiaomi. Es wäre mal interessant wenn später ein betroffener berichten würde wie der Ablauf war.
    Meine Erfahrungen mit dem Support chinesischer Firmen war immer recht gut, vor allem mit den noch nicht so großen. Da hat man oft noch einen direkten Kontakt, vor allem mit technisch versierten, die einem auch mal direkte Anweisungen zur eigenen Behebung des Problemes geben können um die Zeit des Ausfalls zu minimieren.

  6. Russland (1 Stück)…..;O)))))

  7. China halt, wenn ich mir den ganzen Schrott gucke, den sie hier verkaufen.

    • Du weißt Bescheid und solltest uns noch mehr erleuchten!!!

    • Ja man du hast richtig plan davon. deswegen werden grade auch immer mehr Xiaomi Produkte über Mediamarkt verkauft. Der Mediamarkt will natürlich „China schrott“ verkaufen, du hast es verstanden.

  8. Wolfgang D. says:

    Gut: Dass ein chinesisches Unternehmen tatsächlich einen Rückruf startet.
    Schlecht: Wenn man über einen der lustigen Importshops gekauft hat.

    Drecksdinger, allemal. Hier war von den Stadtwerken mal so ein Testfahrer vor mir, mit locker 25km/h im Stadtverkehr. Wenn vor dem ein PKW scharf bremst, kann man eine Flugshow ohne Helm und Protektor bewundern. Oder das Gerät samt Besatzung aus dem Unterfahrschutz vom LKW pulen.

    • In Deutschland sind die Roller auf 20km/h gedrosselt, selbst bergab wird elektronisch automatisch abgebremst. Auf einem nicht-elektrisch angebtriebenen Tretroller kann man auch locker 20km/h bzw. Bergab auch deutlich mehr fahren.
      Die in Deutschland zugelassenen E-scooter haben zudem zwei Bremshebel und bringen damit genug Sicherheitsaspekte mit sich.
      Unfälle wird man dadurch zwar nicht gänzlich vermeiden, aber zumindest auf ein minimum reduzieren können.

      • Wolfgang D. says:

        @Max „E-scooter haben zudem zwei Bremshebel“

        Klasse Schönrederei, schon mal bei (meinetwegen) Tempo 20 eine Vollbremsung gemacht, aufrecht stehend auf einem schmalen Brett? Beim Skateboarden hiess das immer „Abflug machen“.

        Aber ich sehe es positiv, Darwin’s Gesetz bekommt den ihm zustehenden Teil der Menschheit. Außerdem wird dieser Blödsinn genau so schnell wie die Hoverboards im Elektroschrott verschwinden. Sieht man gerade bei den Enkeln. Dazu wurden Arbeitplätze geschaffen, super!

  9. Diese Dinger sind auch ohne brechende Schrauben saugefährlich, alleine schon wegen der kleinen Räder, für die jeder Kieselstein und jeder Huckel auf dem Weg ein Riesenhindernis ist….

  10. ich halte auch nix von diesen Dingern 20 km/h bei unseren „tollen“ Radwegen dagibt´s flugstunden gratis

  11. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn jemand mit diesem Teil > was nicht zulassungsfähig ist und somit im Strassenverkehr immer eine Straftat ist< veruracht und dann tritt keine Versicherung auf den Plan….

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