WLAN-Ausbau in IC-Zügen soll sich verzögern

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr einen so hohen Verlust gemacht, wie noch nie in ihrer Geschichte. Daran ist unter anderem die Pandemie Schuld. Auch der Ausbau von WLAN in Intercity-Zügen verzögert sich aus diesem Grund.

„Eine Ausstat­tung aller für die Zuggat­tungen Inter­city und Euro­city einge­setzten Inter­city-Wagen mit WLAN wird nach aktu­ellem Stand der DB AG coro­nabe­dingt erst 2022 abge­schlossen sein“, heißt es vonseiten der Bahn. Eigentlich war geplant, dass bereits in diesem Jahr der Ausbau dahingehend abgeschlossen sei. Laut eines Bahn-Sprechers sind derzeit knapp 60 Prozent der rund 1.300 IC-Wagen entsprechend umgerüstet worden.

Durch die Pandemie hätten Mitarbeiter anderer Unternehmen, die für den Ausbau zuständig seien, nur bedingt Zugang zu den Werkstätten gehabt, heißt es seitens der Bahn. Deswegen habe man ganz bewusst aus Infektionsschutzgründen die Ausstattung der IC-Züge etwas nach hinten geschoben, damit man das Infektionsrisiko in den Werkstätten so klein und gering wie möglich halte.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Die Bahn schafft es niemals einen Fahrplan einzuhalten. Nur gut das man derzeit jedes Versagen mit der Pandemie begründen kann.

    • Ich weiß schon warum ich nur in absoluten Ausnahmefällen mit der Bahn fahre. Ich ärgere mich wirklich jedes Mal.

    • Du bist wohl noch nicht all zu oft Bahn gefahren oder? Klar 5-10 min Verspätung kommen immer wieder mal vor aber alles darüber hinaus ist eher eine Seltenheit.

      • Gunar Gürgens says:

        Naja bei mir sind 5-10 Minuten eher die Seltenheit gewesen, entweder 30 Minuten. Weil durch 5-10 Minuten eigentlich immer sämtliche weitere Anschlüsse verpasst werden.
        Leider kam das bei meinen längeren Fahrten zu mindestens 25% vor. Dennoch werde ich weiter Bahn fahren, da es einfach einen großen Zugewinn an Lebensqualität bringt als im Auto zu hocken und sich auf die Autobahn zu begeben.

  2. Die sollen es einfach sein lassen, der Zug *haha* ist eh abgefahren. Jeder hat Internet mobil, nur es muss besser verfügbar sein. Keine Ahnung warum WLAN noch immer so gepushed wird, die sollen lieber irgendwie 4 oder 5g Verstärker oder Empfänger auf die Züge baun

    • Der Datenverkehr im bahninternen WLAN lässt sich besser überwachen. Ist eben ein Staatsbetrieb.

    • Die deutsche Bahn sind halt Schnarchkappen. Die Taktik ist wohl seit 10 Jahren auf voller Linie zu versagen und das Thema so lange auszusitzen, bis es irgendwann auch in Deutschland flächendeckenden Mobilfunk Ausbau gibt. Inklusive angemessenem Datenvolumen, so dass niemand mehr WLAN braucht.

    • Also wie oft hört man „Im Land xy gibt es überall WLAN, warum hier nicht“. Wie war das Geschreie groß weil im ICE keines war. Jetzt ist im ICE WLAN, im IC wird auch gebaut, jetzt ist es auch nicht richtig. Also was jetzt?

      Und ja, im ICE gibt es Repeater für LTE, und je nach Frequenz hilft as auch für 5G. Bei den alten ICs will man sich die Repeater halt sparen weil die Waggons eh in ein paar Jahren verschrottet werden. Im IC2 gab es schon von Anfang an Repeater für LTE, dann hat aber jeder nach WLAN geschrieen. Jetzt wird es eingebaut.

  3. Die Verzögerung liegt aktuell bei knapp zehn Jahren! 😉

    Spaß beiseite, ich persönlich würde es bevorzugen, wenn man einfach die Maßnehmen für guten Mobilfunk in Zügen ausweiten würde.

    • Das war wohl auch die Taktik der Bahn. Das Thema so lange auszusitzen, also mit anderen Worten auf ganzer Linie bei dem Projekt zu versagen, bis es sowieso nicht mehr benötigt wird.

    • Gibt es ja im ICE, die Repeater. Da aber immer die Leute nach WLAN rufen, wird man eben in die alten ICs auch welches einbauen. Das wollte man sich eigentlich sparen weil diese in ein paar Jahren verschrottet werden.

    • Ohne den verbesserten Mobilfunk funktioniert auch das WLAN im Zug nicht. Das Internet muss ja auch woher kommen. Die DB Westfrankenbahn hat in ihren Zügen noch eigene Videoserver für das WLAN auf den Strecken ohne Mobilfunknetz.

  4. Naja früher wie nur die Telekom alleiniger Hotspot Partner der Deutschen Bahn war bin ich öfters noch ICE gefahren, da war es mit der Audiovisuellen Kommunikation auch noch nicht so weit. Da ging es mit der Verfügbarkeit. Die Anzahl der ICEs in denen WLAN angeboten wurde hielt sich in Grenzen. Ein Mobilfunk Ausbau und die Schaffung von Möglichkeiten ihn im ICE ideal zu empfangen halte ich für sinnvoller. Mobiles High Speed Datenvolumen ist mittlerweile bezahlbar, auch in größeren Mengen.

    • als! Ich bin gleich groß wie xyz. Ich bin größer als xyz. „Naja, früher als nur die Telekom….“ ANDERS als heute….

    • Genau das ist ja das Problem, warum wir heute noch nicht weiter sind. Die Telekom hatte viel zu lange die Monopolstellung in den Zügen.

    • Alle ICEs haben ja schon Repeater eingebaut, und man merkt auch deutlich die Verbesserung. Und jeder ICE hat WLAN. Aber wo nichts von draußen kommt kann man auch nichts verstärken oder ein WLAN aufbauen.

      Aber auch die Mobilfunkprovider haben es nicht immer leicht, man muss auf Genehmigungen für Standorte lange warten, es gibt Proteste usw.

  5. Die Bahn will ja mit neuen Fenstern, deren metall-Bedampfung so gestaltet ist, daß sie die mobilfunkbänder nicht mehr so stark bedämpft für besseren Empfang in zügen sorgen. Also eine rein passive maßnahme. Außerdem sollen die Schutzabstände für öffentliche mobilfunsender zu Bahnstrecken verringert werden. Da gab es bislang u. a. wegen GSM/R , einem Bahneigenen mobilfunknetz , Beschränkungen die ebenfalls die nutzbaren Feldstärken öffentlicher mobilfunsender in der Nähe von Bahnstrecken einschränkten. Nicht immer sind die mobilfunknetzbetreiber alleine die „Sündenböcke“: gerade in DL will ja jeder sein eigenes Funknetz haben – die Bahn GSM/R , Tetra für BOS usw. Schon damals hatten z. B. Vodaphone angeboten den BOS-Diensten ein abgeschlossenes teilnetz in ihrem mobilfunknetz einzurichten. Aber nein , Tetra kam und darum telefonieren polizisten osft mit einem Smartphone wenn ihr teures Sprechfunkgerät die leitstelle mal wieder nicht erreicht.

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